Freitag, 5. Juni 2020

"Honigduft und Meeresbrise" von Anne Barns

Eine bezaubernde Geschichte aus der Kategorie Wohlfühlromane

Anna trauert um ihre beste Freundin, die bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Bei ihrer Oma in Lüdinghausen versucht Anna auf andere Gedanken zu kommen. Es ist aber nicht nur die Trauer, auch über ihre Beziehung zu Jens muss sie nachdenken.

Da wird ihrer Oma ein Brief zugestellt, der vor rund 80 Jahren an Annas Urgroßmutter adressiert wurde. Gemeinsam lesen die beiden Frauen den Brief und beschließen, nach Ahrenshoop zu fahren, denn dorthin führt der Brief die beiden. 

"Honigduft und Meeresbrise" - eine wunderschöne Geschichte über eine Familie und ihre Geheimnisse, über Freundschaft und Liebe, über Trauer und Neuanfänge. 

Ich liebe die Geschichten der Autorin, führen sie mich in der Regel doch ans Meer. Diesmal spielt die Geschichte an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern, oben, auf meinem geliebten Fischland und dem Darß. Ich konnte mir direkt das heimelige Haus an der Küste vorstellen, das Annas Oma kurzerhand angemietet hat. Ich konnte die Seeluft spüren und wäre so gerne mit Anna und den anderen am Meer spazieren gegangen. 

Das Fischland, der Darß - meine Wohlfühloasen. Es ist jedes Mal wie ein Nachhause-Kommen. Dieses Jahr können wir leider nicht fahren. Dafür hat mich der Roman dorthin gebracht. 

"Honigduft und Meeresbrise" - eine bezaubernde Geschichte aus der Kategorie "Wohlfühlromane". Natürlich am Ende mit tollen Rezepten, so, wie man es von der Autorin gewöhnt ist. 




Taschenbuch
347 Seiten
mtb

Donnerstag, 4. Juni 2020

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche


Mit kleiner Verspätung...





1. Mittagspause auf der Terrasse machen zu können.

2. Ein Fuchs auf der Terrasse!

3. Die Sache mit Tanja, dem Eis und dem großen Löffel!

4. Mit Einwegmaske kann ich viel besser atmen.

5. Viele Ideen für Eiskreationen!

6. Besuch auf Hof Drepper.

7. Die Erkenntnis, im Mai mehr als 10 Bücher gelesen zu haben.

8. Ein herrlich ruhiges Lese-Wochenende.

9. Köstliche Erdbeeren aus Garenfeld. Danke, Papa!
 Die waren super lecker!

10. Die Tropfen von Bitterliebe tun so richtig gut. 

Sonntag, 31. Mai 2020

"Die Tanzenden" von Victoria Mas

Lesehighlight 2020!

Im Jahr 1885 fiebert die Pariser Bourgeoisie dem Mitfastenball entgegen, dem Ball der Verrückten, der jedes Jahr in der berühmten Salpétrière stattfindet. Die geladenen Gäste sind in heller Aufregung. Wie verrückt mögen die Bewohner sein? Werden die Gäste Zeuge sein eines der berüchtigten Anfälle? Sind die verrückten Frauen vielleicht gar gefährlich? Sie freuen sich wie auf den nächsten Besuch eines Tiergartens voller Exoten. Doch auch die Bewohnerinnen der Salpêtrière sind aufgeregt, bietet der Ball doch einmal im Jahr etwas Abwechslung. 

Das Salpétrière, eine Einrichtung, in die Frauen gerne von ihren Vätern, Männern und Brüdern abgeschoben wurden. Abgeschoben, eingewiesen, weil sie zu unbequem wurden, weil sie ihr eigenes Leben leben wollten. Frauen, gerne als Hysterikerinnen abgetan, Frauen mit Depressionen, Frauen mit epileptischen Anfällen, aber auch einfach Frauen, die sich nicht bedingungslos fügen wollten. 

Da ist Eugénie, deren Vater es zuwider ist, dass die junge Frau alleine ein Café aufsucht, um zu lesen. Zudem hat sie die Gabe, Stimmen zu hören. 
Thérèse, ein Missbrauchsopfer, die sich in der Anstalt die Zeit damit vertreibt, Stolen für die anderen zu stricken. Eine Frau, die sich in der Anstalt sicher fühlt. Da ist Louise, eine junge Frau, die immer wieder den Studierenden vorgeführt wird, ein Vorzeigeobjekt, die hypnotisiert wird, ohne Rücksicht, was das alles mit ihr macht. Und da ist Madame Geneviève, die Krankenschwester und Aufseherin, die gerne Ärztin geworden wäre, was ihr als Frau jedoch versagt blieb. 

"Die Tanzenden" - ein faszinierender Roman, der aus der Masse heraussticht! Eine fesselnde und tief bewegende Geschichte über vier Frauen, die Opfer einer von Männern beherrschenden Zeit wurden. Ein sehr intensives Buch, tiefsinnig, berührend. Ein leise Geschichte, eine großartige Geschichte! Kategorie Lesehighlights 2020!




Gebundene Ausgabe
235 Seiten
PIPER




Herzlichen Dank an das Verlagsteam, dass ich diesen außergewöhnlichen Roman lesen und vorstellen durfte!

"Schäfchensommer" von Beate Rygiert

Absoluter Wohlfühlroman!

Ihr sucht nach einem richtig schönen Wohlfühlroman? Dann solltet Ihr unbedingt "Schäfchensommer" von Beate Rygiert lesen! 

Hier geht es um den Lämmerhof, den Elke zusammen mit ihrer Mutter bewirtschaftet. Es ist Tradition in der Familie, dass die Frauen als Schäferinnen arbeiten. Elke liebt ihren Beruf und die einsamen Stunden bei ihrer Herde. Das Leben in der freien Natur, das liegt ihr. 

Leider steckt der Familienbetrieb in finanziellen Schwierigkeiten. Wie soll es weitergehen mit dem Hof inmitten des idyllischen Schwarzwaldes? 

Als hätte Elke nicht schon genug Sorgen, taucht plötzlich auch noch ihre alte Liebe Chris wieder auf. Chris, der sie vor Jahren wegen einer anderen Frau verlassen hat. Und dann ist da auch noch ihre Schwester Julia, die ihren Betreuungsfall Zoe bei ihr abliefert. Das junge Mädchen soll eine Zeit lang auf dem Lämmerhof wohnen und helfen. Anderenfalls muss sie ins Jugendgefängnis. 

Weder Elke noch Zoe sind von der Idee begeistert, doch die gemeinsame Zeit bei der Schafherde lässt die beiden Frauen zueinander finden. 

"Schäfchensommer" - wer die Romane von Beate Rygiert kennt, weiß, dass hier viel mehr dahinter steckt, als der niedliche Titel vermuten lässt. Eine Geschichte über Familie, über Zusammenhalt, über das Verzeihen und über Neuanfänge.  

Wunderschön zu lesen, wie die Elke und Zoe sind langsam annähern. Die eine, noch immer verletzt, weil sie damals verlassen wurde. Die andere, nach dem Unfalltod der Mutter komplett aus der Bahn geworfen und in falsche Kreise geraten. 

"Schäfchensommer" - ganz bezaubernd, ganz viel Liebe und ganz viel Schäfchen! 




Taschenbuch
380 Seiten
blanvalet




Herzlichen Dank an das Verlagsteam, 
dass ich diesen schönen Roman lesen und vorstellen durfte!



Dienstag, 26. Mai 2020

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten 
der vergangenen Woche



Foto: Monika Schulte



Think Pink hat etwas pausiert, doch jetzt möchte ich unbedingt damit weitermachen. 


1. Eine ganze Woche frei!

2. Mehrere Stunden mit Maske überlebt.

3. Ich liebe meine kleine Eismaschine! Micaela Jary sei Dank!

4. Lesezeit auf der Terrasse.

5. Überraschungspost von Dani! Du hast immer die besten Überraschungen! Danke!

6. Die Corona-Zahlen in Hagen sind unter 30!

7. Der Geburtstags-Video-Überraschungs-Chat mit Kerstin!

8. Der Besuch von meinen Eltern am Feiertag! Danke für die Blümchen!

9. Endlich Friseur-Termin! Dank an Feith und sein Team!

10. Der erste Grillabend 2020.

Sonntag, 24. Mai 2020

"Das Fremde in dir" von Christine Neumeyer


Die spannende Geschichte einer Abhängigkeit

Judith, 41 Jahre alt, hat seit 10 Jahren ein Verhältnis mit einem verheirateten Familienvater, der zugleich ein bekannter Politiker ist. Judith arbeitet als Filialleiterin einer Tiernahrungskette in Wien. Eines Tages wird ihr Geschäft überfallen und wegen schlechter Umsatzzahlen wird sie auch noch gekündigt. 

Judith, die sich in einem scheinbar unüberwindbaren Abhängigkeitsverhältnis zu dem Politiker steht, ja, sie ist ihm komplett hörig, beschließt, sich eine Auszeit im Wald zu nehmen. Niemand traut ihr das zu, alle raten davon ab, wissen sie doch von ihrer Orientierungslosigkeit. 

Judith lässt sich nicht beirren, will das Wagnis unbedingt eingehen und hat von Anfang an Pech. Das Wetter ist schlecht und natürlich verirrt sie sich, doch das ist nicht alles. Sie fühlt sich ständig beobachtet und bedroht, obwohl sie niemanden sehen kann. 

Als die vermeintliche Rettung endlich in Sicht ist, geht der Alptraum jedoch erst richtig los. 

"Das Fremde in dir" - in erster Linie die Geschichte eines Abhängigkeitsverhältnisses. Judith ist dem Politiker hörig. Er trägt sie auf Händen, solange sie seine sexuellen Wünsche erfüllt. Judith, die dachte, diesen Mann zu lieben, muss erkennen, dass sich die Gemeinsamkeiten lediglich auf gemeinsame Stunden im Bett beziehen. Eine für den Leser verstörende Abhängigkeit. Man ahnt, worauf es hinaus läuft und ist doch überrascht, wie sich die Sache entwickelt. Super spannend vor allen Dingen im letzten Drittel. 

"Das Fremde in dir" - für alle, die es unblutig mögen, aber dennoch die Spannung lieben.





Taschenbuch
237 Seiten
Thriller-Verlag




Liebe Christine, herzlichen Dank, 
dass ich dein Buch lesen und vorstellen durfte!



Samstag, 23. Mai 2020

"Belmonte" von Antonia Riepp


Absolutes Lese-Highlight!

"Belmonte" ist die Geschichte einer Familie über 4 Generationen hinweg. beginnend 1944 bis hin in die Gegenwart. Simona, deren Großmutter gerade gestorben ist, erbt von dieser ein Haus in den italienischen Marken, von dem sie nichts wusste. Simona, die gerade ihre Arbeit verloren hat und die sich in einer Beziehung befindet, von der sie nicht weiß, ob sie die richtige ist, packt ein paar Sachen und fährt nach Italien. Hier hat sie nicht nur ein Haus mit einem wunderschönen Garten,  hier entdeckt sie Kassetten ihrer Großmutter, die diese für sie besprochen hat. Und hier lernt sie
auch den italienischen Teil ihrer Familie kennen. 

Eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln. Könnte sie hier in Italien einen Neuanfang wagen? 

"Belmonte" - eine spannende und emotionale deutsch-italienische Familiengeschichte und definitiv eines der besten Bücher, die ich bisher in 2020 gelesen habe! Oftmals tragisch und traurig und dennoch wunderschön! Eine Geschichte, die mich restlos begeistert hat.




eBook
448 Seiten
Piper



Diesen wunderbaren Roman habe ich im Rahmen 
der NetGalley-Challenge gelesen. 

Herzlichen Dank, dass ich dabei sein darf!