Ungewöhnlich erzählt, aber ohne mich zu fesseln
Lydia und Hendrick verbringen ihren Urlaub im Haus von Hendricks Mutter an der dänischen Nordsee. Elna lebt zurückgezogen und hat sich ganz der Austernfischerei verschrieben. Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist angespannt. Hendrick, der gerade durch eine wichtige Prüfung gefallen ist, sehnt sich nach ihrer Zuneigung, doch diese bleibt ihm verwehrt. Während er lernt, entwickelt sich zwischen Lydia und Elna eine immer stärkere Anziehung.
Die Austernfischerin ist ein ungewöhnlicher, ruhiger Roman mit einer besonderen Atmosphäre. Das Ende empfand ich allerdings als merkwürdig und etwas unbefriedigend. Insgesamt bin ich mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden.
Gestört hat mich außerdem die Entscheidung, in der wörtlichen Rede auf Ausrufezeichen zu verzichten. Für mich hat das den Lesefluss erschwert und die Dialoge stellenweise ungewohnt wirken lassen.

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