Sonntag, 12. Januar 2020

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche






1. Zwei erste Treffen des Orga-Teams 55plus der Matthäuskirche mit richtig guten ersten Ergebnissen und netten Menschen.

2. Vogelgezwitscher am Bahnhof.

3. Der erste Schritt zum Minusstundenabbau ist getan.

4. Eine Kollegin mit Kuhbonbons glücklich gemacht.

5. Die Sache mit der Sparkasse. Ich bin eine Katze!

6. Endlich Arzttermine gemacht und nicht mehr aufgeschoben.

7. Nettes Gespräch mit zwei Damen beim Dermatologen.

8. Die gemütlichen Socken von Doris. Danke, Doris!

9. Wenn der Sohn morgens nach Hause kommt 
und frische, leckere Brötchen mitbringt!

10. Die ersten positiven Rückmeldungen 
für 55plus, was Veranstaltungen angeht 
(betreffend Stadtspaziergänge, Vorträge und Lesungen).

Mittwoch, 8. Januar 2020

"Unter Wölfen: Nürnberg 1942. Isaak Rubinstein ermittelt

Spannung pur mit kleinem Aber

Im Jahr 1942 wollen die Nationalsozialisten Nürnberg unbedingt judenfrei bekommen. Dazu sind ihnen alle Mittel recht. Um seine Familie zu retten, wendet sich der Antiquar Isaak Rubinstein an die Widerstandskämpferin Clara Pflüger, eine frühere Freundin von ihm. Die hat jedoch eine Bedingung. Während sie seine Familie in Sicherheit bringt, hat er in die Rolle des Sonderermittlers Adolf Weissmann zu schlüpfen, auf den die Widerstandskämpfer ein Attentat verübt haben. Weissmann soll den Mord an der berühmten Schauspielerin Lotte Lanner aufklären. Fortan geht Isaak in der Gestapozentrale ein und aus. Was die Widerstandskämpfer nicht wissen, Adolf Weismann hat den Anschlag überlebt.

"Unter Wölfen" - einmal angefangen, legt man das Buch nicht mehr zur Seite. Mit jeder Seite wird es spannender. Alex Beer gelingt es sehr gut, das Gesellschaftsbild jener düsteren Jahre lebendig werden zu lassen. Bilder der Angst entstehen vor dem inneren Auge. Man kann die Angst förmlich spüren. 

Die Geschichte, der Fall, ist äußerst spannend geschrieben. Das Ende ist für mich jedoch nicht wirklich glaubhaft. Ein bisschen "Too Much" der guten Zufälle. Ein einfacher Antiquar wird erfolgreich Ermittler im Gestapo-Hauptquartier? Nun ja, der Spannung tut es tatsächlich keinen Abbruch, büßt bei mir allerdings einen Punkt ein. 




Broschierte Ausgabe
368 Seiten
Limes Verlag



Herzlichen Dank an das Verlagsteam!

Freitag, 3. Januar 2020

Meine Dezember-Bücher

Und hier sind meine 
im Dezember gelesenen Bücher:



"Alle Tage, die wir leben" von Dagmar Hansen

Eine eher leise Geschichte, wie ich sie ganz besonders mag!

Als hätte Tilda nicht schon genug Probleme damit, dass sie in Kürze 60 wird, wird sie nicht nur von ihrem Freund sitzen gelassen, sie verliert auch noch ihren größten Kunden für ihr Schreibbüro. Ihre Freundinnen Dani und Anke haben jedoch eine Idee. Tilda soll einfach mal die Kleinanzeigen bei eBay studieren. Vielleicht findet sie da ja einen lukrativen Job. Was hat Tilda schon zu verlieren? 

Sie bewirbt sich auf die Anzeige der 84-jährigen Ruth. Die alte Dame sucht eine Privatsekretärin, die mit ihr zusammen die letzten Dinge des Lebens ordnen soll, das sogenannte Death Cleaning, was auf schwedisch Döstadning heißt und doch gleich viel besser klingt. 

Tilda wird tatsächlich genommen und Ruth und sie kommen sofort miteinander klar und machen sich ans Werk. Dabei kann Tilda noch einiges von der viel älteren Ruth lernen, doch Ruth räumt nicht nur mit Gegenständen auf. Sie versucht auch mit Missverständnissen aufzuräumen, die in der Vergangenheit liegen. Da ist die Sache mit ihrer Schwester und auch mit ihrer ehemals besten Freundin, die ihr immer noch zu schaffen machen und die endlich angehen möchte. 

"Alle Tage, die wir leben" - ein wunderbarer Roman über das Älterwerden, über Familie und Freundschaft. Ein Roman, der zeigt, dass auch die zweite Lebenshälfte noch voller Überraschungen stecken kann. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang! Eine Geschichte mit Personen, die man einfach mögen muss, aber auch eine Geschichte, die berührt und manches Mal nachdenklich stimmt. Was hält das Leben für einen selbst noch bereit? Was kann man vielleicht ändern? 

"Alle Tage, die wir leben" - es ist eine dieser leisen Geschichten, wie ich sie ganz besonders mag. Eine Geschichte, bei der man sich wohlfühlt. Aber Vorsicht! Der Roman animiert zum Aufräumen! Wer mich kennt, der weiß, dass ich regemäßig aufräume, aber dieser Roman hat mich noch während des Lesens dazu gebracht, mich zu fragen, was ich wirklich benötige und was nicht und so konnte ich auch wieder einige Menschen glücklich machen mit Dingen, die ich nicht mehr brauche, aber die anderen. 




Taschenbuch
320 Seiten
rororo



Liebe Dagmar, herzlichen Dank für 
diese wunderbare Geschichte!

Dankeschön auch an das Verlagsteam
 für das Übersenden des Buches!





Dienstag, 31. Dezember 2019

Danke!

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und ich möchte einfach noch einmal Danke sagen.

Danke, dass es Euch alle gibt! 
Danke für all die wunderbaren Begegnungen und Treffen!
Danke für gemütliche Stunden bei Kuchen und Tee, bei Pizza und Pasta!
Danke für die Momente, die mit Quatschen über Gott und die Welt und mit viel Lachen erfüllt waren!
Danke an meine Eltern, dass Ihr immer noch für uns da seid!
Danke an meine Freunde, im echten wie im virtuellen Leben, einfach, dass wir immer einen tollen Austausch haben. 
Danke an meine Kolleginnen und Kollegen für Euer Vertrauen, die persönlichen Momente und den meist doch sehr netten Alltag mit Euch!
Danke an alle meine Autorinnen und Autoren für Eure Geschichten (und Entschuldigung dafür, dass ich in diesem Jahr nicht alle Bücher lesen konnte)! 
Ein besonderes Dankeschön geht an diejenigen, die sich immer wieder bereit erklären, bei mir im Wohnzimmer zu lesen! Es ist jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis.




2019 war für mich persönlich nicht immer so toll. Schon wieder ein Krankenhausaufenthalt, zum Jahresende noch eine Diagnose meinen linken Fuß betreffend, die nicht so toll ist und einiges mehr. Deshalb steht auf der Wunschliste für 2020 ganz oben und zwischendurch auch immer wieder Gesundheit. Aber es gab auch so viele wunderbare Dinge und Momente, die ich nicht missen möchte und an denen viele von Euch beteiligt waren. 

Ich freue mich auf das neue Jahr und bin gespannt, was es für uns alle bereithalten wird. Ich freue mich auch auf hoffentlich wieder viele tolle Stunden und Begegnungen mit Euch! 

Alles Liebe,

Eure Monika





Samstag, 28. Dezember 2019

"Das Weihnachtslied" von Angelika Schwarzhuber

Eine ganz wunderbare Wohlfühlgeschichte!

Mia ist mit Leib und Seele Musiklehrerin an einem Gymnasium. Mit dem Schulchor studiert sie seit langem die Lieder ein, die auf dem Weihnachtskonzert vorgetragen werden sollen. Mia hat jedoch kein gutes Verhältnis zur Rektorin der Schule. Als sie einem Mädchen, das ihrer Meinung nach nicht gut genug für den Chor ist, die Mitgliedschaft verweigert, reicht es der Rektorin. Mia erhält die Kündigung. Ihren Job erhält stattdessen der junge Musiklehrer Daniel, doch die Kinder weigern sich, mit ihm zu proben. Sie wollen ihre Lehrerin zurück, doch so einfach ist das nicht.

Als dann auch noch Mias geliebter Vater stirbt, ist ihre Welt ein einziger Scherbenhaufen. Sie informiert ihre Zwillingsschwester Valerie, die seit vielen Jahren in New York bei der Mutter lebt. Als Kinder wurden die Zwillinge getrennt. Die Schwestern haben eigentlich nie verstanden, was der Grund dafür war. 

Valerie bucht sofort einen Flug nach Deutschland, um ihrer Schwester beizustehen, doch die Annäherung an Mia fällt schwer. Die Zwillingsschwestern waren einfach zu lange voneinander getrennt. Ihrer beider Leben gestaltete sich so komplett anders. Während Mia Musiklehrerin wurde und sich zudem in letzter Zeit um den demenzkranken Vater gekümmert hat, hat Valerie Karriere in der Firma des Stiefvaters gemacht. Ob Sebastian vielleicht helfen kann, der Freund aus Kinder- und Jugendtagen?

Dann entdeckt Mia in den Unterlagen ihres Vaters Noten. Noten für ein Weihnachtslied, das er seiner Tochter Valerie gewidmet hat. Mia vollendet das Lied. Kann das Lied schaffen, was niemand zu hoffen gewagt hat? Wird das Lied die Schwestern wieder zusammenführen?

"Das Weihnachtslied" - es ist eine dieser Wohlfühlgeschichten, bei denen man sich entspannt zurücklehnen und Seite für Seite genießen kann. Eine Geschichte, in der es um die Trennung eines Ehe- und eines Geschwisterpaares geht. Die Geschichte handelt aber auch von Liebe. Von Liebe zu den Menschen, von Liebe zum Beruf. 

Angelika Schwarzhuber versteht es wieder einmal, den Leser mit ihrer neuen Wintergeschichte zu verzaubern. Ich schreibe extra Wintergeschichte, denn ich finde, man kann diese Geschichte auch wunderbar noch nach Weihnachten lesen und genießen. 




Taschenbuch
416 Seiten
Blanvalet



Liebe Angelika, ganz, ganz herzlichen 
Dank für diese wunderbare Geschichte!




Samstag, 21. Dezember 2019

"Bratapfel am Meer" von Anne Barns

Ein Wohlfühl-Roman, den man einfach lieben muss!

Caro, die als Intensivkrankenschwester arbeitet und von ihrem Mann getrennt lebt, braucht dringend eine Auszeit. Obwohl es in ihrem Beruf zum Alltag gehört von Menschen Abschied zu nehmen, trifft es sie diesmal ganz besonders, als Elfriede Fischermann stirbt. Die alte Dame hinterlässt ihr eine Kette, ein sogenanntes Filigran, mit der Bitte, diese Kette nach Juist zu ihrer großen Liebe zu bringen. Caro möchte der alten Dame unbedingt diesen letzten Wunsch erfüllen. 

So packt sie ihr Auto, schnappt sich ihren Bobtail Einstein und fährt los. Ein paar Tage Urlaub am Meer. Kalte, klare Luft. Den Kopf frei machen, die Stille genießen und vielleicht findet sie ja auch die geheimnisvolle Person, der sie die Kette mit dem Filigran übergeben soll.

Unterwegs nimmt Caro noch einen Anhalter mit. Etwas, das sie sonst nie tun würde, doch sie kennt Max. Er ist ein bekannter Koch. Vor Jahren hat sie sich um seine sterbenskranke Frau gekümmert. 

Auf Juist angekommen, wird Caro sofort herzlich Willkommen geheißen und wie eine gute Freundin aufgenommen. Hier begegnet sie auch Max wieder. Caro verliebt sich in ihn, doch er kann immer noch nicht von seiner verstorbenen Frau los lassen. 

"Bratapfel am Meer" - was für ein schöner Roman! Man bekommt so richtig Lust, die kleine Insel im Winter zu besuchen! Ob man dann auch als Gast Käsekuchen im Glas serviert bekommt? Vielleicht darf man ja auch einen der verführerischen Bratäpfel kosten? Beim Lesen habe ich die Landschaft direkt vor mir gesehen. Ich habe den kalten Wind gespürt und die Pferdekutsche gehört. Anne Barns schreibt so bildhaft, dass man das Gefühl bekommt, man sei direkt vor Ort. 

"Bratapfel am Meer" - ein wunderbarer Wohlfühl-Roman, der einfach von der ersten bis zur letzten Seite gut tut. Am besten eingekuschelt auf der Couch bei einem Stück Käsekuchen und einem Glas Apfelpunsch genießen! 



Taschenbuch
352 Seiten
MIRA


Liebe Andrea Russo, herzlichen Dank für diese wunderschöne 
und wohltuende Geschichte! Schön auch, dass wir uns kürzlich in Iserlohn endlich einmal persönlich gegenüberstanden! 
Die Karamellbonbons sind übrigens der Hammer!
 Ich werde mich in Kürze auch darin versuchen.