Sonntag, 17. Mai 2026

"Der Sommer der Inseltöchter" von Micaela Jary

Zwischen Meer, Pflicht und großer Liebe

"Der Sommer der Inseltöchter" erzählt die Geschichte der Sylter Großfamilie Lassen im Jahr 1843. Merret und Per bewirtschaften gemeinsam ihren Hof, auf dem alle Kinder tatkräftig mithelfen müssen. Per, einst Seemann, hat aus Liebe zu seiner Frau die Seefahrt aufgegeben.

Als sich der Besuch des dänischen Königs auf der Insel ankündigt, hofft Merret auf gute Verbindungen für ihre Töchter, doch die jungen Frauen haben ihren eigenen Kopf und ihre ganz eigenen Träume.

Micaela Jary gelingt es wunderbar, das Leben auf Sylt und Föhr im 19. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. Sylt war damals noch eher unbedeutend, während Föhr als Ziel der Sommerfrischler galt. Das Leben der Menschen war hart: Während die Männer zur See fuhren und oft nicht zurückkehrten, kümmerten sich die Frauen um Haus, Hof und Familie.

Besonders eindrucksvoll sind Merrets Töchter – junge Frauen voller Wünsche und Sehnsüchte, denen im arbeitsreichen Alltag kaum Raum blieb. Trotz gesellschaftlicher Erwartungen und Vernunftehen glauben sie an die große Liebe.

Micaela Jary entführt uns mitten in diese Zeit. Wir werden zu Zuschauern und erleben mit, wie sich die jungen Frauen entwickeln, wie sie lieben und leiden. Man nimmt Anteil am Schicksal dieser Familie, die tatsächlich gelebt hat.

Spannend, einfühlsam und mitreißend geschrieben – ein Roman, den man kaum aus der Hand legen kann.






Herzlichen Dank, liebe Micaela, dass ich deinen Roman lesen und vorstellen durfte! Es war mir das reinste Vergnügen! 


1 Kommentar:

  1. Hallo Monika,
    bei meiner Regalreinigung und gleichzeitigen Aufräumaktion sind mir letzte Woche meine Bücher von Micaela ins Auge gestochen und ich habe mich gefragt, ob sie mal wieder etwas neues geschrieben hat. Dieser Roman ist mir bisher entgangen, danke fürs Vorstellen und neugierig machen.

    Liebe Grüße
    Barbara

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