Sonntag, 18. Oktober 2026

"Alte Pfade" von Alexa Hennig von Lange

Manchmal muss man alte Wege gehen, um sich neu zu begegnen

Liliane ist frisch geschieden und gerade von ihrem ersten Urlaub ohne Ehemann zurückgekehrt, als sie die Nachricht erreicht, dass ihr 89-jähriger Vater in Schottland im Krankenhaus liegt. Er wollte allein durch die schottischen Highlands wandern – auf einem Weg, den er bereits als junger Student gegangen ist. Die Ärzte raten ihm dringend, sich zu schonen. Liliane macht sich auf den Weg, um ihren Vater nach Hause zu holen. Doch der alte Herr denkt gar nicht daran, seine Wanderung abzubrechen. Er ist stur und will weiter. Also beschließt Liliane kurzerhand, ihn zu begleiten. Und das, obwohl sie alles andere als gut für eine solche Tour ausgerüstet ist. 

Gemeinsam mit den beiden begeben wir uns auf eine Reise durch die ursprüngliche, raue Schönheit der schottischen Highlands. Die Autorin ist den Weg ihres Vaters selbst noch einmal gegangen, und das spürt man beim Lesen. Die Landschaft wird so lebendig beschrieben, dass man die Weite förmlich vor Augen hat und glaubt, die klare, frische Luft selbst einzuatmen. Eine wunderbare Kulisse für eine Geschichte, die weit mehr ist als ein Wanderabenteuer.

Im Mittelpunkt steht die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Sie scheint über all die Jahre von emotionaler Kühle, Distanz und einer gewissen Dominanz des Vaters geprägt worden zu sein. Doch nach und nach erfahren wir, was diesen Mann geformt hat: seine Kriegserlebnisse, die Flucht aus der Heimat und schließlich der Suizid seiner Frau. Mit drei Kindern blieb er allein zurück und musste seinen eigenen Weg finden, mit all diesen Schicksalsschlägen umzugehen. Bis heute scheint ihn etwas anzutreiben, als könne er einfach nicht zur Ruhe kommen.

Auch Liliane trägt ihre Verletzungen mit sich. Die Beziehung zu ihrem Vater hat sie geprägt, und die Scheidung ist ein weiterer Einschnitt in ihrem Leben. Besonders schmerzhaft ist, dass ihr Sohn nach der Trennung keinen Kontakt mehr zu ihr möchte.

Auf den gemeinsamen Etappen durch die Highlands verändert sich etwas zwischen den beiden. Sie kommen sich näher, sprechen miteinander und beginnen, hinter die Fassaden des jeweils anderen zu schauen. Was jahrelang unausgesprochen blieb, bekommt endlich Raum. Vater und Tochter lernen sich noch einmal ganz neu kennen – und vielleicht gelingt es ihnen gerade jetzt, einander wirklich zu verstehen.

Mein Fazit:

Alte Pfade ist ein unglaublich berührender Roman. Leise und intensiv erzählt Alexa Hennig von Lange von familiären Verletzungen, alten Wunden und den Spuren, die das Leben in uns hinterlässt. Es geht um Abschiede, um Neuanfänge und um die Möglichkeit, sich selbst und anderen auch nach vielen Jahren noch einmal neu zu begegnen.

Ein Roman, der nachdenklich macht und noch lange nachklingt. Denn manchmal muss man sich gemeinsam auf den Weg machen, um einander endlich näherzukommen.

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!




 

Herzlichen Dank an das Verlagsteam, 
dass ich diesen sehr berührenden Roman
 lesen und vorstellen durfte!


#dumont 


Sonntag, 4. Oktober 2026

"Punkt Punkt Komma Strich, fertig ist die Kunstgeschicht." von Jakob Schwerdtfeger

Kunstgeschichte mit Humor – unterhaltsam, verständlich und überraschend lehrreich

Kunstbücher sind in der Regel eher sachlich geschrieben. Nicht selten erinnern sie mich an ein Lexikon oder einen Wikipedia-Eintrag. Jakob Schwerdtfeger macht das ganz anders. Mit viel Humor, einem Augenzwinkern und einer gehörigen Portion Fachwissen nimmt er uns mit auf eine unterhaltsame Reise durch die Kunstgeschichte.

Dabei stellt er verschiedene Kunstepochen und bedeutende Werke vor und erklärt auf humorvolle Weise, worauf es den Künstlern besonders ankam. So erfahren wir beispielsweise, warum in der Gotik Maria oft riesengroß und die Engel dagegen winzig klein dargestellt wurden. Dahinter steckt die sogenannte Bedeutungsperspektive, bei der die Größe einer Figur nicht von ihrer tatsächlichen Erscheinung, sondern von ihrer Bedeutung abhängt.

Auf diese Weise entdecken wir die unterschiedlichen Epochen der Malerei und lernen ganz nebenbei eine Menge über Kunst, Künstler und ihre Werke. Am Ende jedes Kapitels werden die wichtigsten Merkmale der jeweiligen Kunstepoche noch einmal übersichtlich in Stichpunkten zusammengefasst. Eine tolle Ergänzung, um das Gelesene noch einmal Revue passieren zu lassen.

Vielleicht ist dieses Buch nicht unbedingt für Kunsthistoriker gedacht, aber ganz sicher für ganz normale Museumsbesucher wie du und ich. Jakob Schwerdtfeger gelingt es, Kunstgeschichte verständlich, locker und vor allem unterhaltsam zu vermitteln.

Ein Buch über Kunst, das richtig Spaß macht und bei dem man ganz nebenbei noch eine Menge lernt. Absolut unterhaltsam und eine klare Leseempfehlung!




Ganz herzlichen Dank an das Team von dtv,

 dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!




#dtv

Samstag, 3. Oktober 2026

"Die drei Farben der Liebe" von Sophie Haydock

Zwischen Liebe, Eifersucht und leuchtenden Farben – Henri Matisse und die drei Frauen seines Lebens

Henri Matisse ist zunächst ein mittelloser, unkonventioneller Maler, als er auf einer Hochzeit Amélie kennenlernt. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Schon kurze Zeit später heiraten die beiden. Vierzig Jahre lang steht Amélie an seiner Seite, hält ihm den Rücken frei und unterstützt ihn, wo sie nur kann. Sie nimmt sogar seine uneheliche Tochter Marguerite bei sich auf. Gemeinsam bekommen Henri und Amélie zwei Söhne.

Das Leben ist nicht immer leicht. Henris Kunst ist zunächst noch unbekannt, und Amélie sitzt ihrem Mann häufig Modell. Die Bilder, die damals entstehen, sind heute weltberühmt.

Als die junge Russin Lydia in das Leben der Familie tritt, um Amélie zu unterstützen, die zunehmend kränklich wird, verändert sich alles. Lydia ist schon bald ständig an der Seite des Künstlers. Amélies Eifersucht kennt kaum noch Grenzen. Schließlich stellt sie Henri vor ein Ultimatum: Sie oder ich! Henri entscheidet sich für seine Frau, doch Amélie verlässt ihn trotzdem. Geschieden werden die beiden allerdings nie.

Eine wichtige Rolle spielt auch Tochter Marguerite. Schon als Kind verbringt sie viel Zeit im Atelier ihres Vaters. Amélie ist für sie wie eine richtige Mutter. Auch Marguerite steht Lydia ablehnend gegenüber und sieht in ihr eine Konkurrentin. Doch ist Lydia das wirklich?

Ein wunderbarer Roman aus der Welt der Kunst! Auch wenn hauptsächlich die drei Frauen im Mittelpunkt stehen, die Henri Matisses Leben geprägt haben, erfährt man jede Menge über seine Kunst. Man begleitet ihn bei seinem Schaffen, erlebt seine künstlerische Weiterentwicklung und schließlich auch seinen großen Erfolg.

Sophie Haydock entführt uns in das Frankreich jener Zeit, nach Paris und Nizza. Man spürt förmlich die Sonne und das besondere Licht des Südens. Man sieht die Farben und kann sich ganz in die Welt des Künstlers hineinversetzen.

Ein wunderbarer Roman über Liebe, Eifersucht, Familie und die Kunst, der mich begeistert hat. Absolute Leseempfehlung!




#vorablesen

Donnerstag, 24. September 2026

Kunstgeschichte mit Humor

Gestern Abend gab es im Osthaus-Museum Hagen eine ganz 
besondere Lese-Show: Jakob Schwerdtfeger war zu Gast – Kunsthistoriker und Stand-up-Comedian in einer Person. 

Jakob Schwerdtfeger


Bevor die Show begann, begrüßte mein Chef, Prof. Dr. Rainer Stamm, Direktor des Osthaus-Museums Hagen, die Gäste und hieß Jakob Schwerdtfeger herzlich im Museum willkommen. Dann gehörte die 
Bühne dem Kunsthistoriker und Comedian.


Prof. Dr. Rainer Stamm
Direktor Osthaus Museum Hagen

Und genau diese Mischung macht seinen Auftritt so besonders.

Auf unnachahmliche Art und Weise bringt er dem Publikum seine Sicht auf die Kunst näher: locker, witzig und wunderbar authentisch. Zwischen Anekdoten, Funfacts und jeder Menge Humor nimmt er uns mit auf eine kurzweilige Reise durch rund 1000 Jahre Kunstgeschichte.




Ob Renaissance, Barock oder Moderne – Jakob Schwerdtfeger findet zu jeder Epoche etwas zu erzählen und natürlich auch zu zeigen. Besonders schön fand ich, dass er dabei sogar Bilder aus der aktuellen Ausstellung des Osthaus-Museums Hagen in sein Programm eingebaut hat. So wurde der Abend noch einmal ganz unmittelbar mit dem Museum verbunden.




Gelesen hat er aus seinem Buch "Punkt, Punkt, Komma, Strich – fertig ist die Kunstgeschicht.", aber eine klassische Lesung war es 
eigentlich nicht. Immer wieder wechselte er zwischen Texten, 
Bildern und Erklärungen – und genau das machte die 
80 Minuten so abwechslungsreich.




Er ist witzig, er ist authentisch und man merkt ihm an, wie sehr er für Kunst brennt. Dabei schafft er es, Kunstgeschichte unterhaltsam und leicht zugänglich zu vermitteln, ohne dass es jemals langweilig wird.




Ein wirklich großartiger Abend! Die 80 Minuten vergingen 
wie im Flug – und ich hätte Jakob Schwerdtfeger definitiv 
noch viel länger zuhören können. 😊



#dtv

Samstag, 19. September 2026

"Der Künstlerinnen-Klub" von Hanka Meves

Mutige Frauen, große Kunst und der Aufbruch in die Moderne

Was für ein genialer Roman aus der Welt der Kunst!

Wir befinden uns in den Jahren 1911/1912 in Köln. Die Freundinnen Emmy Worringer und Olga Oppenheimer gründen im Gereonshaus den Künstlerinnen-Klub. Hier wird Kunst gezeigt, aber auch über Kunst und Kultur gesprochen, diskutiert und gefördert. Ihr besonderes Anliegen ist es, die neu aufkommenden Expressionisten einem Publikum zugänglich zu machen.

Mutig waren sie allemal: Münter, Picasso, Macke, Marc und viele andere Künstler ihrer Zeit zu zeigen, war damals alles andere als selbstverständlich. Die Presse ignoriert den Künstlerinnen-Klub völlig – kein Wort, keine Erwähnung. Erst die Sonderbundausstellung in Köln, die sowohl beim Publikum als auch bei den Verkäufen große Erfolge feiert, bringt die moderne Kunst und ihre Protagonisten stärker in den Fokus der Öffentlichkeit. Die neue Kunst ist nicht mehr aufzuhalten.

Als Leser begleiten wir Emmy, die die Ausstellungen organisiert, und Olga, die selbst Malerin ist, zu Ausstellungen in Museen und Galerien. Wir sind außerdem bei den Treffen des Künstlerinnen-Klubs dabei und bekommen einen wunderbaren Einblick in die Kunstszene dieser aufregenden Zeit.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive der fiktiven Figur Mimi, einer Küchenhilfe im Haushalt der Worringers. Immer wieder darf sie Emmy und Olga begleiten und unterstützt die beiden Frauen tatkräftig. Durch Mimi bekommt die Geschichte eine ganz besondere, persönliche Perspektive.

Im Roman werden die kunstbegeisterten Frauen Olga Oppenheimer und Emmy Worringer wieder lebendig. Zwei großartige Frauen, die zu ihrer Zeit etwas völlig Neues gewagt haben – und damit Wege beschritten, die für Frauen heute selbstverständlich erscheinen.

Ein großartiger Roman: spannend, lebendig und voller Kunst und Farbe!

Für mich persönlich war die Geschichte noch aus einem ganz anderen Grund besonders spannend: Auch der Kunstförderer Karl Ernst Osthaus wird erwähnt – einer der bedeutendsten Kunstförderer seiner Zeit, erster Vorsitzender der Sonderbundausstellung in Köln und Gründer des Folkwang Museums in Hagen, dem heutigen Osthaus Museum Hagen. Gerade diese Verbindung zu Hagen hat das Buch für mich zu einem besonderen Leseerlebnis gemacht.

Eine spannende Geschichte mit historischem Hintergrund, viel Kunst und faszinierenden Frauen, die ihrer Zeit voraus waren. Nicht nur für Kunstfreunde ein absoluter Lesegenuss!






Ganz, ganz herzlichen Dank an den emons-Verlag, 
dass ich diesen wunderbaren Roman lesen und vorstellen durfte!


#emons


Mittwoch, 2. September 2026

"Wildboden" von Constantin Lieb

Zwischen Kunst, Abhängigkeit und Liebe

Der Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling führen in den Schweizer Bergen ein einfaches, zurückgezogenes Leben. Im kleinen Ort Frauenkirch sind sie nie wirklich bei den Menschen angekommen. Die Bewohner begegnen ihnen eher misstrauisch und zurückhaltend. Während Kirchner die Abgeschiedenheit und die Ruhe schätzt, leidet Erna darunter. Ihr fehlt die Großstadt, ihr fehlt Berlin.

Auch psychisch geht es Erna zunehmend schlechter. Ihre Depressionen verschlimmern sich, doch sie steht bis zum Schluss zu Kirchner und ist immer für ihn da. Dabei ist auch sein eigenes Leben von schweren Dämonen geprägt. Seit dem Ersten Weltkrieg traumatisiert, medikamentenabhängig und später sogar morphinabhängig, geht es Kirchner zunehmend schlechter. Er kann charmant und zuvorkommend sein, gleichzeitig aber auch herablassend und verletzend. Seine Kunst gilt in Deutschland inzwischen als "entartet", und auch persönlich gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen.

Zwischen Ernst Ludwig und Erna besteht eine zutiefst toxische Beziehung. Sie können nicht wirklich miteinander – und doch können sie auch nicht ohne einander sein. Erna hält zu ihm, versucht, ihn aufzufangen und mit seinen Stimmungsschwankungen und Abhängigkeiten zu leben. Trotz aller Belastungen bleibt sie bis zu seinem Tod an seiner Seite. Doch Kirchners Dämonen gewinnen schließlich die Oberhand: Er nimmt sich das Leben.

"Wildboden" ist trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Düsternis, die über dem Leben der beiden Protagonisten liegt, ein unglaublich mitreißender Roman. Constantin Lieb erzählt fesselnd und sprachgewaltig. Besonders beeindruckend fand ich, wie unmittelbar man in Kirchners Welt eintaucht und miterlebt, wie in seinem Kopf ein neues Bild entsteht – unabhängig davon, unter welchen Lebensumständen er sich gerade befindet.

Die Atmosphäre der Schweizer Berge, Kirchners innere Zerrissenheit und die schwierige Beziehung zu Erna werden so eindringlich beschrieben, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann. Die Spannung bleibt bis zum Finale erhalten, und das Ende ist zugleich erschütternd und sehr berührend.

Ein intensiver, sprachgewaltiger Roman über einen großen Künstler, seine Dämonen und eine Frau, die trotz aller Schwierigkeiten bis zum Schluss an seiner Seite bleibt.

Nicht nur für Kunstbegeisterte eine Empfehlung!





Herzlichen Dank an den INSEL-Verlag, 

dass ich den Roman lesen und vorstellen durfte!


Sonntag, 30. August 2026

"Der Betrachter" von Judith Fanto

Sechs Freunde und eine Zeit, die alles verändert


1916 wird Manno jäh aus seinem bisherigen Leben gerissen. Nach dem Tod seiner Mutter – einem Unfall mit Todesfolge – wird er zu seiner Tante Edmonda nach Wien geschickt. Dort verdient sie ihren Lebensunterhalt auf eine zunächst wenig rühmliche Art und Weise. Was genau dahintersteckt, wird Manno allerdings erst viele Jahre später erfahren.

Ein Privatlehrer erkennt Mannos künstlerisches Talent und fördert ihn. Schließlich besucht er eine Sommerschule – und dieser Aufenthalt wird zu einem entscheidenden Glücksfall in seinem Leben. Denn dort lernt er Béla, Franzi, Max, Bertl und Lotte kennen. Zwischen den sechs Jugendlichen entsteht sofort eine enge, eingeschworene Freundschaft, die sie über viele Jahre hinweg verbindet. Immer wieder verbringen sie gemeinsam ihre Ferien am Altaussee. Doch kann diese Freundschaft wirklich allen Widrigkeiten standhalten?

Wien verändert sich. Die politische Lage wird zunehmend bedrohlicher, Hitler marschiert in Österreich ein und die Spannungen innerhalb der Gesellschaft nehmen zu. Zwei der Freunde sind jüdisch, einer fühlt sich zu Männern hingezogen. Und plötzlich gerät auch die Freundschaft selbst in Gefahr: Béla wird von Bertl erpresst.

Die politische Situation verschärft sich immer weiter. Manno kehrt schließlich nach Haarlem zurück, doch auch dort übernehmen die Nationalsozialisten die Macht. Um der Zwangsarbeit zu entgehen, muss Manno sich verstecken. Erst später kommt es wieder zu Begegnungen mit seinen ehemaligen Freunden. Doch kann nach den Jahren des Krieges und all dem Erlebten jemals wieder das entstehen, was sie einst miteinander verbunden hat?

Manno ist der Betrachter und zugleich der Erzähler dieser Geschichte. Durch seine Augen erlebt man die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die immer stärker in das Leben der Freunde eingreifen.

Judith Fanto erzählt sehr eindringlich, intensiv und berührend. Der Roman entwickelt einen regelrechten Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Die politischen Unwälzungen dieser Zeit sind beim Lesen beinahe spürbar. Gleichzeitig fiebert man mit den sechs Freunden mit und fragt sich immer wieder, ob ihre Freundschaft tatsächlich Bestand haben kann.

Die Geschichte hält einige unerwartete Wendungen und Ereignisse bereit und hat mich immer wieder überrascht. Besonders beeindruckend fand ich, wie eng die persönliche Geschichte der Figuren mit den politischen Entwicklungen dieser Zeit verwoben ist.

Eine eindringliche, bewegende und zugleich spannende Geschichte über Freundschaft, Verrat, Liebe, Verfolgung und die Auswirkungen politischer Gewalt auf das Leben einzelner Menschen.

Ein absolutes Lese-Highlight!






Herzlichen Dank an die Teams von NetGalley und Kein & Aber, 
dass ich dieses Buch lesen und vorstellen durfte!



#DerBetrachter #NetGalleyDE!