Mittwoch, 3. Juni 2026

"Atlas Obscura" von Joshua Foer, Dylan Thuras und Ella Morton

Eine Welt voller Wunder - zum Staunen, Blättern und Entdecken

Atlas Obscura ist kein Atlas im klassischen Sinne – und genau das macht seinen Reiz aus. Dieses außergewöhnliche Buch lädt nicht dazu ein, es in einem Rutsch durchzulesen. Vielmehr ist es ein Werk, das man immer wieder zur Hand nimmt, um darin zu stöbern, zu staunen und Neues zu entdecken.

Auf jeder Seite begegnet man Orten, Geschichten und Fakten, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Manche sind skurril, manche geheimnisvoll, andere einfach nur wunderschön oder überraschend. Die Mischung aus faszinierenden Texten und eindrucksvollen Bildern macht das Blättern zu einem Erlebnis, das immer wieder Lust auf mehr weckt.

Besonders gefällt mir, dass das Buch nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Neugier entfacht. Man merkt schnell, wie groß und wunderbar eigenartig die Welt ist – und wie viel es jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt.

Durch seine hochwertige Gestaltung und die Fülle an ungewöhnlichen Inhalten eignet sich Atlas Obscura außerdem hervorragend als Geschenk. Es ist eines dieser Bücher, das man gern auf dem Wohnzimmertisch liegen lässt, weil jeder, der es aufschlägt, sofort darin versinkt.

Ein inspirierender, außergewöhnlicher Atlas, der den Blick auf die Welt erweitert und zum Träumen einlädt.







"Fit und schlank mit Hula Hoop" von Corinna Loroff

Bewegung, die Spaß macht

"Fit und schlank mit Hula Hoop" zeigt, dass man den Reifen nicht zwingend um die Körpermitte kreisen lassen muss, um effektiv zu trainieren. Die zahlreichen Übungen sprechen den ganzen Körper an, sind abwechslungsreich und lassen sich problemlos zu Hause nachmachen. Besonders gefällt mir, dass viele Workouts ohne rotierenden Reifen funktionieren – ideal für alle, die körperliche Einschränkungen haben oder sich langsam herantasten möchten.

Die Übungen machen Spaß, sind leicht verständlich erklärt und überraschend wirkungsvoll. Für mich war das Buch ein echter Motivationsschub und eine wunderbare Möglichkeit, trotz Rückenproblemen weiter mit dem Hula Hoop zu trainieren.

Ein empfehlenswertes Buch für alle, die Freude an Bewegung haben – egal ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen.




"Sauerteig. Gutes Brot backen" von Casper André Lugg und Martin Ivar Hveem Fjeld

Perfekter Einstieg in die Welt des Sauerteigs

Wer sein Brot gerne selbst backen möchte, findet in diesem Buch einen gelungenen Einstieg in die Welt des Sauerteigs. Schon beim ersten selbst gebackenen Brot merkt man den Unterschied zu industriell hergestellten Backwaren deutlich - Geschmack, Aroma und Kruste überzeugen auf ganzer Linie.

Die Autoren erklären verständlich und Schritt für Schritt, wie man einen eigenen Sauerteig ansetzt und pflegt. Auch Anfänger werden dabei sicher durch den Prozess geführt. Ist der Sauerteig erst einmal gelungen, eröffnet das Buch eine Vielzahl an Möglichkeiten für köstliche Brote und andere Backwaren.

Besonders hervorzuheben sind die hochwertigen Fotos, die nicht nur die Rezepte anschaulich begleiten, sondern auch sofort Lust aufs Nachbacken machen. Die klar strukturierten Anleitungen und die große Auswahl an abwechslungsreichen Rezepten runden das Gesamtbild ab.

Ein empfehlenswertes Backbuch für alle, die die Kunst des Sauerteigbackens erlernen oder ihre Kenntnisse erweitern wollen. 




Donnerstag, 28. Mai 2026

"Au revoir und tschüss" von Gudrun Lochte

Wenn das Leben plötzlich nach Frankreich ruft

Die 46-jährige Caro ist gefrustet. Ihre Ehe mit Holger ist festgefahren, Liebe spürt sie schon lange nicht mehr. Die beiden Söhne sind inzwischen erwachsen – Zeit für einen Neuanfang? Zumindest Zeit für Veränderungen.

Caro liebt Südfrankreich und bucht kurzerhand einen vierwöchigen Sprachkurs in Uzès. Dort trifft eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aufeinander, die sich sofort sympathisch ist. Und dann ist da auch noch Sprachlehrer Armand, der für einiges Kribbeln in Caros Bauch sorgt.

Für die wirkliche Veränderung in Caros Leben sorgt jedoch das ältere Ehepaar Gustave und Camille, die gemeinsam eine kleine Gewürzmühle betreiben.

Als Leser begleitet man Caro dabei, wie sie Schritt für Schritt aus ihrer inzwischen lieblosen Ehe ausbricht. Südfrankreich lässt nicht nur sie aufblühen, sondern verzaubert auch die Leserinnen und Leser.

Wer kann schon dem Duft frischer Croissants, Pain au chocolat und Lavendel widerstehen? Dazu die Farben und Gerüche des Sommers, französische Musik sowie gemütliche Abende mit gutem Essen und Wein auf dem Dorfplatz – da werden Sehnsüchte geweckt.

Ein wunderbarer Sommerroman, der einen am liebsten sofort die Koffer packen und nach Südfrankreich reisen lassen möchte. Sommerliche Leichtigkeit mit Tiefgang – eine absolute Leseempfehlung!





Herzlichen Dank an das Team von Vorablesen, 
dass ich dieses wunderbare Buch lesen und vorstellen durfte!

Sonntag, 24. Mai 2026

"The Artist: Die Farben des Lichts" von Lucy Steeds

Ein Sommer voller Farben und Geheimnisse. Ein Roman wie ein Gemälde

Die Provence im Jahr 1929: flirrende Hitze, leuchtende Farben, betörende Düfte und ein abgelegenes altes Bauernhaus. Hier trifft Joseph Adelaide, ein junger Journalist, ein. Kurz zuvor erhielt er einen Brief des berühmten Malers Edouard Tartuffe mit den Worten: "Venez. Kommen Sie."

Joseph bekommt die einmalige Gelegenheit, das lang ersehnte Interview mit dem gefeierten Künstler zu führen. Doch Tartuffe stellt eine Bedingung: Joseph muss ihm Modell sitzen.

Tartuffe ist ein besessener Maler, der sich selbst beinahe für eine Art Gott hält. Doch was wäre er ohne seine Nichte Etti? Etti kocht für ihn, umsorgt ihn, putzt, wäscht seine Pinsel und arrangiert die Speisen für seine Bilder. Doch wer ist Etti wirklich?

Als Leser wird man selbst zum Besucher dieses abgelegenen Bauernhauses – Gast und zugleich Zeuge beim Entstehen der Kunstwerke. Man spürt die Hitze des Sommers, das Flirren der Luft und schmeckt beinahe die reifen Pfirsiche. Gleichzeitig erlebt man Tartuffes Genialität, aber auch seinen Zorn und seine Unberechenbarkeit.

Ebenso eindrucksvoll beschreibt Lucy Steeds die zarten Bande der Verliebtheit zwischen Etti und Joseph – und die ständige Angst, entdeckt zu werden.

Zwei junge Menschen, geprägt von den Traumata des Ersten Weltkriegs und dennoch voller Träume und Hoffnung.

Lucy Steeds hat mit diesem Roman ein Werk geschaffen, das den Leser tief in die Welt der Kunst hineinzieht. Ihr ist ein echtes Meisterwerk gelungen. Selten habe ich einen so rundum gelungenen Roman gelesen.





Herzlichen Dank an die Teams von @dtv und @NetGalley, dass ich diesen wunderbaren Roman lesen und vorstellen durfte!


#TheArtist #NetGalleyDE!











Sonntag, 17. Mai 2026

"Der Sommer der Inseltöchter" von Micaela Jary

Zwischen Meer, Pflicht und großer Liebe

"Der Sommer der Inseltöchter" erzählt die Geschichte der Sylter Großfamilie Lassen im Jahr 1843. Merret und Per bewirtschaften gemeinsam ihren Hof, auf dem alle Kinder tatkräftig mithelfen müssen. Per, einst Seemann, hat aus Liebe zu seiner Frau die Seefahrt aufgegeben.

Als sich der Besuch des dänischen Königs auf der Insel ankündigt, hofft Merret auf gute Verbindungen für ihre Töchter, doch die jungen Frauen haben ihren eigenen Kopf und ihre ganz eigenen Träume.

Micaela Jary gelingt es wunderbar, das Leben auf Sylt und Föhr im 19. Jahrhundert lebendig werden zu lassen. Sylt war damals noch eher unbedeutend, während Föhr als Ziel der Sommerfrischler galt. Das Leben der Menschen war hart: Während die Männer zur See fuhren und oft nicht zurückkehrten, kümmerten sich die Frauen um Haus, Hof und Familie.

Besonders eindrucksvoll sind Merrets Töchter – junge Frauen voller Wünsche und Sehnsüchte, denen im arbeitsreichen Alltag kaum Raum blieb. Trotz gesellschaftlicher Erwartungen und Vernunftehen glauben sie an die große Liebe.

Micaela Jary entführt uns mitten in diese Zeit. Wir werden zu Zuschauern und erleben mit, wie sich die jungen Frauen entwickeln, wie sie lieben und leiden. Man nimmt Anteil am Schicksal dieser Familie, die tatsächlich gelebt hat.

Spannend, einfühlsam und mitreißend geschrieben – ein Roman, den man kaum aus der Hand legen kann.






Herzlichen Dank, liebe Micaela, dass ich deinen Roman lesen und vorstellen durfte! Es war mir das reinste Vergnügen! 


Montag, 4. Mai 2026

"Die Briefträgerin" von Francesca Giannone

Zwischen Anpassung und Aufbruch - Eine Frau gegen ihre Zeit

Im Jahr 1934 zieht das frisch verheiratete Paar Carlo und Anna aus dem Norden Italiens in Carlos Heimatdorf Lizzanello im Süden. Für Anna ist dieser Neuanfang alles andere als leicht. Sie passt nicht in die konservative Dorfgemeinschaft – zu selbstständig, zu gebildet, zu anders. Während sie im Norden als Lehrerin gearbeitet hat, soll sie hier plötzlich nur die Rolle der Hausfrau erfüllen. Doch Anna ist nicht bereit, sich damit abzufinden.

Als der langjährige Briefträger stirbt, ergreift sie die Chance und bewirbt sich auf die Stelle – mit Erfolg. Doch auch mit dieser ungewöhnlichen Entscheidung bleibt sie für viele im Dorf die Fremde.

Der Roman basiert auf der Geschichte der Urgroßmutter der Autorin und erzählt von einer Frau, die ihrer Zeit voraus ist. Anna ist eine starke Persönlichkeit mit eigenen Überzeugungen, die sie mutig lebt – auch gegen Widerstände.

Es ist eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Liebe und Verlust – über das Leben in all seinen Facetten. Man fiebert mit Anna mit, leidet und hofft mit ihr.

„Die Briefträgerin“ ist eine leise, unaufgeregte Erzählung – und gerade darin liegt ihre besondere Schönheit. Ein stilles, eindringliches Buch, das noch lange nachhallt.





Herzlichen Dank an das Team von btb und das Bloggerportal, dass ich dieses wunderbare Buch lesen und vorstellen durfte! 



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