Montag, 11. Februar 2019

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten 
der vergangenen Woche



Foto: Monika Schulte



1. Endlich wieder die Haare schön.

2. Anja und ich beim allerersten Erste-Hilfe-Einsatz im Amt.

3. Tulpen, so schöne Farbkleckse im Winter.

4. Mehrere riesige Taschen voll Sachen
 zum neuen Hagener Umsonstladen gebracht.

5. Erstes Vogelgezwitscher am Morgen.

6. Wenn der Regen wenigstens mal 5 Minuten Pause macht.

7. Wenn der Ehemann die Küche übernimmt.

8. Der Aufräumwahn geht weiter.
 Endlich Platz im Kerzenschrank.

9. Ein fauler Sonntagnachmittag.

10. Weitere Entrümpelungsprojekte beschlossen. 

Sonntag, 10. Februar 2019

"Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" von Elisabeth Zöller


Eine wahre Geschichte gegen das Vergessen

Anton, ein Kind, das es trotz seiner leichten geistigen und körperlichen Behinderung schafft, eine normale Schule zu besuchen, doch die Zeiten haben sich geändert. Es ist Krieg und so einer wie Anton wird nicht mehr gerne gesehen. Der Führer will nur reinrassige, gesunde Menschen in seinem Land. Da passt Anton, der so gerne Bilder malt und der rechnen kann wie sonst niemand, nicht hinein. Lehrer wie Schüler quälen, verspotten und demütigen ihn. Erträglich ist es in der Schule nur, wenn sein Onkel Franz Unterricht gibt, doch dieser wird immer kränker und fällt bald ganz aus. 

Es ist eine Zeit, in der Synagogen angezündet und jüdische Geschäfte zerstört werden. Immer mehr Menschen verschwinden auf mysteriöse Weise. Antons Familie lebt in stetiger Angst, dass ihnen der Junge zwecks "wissenschaftlicher Erforschung" weggenommen wird. Da ist die Angst vor dem Lehrer, die Angst vor dem Blockwart. Wem kann man noch trauen? Wo ist man noch sicher? Antons Eltern gelingt es, den Jungen aus der Stadt zu bringen zu Menschen, die es gut mit ihm meinen. So überlebt Anton als einer der wenigen Behinderten in dieser furchtbaren Zeit. 

"Anton oder Die Zeit des unwerten Lebens" - es ist ein Jugendbuch für Menschen ab 12 Jahren. Es ist leicht zu lesen, so dass junge Leser keine Schwierigkeiten mit dem Text haben dürften. Die Geschichte ist eine wahre Geschichte. Es ist die Geschichte eines Onkels der Autorin. Es ist eine sehr verstörende Geschichte. Immer wieder fragt man sich, wie es passieren konnte, dass Menschen zu solchen Monstern mutierten. Wie konnten sie ihren Hass, ihre Wut an anschuldigen Kindern auslassen?

Es ist eine Geschichte die den Leser nicht mehr los lässt, ein Buch der ganz großen Emotionen und es ist eine Geschichte gegen das Vergessen. Auch für Erwachsene unbedingt lesenswert!






Taschenbuch
224 Seiten
FISCHER Taschenbuch






Samstag, 9. Februar 2019

"Dunkelmädchen" von Leonie Haubrich

Spannung pur! Unbedingt lesen!

Als Elena von einem Schrei nach ihr in der Nacht geweckt wird, ist sie sich sicher, dass das Kind, das nach ihr gerufen hat, nicht ihre kleine Tochter Julia ist, doch wer ist das Mädchen dann? 

Ihr Mann Johannes, mit dem sie gerade Urlaub in einer zugigen und kalten Burg in Frankreich macht, hält sie für überspannt. Wer soll das Kind sonst sein, als ihre kleine Julia? Elena lässt jedoch nicht locker. Ihr fehlen die ganz bestimmten Empfindungen gegenüber ihrer Tochter. Die Liebe zu ihr, die Nähe, das kann doch nicht einfach so verschwinden. Elena bemerkt Julias andere Augenfarbe. Und wo ist das Mützchen des Mädchens? Ebenso stellt Elena fest, dass ihre Lieblingskette fehlt. Niemand will ihr glauben. 

Die Beziehung zwischen Johannes und Elena wird immer angespannter. Sie beginnt eine Therapie auf Anraten ihres Mannes, doch auch hier scheint sie nicht weiter zu kommen. Schließlich ist Elena so verzweifelt, dass sie sich umbringen will. Sie führt den Plan nicht aus, weist sich aber selbst in eine psychiatrische Klinik ein. Hier kommt sie langsam zur Ruhe und fasst einen Plan, der Wahrheit endlich auf die Spur zu kommen. 

"Dunkelmädchen" - ein Thriller mit vielen Wow-Effekten! Eine mitreißende Geschichte mit überraschenden Wendungen. Sie ist spannend, sie ist authentisch. Was habe ich mit Elena mitgefühlt! Wieso glaubt ihr niemand? Was ist mit ihrem Mann los? Ist Elena wirklich krank, wie Johannes vermutet? 

Leonie Haubrich spielt mit dem Leser. Mal ist man auf der einen, mal auf der anderen Seite. Immer wieder lässt sie einen überlegen, grübeln. Was ist die Wahrheit? 

"Dunkelmädchen" - eine mitreißende und atmosphärische Geschichte, so spannend, dass man es kaum erwarten kann umzublättern. Absolut guter Lesestoff! Unbedingt lesen! Für alle, die es unblutig mögen und doch die Spannung lieben!





Taschenbuch
312 Seiten
Independently published




Liebe Leonie Haubrich (Heike Fröhling),
 ganz, ganz herzlichen Dank für diese spannende Geschichte!
 Bitte mehr davon!

Donnerstag, 7. Februar 2019

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche



Foto: Monika Schulte




Jetzt hätte ich doch beinahe vergessen, die guten Momente der vergangenen Woche zu veröffentlichen. Hier sind sie.


1. Am Montag ein sehr gutes Gespräch mit der Oberärztin des Krankenhauses gehabt. Es wird die kleine OP.

2. Der Faszienkurs am Dienstag hat mir einiges abverlangt, 
aber im Anschluss ging es mir super.

3. Die Akupunktur tut mal wieder richtig gut.

4. Der Donnerstag war ein sehr trauriger Tag und doch 
zeigte er auch schöne Momente.

5. Mit Bernd und Ildiko ausgemacht, dass wir uns öfter sehen.

6. Cousin Klaus und seine Frau Monika nach 
Jahrzehnten kennengelernt.

7. Trotz schlechtestem Wetter gut nach Offenbach
 gekommen und auch wieder zurück.

8. Wenn der Schnee taut.

9. Entrümpelungswahnsinn am Samstag.

10. Einen spannenden Thriller gelesen.

Sonntag, 3. Februar 2019

"Sophies Tagebuch" von Nicolas Remin

Während des Unterrichts erfährt die Französisch-Lehrerein Erika zur Linde Ende der 80er Jahre vom plötzlichen Tod ihres Vaters Ulrich. Der Mann, der ihr immer irgendwie fern geblieben ist, hat sich an seinem Schreibtisch erschossen. Ob der Brief aus Amerika etwas damit zu tun hat, den er ein paar Tage zuvor erhalten hat? 

Als Erika die Unterlagen ihres Vaters sortiert, findet sie ein Tagebuch ihrer Mutter Sophie. Hier hat die Mutter alles aufgeschrieben, was ihr zu Zeiten des Nationalsozialismus wichtig schien - was ihr  persönlich wichtig schien. Während der Ehemann in den Krieg musste, hat sie deren Freund Felix Auerbach, einem Juden, verbotenerweise Obdach gegeben. Ständige Bombenabwürfe haben Sophie und Felix sich näher kommen lassen, doch kann sie Felix wirklich retten? 

Während sich Erika zur Linde durch das Tagebuch ihrer Mutter arbeitet, beginnen in Ostberlin die Unruhen. Berlin steht kurz vor dem Mauerfall. Und dann kündet sich Paul Singer aus Amerika an, der Mann, dem Ulrich zur Linde kurz vor seinem Tod geschrieben hat.

"Sophies Tagebuch" - ein sehr spannendes Buch, obwohl es in der Mitte auch einige mit Sicherheit vermeidbare Längen gegeben hat. Leider konnte ich mir die einzelnen Figuren nicht wirklich vorstellen, eine Tatsache, die mich persönlich stört. Die Figuren blieben blass, trotz der außergewöhnlichen Rollen, die sie gespielt haben. 

Gut kommt heraus, wie sich Sophie zum Beispiel eher gedankenlos der Partei anschließt, weil sie ihrem Job als Journalistin nachgehen möchte. Und warum ist Felix Auerbach nicht ausgereist? Möglichkeiten dazu hatte er genug. Mir erscheint es etwas zu naiv, das wirklich nur der Liebe wegen getan zu haben. Auch er muss sich der tatsächlichen Gefahren bewusst gewesen sein. 

Gefragt habe ich  mich auch, warum der zweite Erzählstrang ausgerechnet ins Berlin zu Zeiten des Mauerfalls gelegt wurde? Der Mauerfall, die ganzen politischen Umwälzungen in Ostberlin, in der DDR, bleiben zweitrangig, werden nur eher nebenbei erwähnt. 

"Sophies Tagebuch" - eine sicherlich spannende Geschichte; mir persönlich fehlt  jedoch das gewisse Etwas.




Gebundene Ausgabe
416 Seiten
Verlag: Kindler





Herzlichen Dank an das Verlagsteam, 
dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!



Samstag, 2. Februar 2019

"Das feine Fräulein" von Joan Weng

Eine gelungene Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte!

Weihnachten 1926. Bernhard Greiff, von allen nur liebevoll Bambi genannt, ist ein Kriegsveteran, ein sogenannter Kriegsirrer, hat er doch einige Zeit in Heilanstalten verbracht. Als geheilt entlassen, zieht er bei seiner Schwester Vicky und ihrer Familie ein und kümmert sich auch direkt um diese. Zudem arbeitet er in Vickys Buchladen. Ein besonders guter Verkäufer ist er jedoch nicht. 

Täglich führt er den Familienhund aus, geht mit ihm spazieren und trifft so auf das Dienstmädchen des Fräulein Schienagels. Bambi verliebt sich in die junge Frau. Er ist jedoch viel zu schüchtern, um diese anzusprechen. 

Dann ein Einbruch bei der Schauspielerin Schienagel und der Täter soll ausgerechnet Bambis Freund Karlheinz sein! Jetzt sind seine Fähigkeiten als Detektiv gefragt, denn Karlheinz, der Leiherkastenmann, kann es unmöglich gewesen sein. 

Das nette Dienstmädchen bittet Bambi um Hilfe. Ein paar hilfreiche Tipps hat sie auch gleich noch parat. Als dann auch noch eine mysteriöse Serie an Hurenmorden aufzuklären ist, fragt sich jeder, ob die Morde etwas miteinander zu tun haben. Vor allen Dingen: Wird es Bambi gelingen, die Unschuld seines Freundes zu beweisen und wird seine Liebe von der jungen Frau erwidert?

Ich liebe die Romane von Joan Weng! Wieder einmal ist es ihr gelungen, mich in das Berlin der Zwanziger Jahre zu entführen! Ganz wunderbar auch, dass ich lieb gewonnene Figuren aus dem Roman "Die Frauen vom Savignyplatz" wieder getroffen habe! In diesem Roman spiel jedoch Bambi die Hauptrolle und sie steht ihm gut. Er leidet noch immer unter seinem Kriegstrauma, doch er gibt sein Bestes, ein normales Leben zu führen. 

Der schüchterne Bambi, der sich verliebt, aber nicht traut, das Dienstmädchen der bekannten Schauspielerin anzusprechen. Alles ist spannend, unterhaltsam und authentisch. 

"Das feine Fräulein"  - eine gelungene Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte. Wunderbar zu lesen! Bitte mehr davon!




eBook
115 Seiten
Verlag: dp Digital Publischers GmbH




Liebe Joan, ganz, ganz herzlichen 
Dank für diesen wunderbaren Roman!




Sonntag, 27. Januar 2019

Wohnzimmerlesung mit Felicity Withmore am 26. Januar 2019

Gestern Nachmittag war es wieder soweit. 
Endlich mal wieder eine Wohnzimmerlesung! 
Begrüßen durfte ich zum zweiten Mal Felicity Whitmore/Indra Janorschke, die in Hagen zusammen mit ihrem Mann Dario Wehberg das wunderbare "Theater an der Volme" leitet
 und selbst oft mit auf der Bühne steht. 



Foto: Monika Schulte


Schon früh am Morgen habe ich zusammen mit meinem 
Mann das Wohnzimmer umgeräumt und die ersten versorgungstechnischen Vorbereitungen getroffen. 



Foto: Monika Schulte


Die allerbeste Kuchenfee, Frau Krüner, hat mal wieder 3 wunderbare Torten und Kuchen gebacken. 
Es war wie immer wahnsinnig lecker. Herzlichen Dank!!! 

Herzlichen Dank aber auch an Frau Grabosch,
 die den Kuchen organisiert hat!!!



Foto: Monika Schulte


Normalerweise läuft es ja so ab, dass die Autorin erst ein 
Weilchen liest und im Anschluss werden die Bücher verkauft 
und signiert. Die gestrige Wohnzimmerlesung war anders. 
Hier wurden gleich zu Beginn, als längst noch nicht alle
 Gäste da waren, die ersten Bücher gekauft und Felicity/Indra konnte sich schon mal warm schreiben. 



Foto: Monika Schulte


Felicity Whitmore beginnt zu lesen und schon springt 
die Begeisterung auf die Gäste über. Die Autorin weiß, 
wie sie ihr Publikum und ihre Leser fesseln kann. 



Foto: Monika Schulte


Felicity/Indra lebt ihre Geschichte! Man beachte nur ihre Mimik. Beim Lesen schlüpft sie in die Figuren ihrer Protagonisten.



Foto: Monika Schulte


Ganz besonders spannend finde ich ja auch das Hintergrundwissen, das sie ebenso spannend wie ihre Geschichte, vermittelt. 
Im Buch geht es um eine Heilanstalt, eine Irrenanstalt, 
in die Frauen unschuldig und gesund eingesperrt wurden und die sie in der Regel auch nicht mehr verlassen konnten. 





Felicity würde ich nur zu gerne mal auf ihren Recherchereisen begleiten. Vielleicht bieten sie und ihr Mann ja irgendwann einmal tatsächlich eine Leserreise an? Wir bleiben dran!


Foto: Monika Schulte


Nicht nur die Lesung an sich war wunderbar, unterhaltend 
und spannend. Ich finde es auch immer wieder schön,
 bekannte und neue Gesichter zu sehen und sich über
 Bücher und die Welt austauschen zu können. 



Foto: Monika Schulte


Nach der Lesung dann der Kaffeeklatsch. 
Felicity/Indra zeigte uns ihre Fotobücher über England. 
Einfach toll, so auch mal die tatsächlichen Orte 
der Geschichte sehen zu können. 


Foto: Monika Schulte


Die Lesung endete, wie sie begonnen hatte - 
mit Büchern kaufen und signieren lassen. 

"Das Herrenhaus im Moor" - es ist spannend von der ersten 
bis zur letzten Seite. Meine Empfehlung: Unbedingt lesen!!! 

Aber Achtung! Keinen Tag auswählen, an dem Ihr nur 
wenig Zeit haben werdet. Ihr werdet das Buch nämlich 
nicht mehr aus der Hand legen können! 

Auch Felicitys erstes Buch
 "Der Klang der verborgenen Räume"
 ist absolut empfehlenswert.
 Wer es noch nicht kennt, sollte es unbedingt nachholen!



Foto: Monika Schulte


Wem die beiden Bücher der Autorin noch nicht genug 
waren, konnte sich an der Bücherkiste mit Lesestoff
eindecken, die ich im Flur aufgestellt hatte. 


Ein ganz wunderbarer Tag ging mal 
wieder viel zu schnell zu Ende. 

Danke liebe Felicity, liebe Indra,
für die spannenden und unterhaltsamen Stunden!
Ich könnte dir stundenlang zuhören!

Ich freue mich bereits jetzt auf deinen dritten Roman,
 der auch wieder im Oktober erscheinen wird.