Samstag, 7. November 2026

Ein wunderschöner Tag in Düsseldorf

Was für ein schöner Tag in Düsseldorf! Gemeinsam mit meinem Sohn Hendrik habe ich mich auf den Weg in die Landeshauptstadt gemacht. Unser erstes Ziel: das K20 – Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.

Dort haben wir uns die Ausstellung „Franz Marc – Die Suche nach einer besseren Welt“ angeschauen. Und ich kann nur sagen: Der Besuch hat sich wirklich gelohnt! Eine beeindruckende Ausstellung, die uns sehr gut gefallen hat. 



Besonders gefreut habe ich mich natürlich darüber, gleich zwei vertraute Werke zu entdecken, die das Osthaus Museum Hagen an das K20 ausgeliehen hat: „Kleine Komposition III“ und „Spielende Katzen“. Ein schönes Gefühl, die eigenen Museumsschätze einmal in einem anderen Ausstellungskontext wiederzufinden.



Die Ausstellung war übrigens ausgesprochen gut besucht. Das Interesse an Franz Marc ist offenbar groß!


 





Anschließend haben wir uns noch Zeit für die Sammlung des K20 genommen: „Meisterwerke von Etel Adnan bis Andy Warhol“. Hier gibt es jede Menge Kunstgeschichte zu entdecken. Mehr als 200 Meisterwerke der Klassischen Moderne und der Nachkriegskunst sind zu sehen. 




Darunter bedeutende Arbeiten von Paul Klee, Henri Matisse, Pablo Picasso, Jackson Pollock und Andy Warhol. Besonders spannend fand ich auch die Werke bedeutender Künstlerinnen wie Etel Adnan, Sonia Delaunay, Paula Modersohn-Becker und Gabriele Münter. Eine wirklich sehenswerte Sammlung!




Nach so viel Kunst durfte ein Bummel durch die Düsseldorfer Altstadt natürlich nicht fehlen. Wir ließen uns ein wenig durch die Gassen treiben und kehrten schließlich bei einem Italiener ein. Eine leckere Stärkung musste schließlich sein!

Gut gestärkt ging es anschließend weiter zu einem Spaziergang entlang des Rheinufers. Auch wenn der November sich von seiner ziemlich kalten Seite zeigte, war dort einiges los.




Unser nächstes Ziel war die Königsallee. Wir steuerten ziemlich direkt auf Massimo Dutti zu. 😉 Allerdings musste ich feststellen, dass der Laden mit der Filiale in Barcelona um Längen nicht mithalten kann. Da hatte ich mir doch etwas mehr erhofft!



Trotz der kühlen Temperaturen war die Kö bestens besucht. Überhaupt war in Düsseldorf an diesem Tag ordentlich etwas los.

Irgendwann hieß es dann, zurück zur Tiefgarage und wieder nach Hause.



Ein rundum schöner Tag mit viel Kunst und vor allem gemeinsamer Zeit. Es war ein richtig schöner Mutter-Sohn-Tag, den Hendrik und ich beide sehr genossen haben. ❤️

Solche gemeinsamen Ausflüge sind einfach etwas Besonderes!






Musikalische Lesung mit Roman Kniizka und OPUS 45

Ein Abend, der unter die Haut ging – "Ich wand're durch Theresienstadt"

Was für ein grandioser und zugleich bewegender Abend! Gemeinsam mit Kerstin Bühren durfte ich gestern die musikalische Lesung „Ich wand're durch Theresienstadt“ im Auditorium des Museumsquartiers Hagen besuchen. Gastgeber war das Emil Schumacher Museum.

Im Mittelpunkt standen Verfolgung, Widerstand und Hoffnung – eindrucksvoll erzählt anhand von Texten deportierter Menschen und Erinnerungen von Überlebenden. Es ging um den Alltag im Ghetto, um Angst, Leid und die ständige Bedrohung durch Deportationen.





Und doch gab es mitten in all diesem Grauen etwas, das mich besonders berührt hat: Die Menschen in Theresienstadt schafften es, ein kulturelles Leben aufrechtzuerhalten. Sie schrieben, musizierten, komponierten und führten Theaterstücke auf. Kultur wurde zu einem Stück Menschlichkeit, zu einem Zeichen von Lebenswillen und Hoffnung.

Roman Knizka als Sprecher und das Bläserquintett OPUS 45 gestalteten diesen Abend auf eine ganz außergewöhnliche Weise. Wort und Musik gingen unter die Haut. Es waren erschütternde Momente, die immer wieder die gleichen Fragen aufwarfen: Warum hat man das zugelassen? Wie konnte all das geschehen?

Das Publikum lauschte hoch konzentriert. In vielen Gesichtern spiegelten sich Betroffenheit und Fassungslosigkeit. Zeitweise hätte man im Auditorium eine Stecknadel fallen hören können. Die Stille sagte mehr als viele Worte.




Am Ende gab es minutenlangen Applaus und Standing Ovations – ein mehr als verdienter Ausdruck der Anerkennung für diese großartige Darbietung.

Ein Abend, der nachdenklich macht, berührt und noch lange nachwirkt.

Mein herzlicher Dank gilt allen Organisatoren und Sponsoren, die diese außergewöhnliche Veranstaltung möglich gemacht haben und den Besuchern sogar kostenlosen Eintritt ermöglichten.
Ein Abend, den ich nicht so schnell vergessen werde.


Sonntag, 1. November 2026

"Niemals geht man so ganz - Ein Trauerredner ermittelt" von Andreas Izquierdo

Zwischen dunklen Geheimnissen und ganz viel Herz

Der Trauerredner Mads Madsen kann den Suizid einer jungen Frau nicht verhindern. Sie hinterlässt ihrer neunjährigen Tochter Tilly eine letzte Botschaft. Doch was steckt dahinter? Tilly fasst sofort Vertrauen zu Mads und so wird möglich gemacht, dass sie zunächst bei ihm und seinem quirligen Vater Fridtjof bleiben darf.

Doch die Ereignisse überschlagen sich. Mads beginnt nachzuforschen und entdeckt, dass Tillys Mutter offenbar in ein dunkles Spiel verstrickt war, aus dem sie keinen Ausweg mehr gefunden hat. Aber wer war diese Frau wirklich? Und was ist tatsächlich geschehen?

Zunächst liest sich die Geschichte wie ein gemütlicher Cosy-Krimi, doch schon bald nimmt sie ordentlich an Fahrt auf. Die Spannung steigt von Kapitel zu Kapitel und lässt einen kaum noch los. Dabei kommen auch die menschlichen und emotionalen Momente nicht zu kurz. Gerade die besondere Verbindung zwischen Mads, Tilly und seinem Vater macht die Geschichte so liebenswert.

Mein Fazit: Ein spannender, mitreißender Krimi mit viel Herz und Menschlichkeit. Eine tolle Mischung, die mich bestens unterhalten hat. Ich hoffe sehr auf viele weitere Fälle mit Mads Madsen!





Herzlichen Dank, an das DUMONT-Verlagsteam, 

dass ich diesen tollen Krimi lesen und vorstellen durfte! 


#DUMONT

Mittwoch, 21. Oktober 2026

"Die Malweiber und der Blaue Reiter" - Lesung mit Birgit Poppe

Ein Abend voller Kunst, Geschichten und großer Namen 🎨📚

Gestern Abend waren Kerstin und ich zu Gast bei einer spannenden Lesung in der Buchhandlung „Lesen & Hören“ in der Dahlenkampstraße in Hagen. Dr. Birgit Poppe stellte dort ihren neuen Roman „Die Malweiber und der Blaue Reiter“ vor – eine Premierenlesung! Und auch die kleine, feine Buchhandlung war für mich eine Premiere, was Lesungen angeht.

Dr. Birgit Poppe führte uns mit viel Wissen, spannend und unterhaltsam durch den Abend. Wir begegneten Gabriele Münter, Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marc ebenso wie Franz Marc, Wassily Kandinsky und Alexej Jawlensky. Berühmte Künstlerinnen und Künstler wurden wieder lebendig, und man bekam einen faszinierenden Einblick in ihre Welt.

Zwischen den gelesenen Passagen erzählte und erklärte Birgit Poppe immer wieder Hintergründe. Zahlreiche Fotos hatte sie ebenfalls mitgebracht, sodass man sich die Menschen, ihre Kunst und die damalige Zeit noch besser vorstellen konnte.

Ein rundum gelungener Abend in einer wunderbaren Buchhandlung! Schön, dass es solche Orte gibt, an denen Bücher und Geschichten auf so lebendige Weise zum Leben erweckt werden.

Für Kerstin endete der Abend leider mit einer kleinen Verletzung. Sie hat mir aber versichert, dass es langsam besser wird. Das freut mich sehr! ❤️

Liebe Kerstin, ich wünsche dir weiterhin gute Besserung und alles Gute! 🍀




Sonntag, 18. Oktober 2026

"Alte Pfade" von Alexa Hennig von Lange

Manchmal muss man alte Wege gehen, um sich neu zu begegnen

Liliane ist frisch geschieden und gerade von ihrem ersten Urlaub ohne Ehemann zurückgekehrt, als sie die Nachricht erreicht, dass ihr 89-jähriger Vater in Schottland im Krankenhaus liegt. Er wollte allein durch die schottischen Highlands wandern – auf einem Weg, den er bereits als junger Student gegangen ist. Die Ärzte raten ihm dringend, sich zu schonen. Liliane macht sich auf den Weg, um ihren Vater nach Hause zu holen. Doch der alte Herr denkt gar nicht daran, seine Wanderung abzubrechen. Er ist stur und will weiter. Also beschließt Liliane kurzerhand, ihn zu begleiten. Und das, obwohl sie alles andere als gut für eine solche Tour ausgerüstet ist. 

Gemeinsam mit den beiden begeben wir uns auf eine Reise durch die ursprüngliche, raue Schönheit der schottischen Highlands. Die Autorin ist den Weg ihres Vaters selbst noch einmal gegangen, und das spürt man beim Lesen. Die Landschaft wird so lebendig beschrieben, dass man die Weite förmlich vor Augen hat und glaubt, die klare, frische Luft selbst einzuatmen. Eine wunderbare Kulisse für eine Geschichte, die weit mehr ist als ein Wanderabenteuer.

Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Sie scheint über all die Jahre von emotionaler Kühle, Distanz und einer gewissen Dominanz des Vaters geprägt worden zu sein. Doch nach und nach erfahren wir, was diesen Mann geformt hat: seine Kriegserlebnisse, die Flucht aus der Heimat und schließlich der Suizid seiner Frau. Mit drei Kindern blieb er allein zurück und musste seinen eigenen Weg finden, mit all diesen Schicksalsschlägen umzugehen. Bis heute scheint ihn etwas anzutreiben, als könne er einfach nicht zur Ruhe kommen.

Auch Liliane trägt ihre Verletzungen mit sich. Die Beziehung zu ihrem Vater hat sie geprägt, und die Scheidung ist ein weiterer Einschnitt in ihrem Leben. Besonders schmerzhaft ist, dass ihr Sohn nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu ihr möchte.

Auf den gemeinsamen Etappen durch die Highlands verändert sich etwas zwischen den beiden. Sie kommen sich näher, sprechen miteinander und beginnen, hinter die Fassaden des jeweils anderen zu schauen. Was jahrelang unausgesprochen blieb, bekommt endlich Raum. Vater und Tochter lernen sich noch einmal ganz neu kennen – und vielleicht gelingt es ihnen gerade jetzt, einander wirklich zu verstehen.

Mein Fazit:

Alte Pfade ist ein unglaublich berührender Roman. Leise und intensiv erzählt Alexa Hennig von Lange von familiären Verletzungen, alten Wunden und den Spuren, die das Leben in uns hinterlässt. Es geht um Abschiede, um Neuanfänge und um die Möglichkeit, sich selbst und anderen auch nach vielen Jahren noch einmal neu zu begegnen.

Ein Roman, der nachdenklich macht und noch lange nachklingt. Denn manchmal muss man sich gemeinsam auf den Weg machen, um einander endlich näherzukommen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!




 

Herzlichen Dank an das Verlagsteam, 
dass ich diesen sehr berührenden Roman
 lesen und vorstellen durfte!


#dumont 


Sonntag, 4. Oktober 2026

"Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht." von Jakob Schwerdtfeger

Kunstgeschichte mit Humor – unterhaltsam, verständlich und überraschend lehrreich

Kunstbücher sind in der Regel eher sachlich geschrieben. Nicht selten erinnern sie mich an ein Lexikon oder einen Wikipedia-Eintrag. Jakob Schwerdtfeger macht das ganz anders. Mit viel Humor, einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Fachwissen nimmt er uns mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Kunstgeschichte.

Dabei stellt er verschiedene Kunstepochen und bedeutende Werke vor und erklärt auf humorvolle Weise, worauf es den Künstlern besonders ankam. So erfahren wir beispielsweise, warum in der Gotik Maria oft riesengroß und die Engel dagegen winzig klein dargestellt wurden. Dahinter steckt die sogenannte Bedeutungsperspektive, bei der die Größe einer Figur nicht von ihrer tatsächlichen Erscheinung, sondern von ihrer Bedeutung abhängt.

Auf diese Weise entdecken wir die unterschiedlichen Epochen der Malerei und lernen ganz nebenbei eine Menge über Kunst, Künstler und ihre Werke. Am Ende jedes Kapitels werden die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Kunstepoche noch einmal übersichtlich in Stichpunkten zusammengefasst. Eine tolle Ergänzung, um das Gelesene noch einmal Revue passieren zu lassen.

Vielleicht ist dieses Buch nicht unbedingt für Kunsthistoriker gedacht, aber ganz sicher für ganz normale Museumsbesucher wie du und ich. Jakob Schwerdtfeger gelingt es, Kunstgeschichte verständlich, locker und vor allem unterhaltsam zu vermitteln.

Ein Buch über Kunst, das richtig Spaß macht und bei dem man ganz nebenbei noch eine Menge lernt. Absolut unterhaltsam und eine klare Leseempfehlung!




Ganz herzlichen Dank an das Team von dtv,

 dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!




#dtv

Samstag, 3. Oktober 2026

"Die drei Farben der Liebe" von Sophie Haydock

Zwischen Liebe, Eifersucht und leuchtenden Farben – Henri Matisse und die drei Frauen seines Lebens

Henri Matisse ist zunächst ein mittelloser, unkonventioneller Maler, als er auf einer Hochzeit Amélie kennenlernt. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Schon kurze Zeit später heiraten die beiden. Vierzig Jahre lang steht Amélie an seiner Seite, hält ihm den Rücken frei und unterstützt ihn, wo sie nur kann. Sie nimmt sogar seine uneheliche Tochter Marguerite bei sich auf. Gemeinsam bekommen Henri und Amélie zwei Söhne.

Das Leben ist nicht immer leicht. Henris Kunst ist zunächst noch unbekannt, und Amélie sitzt ihrem Mann häufig Modell. Die Bilder, die damals entstehen, sind heute weltberühmt.

Als die junge Russin Lydia in das Leben der Familie tritt, um Amélie zu unterstützen, die zunehmend kränklich wird, verändert sich alles. Lydia ist schon bald ständig an der Seite des Künstlers. Amélies Eifersucht kennt kaum noch Grenzen. Schließlich stellt sie Henri vor ein Ultimatum: Sie oder ich! Henri entscheidet sich für seine Frau, doch Amélie verlässt ihn trotzdem. Geschieden werden die beiden allerdings nie.

Eine wichtige Rolle spielt auch Tochter Marguerite. Schon als Kind verbringt sie viel Zeit im Atelier ihres Vaters. Amélie ist für sie wie eine richtige Mutter. Auch Marguerite steht Lydia ablehnend gegenüber und sieht in ihr eine Konkurrentin. Doch ist Lydia das wirklich?

Ein wunderbarer Roman aus der Welt der Kunst! Auch wenn hauptsächlich die drei Frauen im Mittelpunkt stehen, die Henri Matisses Leben geprägt haben, erfährt man jede Menge über seine Kunst. Man begleitet ihn bei seinem Schaffen, erlebt seine künstlerische Weiterentwicklung und schließlich auch seinen großen Erfolg.

Sophie Haydock entführt uns in das Frankreich jener Zeit, nach Paris und Nizza. Man spürt förmlich die Sonne und das besondere Licht des Südens. Man sieht die Farben und kann sich ganz in die Welt des Künstlers hineinversetzen.

Ein wunderbarer Roman über Liebe, Eifersucht, Familie und die Kunst, der mich begeistert hat. Absolute Leseempfehlung!




#vorablesen