Samstag, 31. Januar 2015

Wohnzimmerlesung mit Andrea Reichart

Wisst Ihr, auf was ich mich ganz besonders freue? 
Auf meine Wohnzimmerlesung am kommenden Freitag! Andrea Reichart wird zu Gast sein und aus ihren Romanen lesen. Das wird ein wunderbarer Abend mit wunderbaren Menschen!




Donnerstag, 29. Januar 2015

Das Autoren-Interview mit Ursi Breidenbach

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

heute stelle ich Euch eine Autorin vor,
die Euch von ihrer Definition von Glück erzählt
und die in ihrem Leben einmal alle europäischen
Länder bereist haben möchte, doch lest selbst.
Viel Spaß dabei!



Informationen zur Autorin

Name: Ursi Breidenbach
Alter: (nicht mehr sehr lange, aber immer noch) 39
Wohnort: Leoben, Steiermark, Österreich und etliche Wochen im Jahr: München
Familienstand: verheiratet





Rund ums Schreiben:
Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Schon als Kind, dann sehr viel in meinem Beruf als Kunsthistorikerin. Autorin von Unterhaltungsliteratur bin ich seit 2009.

Was fasziniert dich am Schreiben?
Ich mag das Gefühl der unbegrenzten Möglichkeiten.
Außerdem liebe ich das Jonglieren mit Sprache.

Wie entstehen deine Geschichten?
Meistens liegt ihnen eine kleine Idee zu Grunde, die mich nicht mehr loslässt. Im Laufe des Nachdenkens wird sie dann immer größer und komplexer. Irgendwann erstelle ich ein Grundgerüst für die Handlung und erfinde die Figuren. Beim Schreiben entstehen schließlich die Details und beim Überarbeiten erhält alles seinen Schliff.




Dein nächstes Projekt?
Zur Zeit arbeite ich an einigen Kurzgeschichten, die erste davon wird im Mai in einer Anthologie erscheinen. Danach kommt alle paar Monate eine weitere heraus.
Auch ein Romanprojekt wird es wieder geben, aber da ist es noch ein wenig zu früh, um darüber zu sprechen. Nur so viel: 2015 wird schriftstellerisch für mich ein tolles Jahr! :-)

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Balletttänzerin oder Volksschullehrerin

Wie sieht dein Alltag aus?
Am Vormittag und abends bin ich Autorin, in der restlichen Zeit Mama.

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Alles von Mitte März bis Ende Oktober.

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Europa. Ich würde es gern schaffen, in meinem Leben alle europäischen Länder zu bereisen. Es fehlen mir aber noch etliche.

Was bedeutet Dir Zeit?
Da ich fast mein ganzes bisheriges Leben selbstständig war, habe ich wohl ein etwas anderes Verhältnis zur Zeit als die meisten. Seit ich erwachsen bin, musste ich meine Zeiteinteilung fast nie (jetzt einmal von meiner Mutterrolle abgesehen) von anderen diktieren lassen. Das ist für mich der Inbegriff von Freiheit!

Wie definierst du Glück?
Glück kann so unendlich vieles sein: die eigenen Kinder lachen hören, ein gutes Buch lesen, ein Stück Kuchen essen, durch eine fremde Stadt spazieren, einem Schmetterling nachschauen, die warme Sonne im Gesicht, einen genialen Satz zu Papier bringen, die Leute zum Schmunzeln bringen, ein Kuss ... Man muss Glücksgefühle nur zulassen, sie würdigen und sich mehr auf das Gute als auf das Schlechte im Leben konzentrieren!

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
Reisen. Allein, mit meiner Familie und mit meinen Freundinnen. Mein Ziel, alle Länder Europas kennenzulernen, würde ich dann sicher schneller erreichen. Aber ich schaffe das auch ohne 5 Millionen Euro! :-)

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Ich würde gern den Rest meines Lebens genauso glücklich und annähernd sorgenfrei leben können wie bisher und wünsche mir das Gleiche für meine Kinder.

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
"Ich habe eine Wassermelone getragen."



Liebe Ursi, herzlichen Dank für das tolle Interview!
Allerdings rätzele ich noch immer über die Bedeutung
deines letzten Satzes!

Das Autoren-Interview mit Andrea Reichart



Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

heute stelle ich Euch Andrea Reichart vor,
eine Autorin,mit der ich schon ganz gemütlich
ein Fläschchen Wasser getrunken habe.
Im Interview spricht sie über die Anfänge ihres
persönlichen Schreibens, dass sie als Kind gerne ein
rotes Cabrio gefahren hätte und dass sie das
Thema Zeitreisen elektrisierend findet.



Informationen zur Autorin

Name: Andrea Reichart, Pseudonym Aubrey Cardigan und ein weiteres, jedoch gedecktes Pseudonym
Alter: noch 54
Wohnort: Iserlohn
Familienstand: verheiratet


Andrea und ihr wunderbarer Norbert


Rund ums Schreiben:
Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Ca. mit elf – jede Menge Mondschein-Gedichte, wenn ich im Bett lag und aus dem Fenster sah, und eine ca. 20-seitige Geschichte für meine damals im Krankenhaus liegende Mutter, in der am Ende die wunderbaren Einhörner über eine Klippe ins Wasser stürzen, weswegen es übrigens Seepferdchen gibt. Die Story hat dann eine Krankenschwester mal von ihr ausgeliehen, ist seitdem verschollen.

Was fasziniert dich am Schreiben?
In meiner Kindheit war es nur ein Ventil für meine überbordende Fantasie und mein überquellendes Herz, heute ist es Leidenschaft und die Freude daran, Figuren zum Leben zu erwecken – am liebsten solche, mit denen ich auch gerne befreundet wäre. Mit anderen Worten: humorvolle Optimisten.




Wie entstehen deine Geschichten?
Irgendetwas gibt den Initialfunken, dann sind plötzlich Figuren da, die Handlung baut sich drum herum auf – dann muss es zu Ende gedacht werden und den Weg aufs Papier so finden, dass im Kopf eines Lesers der gleiche Film abläuft wie bei mir (im besten Fall). Das kann natürlich nicht bei jedem funktionieren, kennt man ja selbst von sich, dass einem manchmal ein Buch einfach nicht gefällt. Wenn es aber nachher mehr Leute mögen als nicht mögen, dann bin ich zufrieden.

Dein nächstes Projekt?
Wings 2 steht auf dem Plan (Aubrey Cardigan), ein Manuskript liegt bei einem Verlag zur Prüfung, ansonsten wird 2015 eher ruhig in dieser Hinsicht.




Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Bis ich 12 war, wollte ich Fotografin werden und ein rotes Cabrio fahren. Dann wollte ich die Welt bereisen und im Hotel eine Ausbildung machen. Gelandet bin ich letztlich im Buchhandel. Dann wollte ich nach der Uni Wissenschaftlerin werden und war auch schon fast da, aber das Leben geht nun mal eigene Wege, wenn man sich „Glück“ bestellt. Da muss man flexibel sein und die Jungs und Mädels vom Universum mal machen lassen. Sie haben mich bis heute nicht enttäuscht.

Wie sieht dein Alltag aus?
Aufstehen, mit Norbert raus, Kaffee trinken, Rechner hoch. Vormittags thematisch kreuz und quer Anfragen beantworten, ggf. lektorieren. Mittags mit Norbert raus, etwas essen, zurück ins Lektorat. Abends mit Norbert raus, etwas essen, lektorieren und ab ins Bett. An den Wochenenden Literaturhotel und eigenes Schreiben. Workshops, Lesungen, soziale Netzwerke, DeLiA – dafür findet sich außerdem auch immer Zeit. Und Privatleben, unter der Woche hier und da, am Wochenende etwas mehr. Wirkt ein wenig wie in mein Leben gesprenkelt, funktioniert aber hervorragend und gibt mir die Energie, die ich brauche, weil es so witzig ist.

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Frühjahr, ohne Frage




Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Überall und nirgends. Am liebsten allerdings geradewegs ins Herz der Dinge.

Was bedeutet Dir Zeit?
Ein Phänomen, über das ich viel nachdenke. Ich bin froh, dass ich sie für all das, was mir Spaß macht (meine Arbeit macht mir übrigens große Freude) habe. Dass sie mal im Fluge vergeht, finde ich faszinierend, aber auch, wie sie sich manchmal dehnt. Wer sich das Konzept ausgedacht hat, war schon ein schräger Vogel. Zeitreisen finde ich als Thema elektrisierend, Zeitsprünge und all das, was SciFi dazu an Theorien anbietet, begeistert mich. Persönlich hoffe ich, dass ich noch ganz viel Zeit habe, aber das liegt ja bekanntlich nicht in meiner Hand.




Wie definierst du Glück?
Je mehr gute Energie Du rauslässt, umso mehr kommt davon zu Dir zurück. Das Gefühl, das ich dann habe, nenne ich Glück. Wenn jeder danach leben würde, gäbs all die Probleme nicht, mit denen wir zu kämpfen haben.

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
Klappe halten und vermutlich den Rest meines Lebens in kleinen Portionen ausgeben, um die Welt etwas besser zu machen.




Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Meinen wunderbaren Hund um mindestens 1 Minute überleben, damit er nie ohne mich leben muss. Wenn es danach weitergeht, dann schauen wir mal, was der nächste Wunsch wird.

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
Geht auch ein Wort? Das wäre dann „dankbar“.



Liebe Andrea, herzlichen Dank
 für dieses wunderbare Interview!
In Kürze sehen wir uns -
 bei meiner nächsten Wohnzimmerlesung!


Mittwoch, 28. Januar 2015

Dienstag, 27. Januar 2015

Zitat

Lesen ist ein großes Wunder

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
(1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Montag, 26. Januar 2015

Lesezeit!

Ich lese gleich weiter in diesem wunderbaren Buch, das Anfang Februar erscheinen wird.



Samstag, 24. Januar 2015

Rezension zu "Fette Fee" von Claudia Brendler

Zwei Frauen, eine ungewöhnliche Freundschaft

Jill, Anfang 40, die eigentlich Gundula heißt, versucht seit Jahren verzweifelt, auf den Comedy-Bühnen des Landes Fuß zu fassen. So recht gelingen will ihr das aber irgendwie nicht. Mal hier, mal dort ein Engagement, aber mehr kommt irgendwie nicht zustande. Sie zieht von Berlin nach Köln und landet bei ihrem Ex-Freund Armin, doch der wohnt längst nicht mehr allein. Seine 15-jährige Tochter Felicia lebt jetzt bei ihm. Felicia, die sich selbst nicht leiden kann, weil sie so dick ist und vor lauter Frust immer mehr in sich hinein stopft und Felicia, die in einer Fantasiewelt lebt, die Geschichten in Hefte schreibt. Geschichten, in denen sie so ganz anders ist als im wirklichen Leben. Eines Tages entdeckt Jill diese Geschichten und ihr kommt die zündende Idee für eine schrille Bühnennummer. Ihr Agent ist begeistert, Jill wird engagiert, doch dann hat sie plötzlich Zweifel. Kann sie, darf sie wirklich, um ihrer Karriere neuen Antrieb zu geben, die zart aufblühende Freundschaft zu der jungen Feli aufs Spiel setzen?

"Fette Fee" - die bezaubernde Geschichte über zwei unterschiedliche Frauen, die gerne anders wären, als sie sind. Die eine, Anfang 40, auf der Suche nach dem großen Durchbruch auf der Bühne. Die andere, gerade 15, die so sein möchte, wie ihre Fantasiegestalten, jung, schön, bewundernswert. Die Handlung schreitet leicht und unterhaltsam voran. Der Leser wird gepackt von dieser Geschichte, die so ganz anders ist, als ich ursprünglich gedacht hatte. Die Geschichte und ihre Protagonisten sind originell, die Geschichte ist aber auch sehr bewegend. Man fühlt so sehr mit Jill mit, die endlich einmal auf der Bühne Erfolg haben möchte. Man ist ihr sehr nahe mit ihren Gefühlen und Träumen und ist Armin wirklich nur der Ex, bei dem sie Unterschlupf sucht? Und dann Feli, die ihren Kummer mit Essen erstickt, die sich ungeliebt fühlt und ganz langsam Vertrauen fasst zu der Ex-Freundin ihres Vaters. Wunderschön zu lesen, wie sich diese zarte und doch ungewöhnliche Freundschaft zwischen den beiden Frauen entwickelt.

"Fette Fee" - ein Roman mit ganz viel Lebensgefühl, der einen die Stunden nur so vergessen lässt. Er berührt, er macht nachdenklich und er macht glücklich.



Taschenbuch
304 Seiten
Verlag dtv


Liebe Claudia,
herzlichen Dank, dass ich dein wunderbares 
Buch lesen und besprechen durfte!





Das Autoren-Interview mit Theresia Graw

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

Theresia Graw liebt löwenzahnblütengesprenkelte
Wiesen, muss oft vor 03:30 Uhr aufstehen und wollte
 schon immer schreiben. Dies und noch viel mehr,
könnt Ihr im heutigen Interview nachlesen!



Informationen zur Autorin

Name: Theresia Graw
Alter: genau richtig (noch 50)
Wohnort: München
Familienstand: glücklich




Rund ums Schreiben:

Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?

Ich kann mich gar nicht richtig daran erinnern. Ich habe immer schon Geschichten geschrieben, schon als ganz kleines Mädchen. Dank meiner eifrigen großen Schwester (die nach diesem Erfolg auch prompt Lehrerin geworden ist!) konnte ich bereits im zarten Alter von fünf Jahren lesen und schreiben - naja, sagen wir mal: Buchstaben krakeln. Jedenfalls habe ich alle Geschichten nachgeschrieben, die ich gelesen habe: Pippi Langstrumpf, Räuber Hotzenplotz, später Mädchenromane im Stil von Hanni und Nanni oder Detektivgeschichten... Was mir so in die Finger kam. Das Wenigste habe ich damals übrigens zu Ende gebracht. Spätestens nach ein paar Seiten hatte ich meist schon eine neue Idee, die mir noch viel interessanter erschien und die unbedingt geschrieben werden musste. (Das mit der Ungeduld beim Schreiben hat sich inzwischen zum Glück etwas gebessert!) Mein erster "richtiger" Roman war übrigens eine Art Krimi rund um die Beatles. Da war ich ungefähr vierzehn und unglaublich stolz darauf, ca. 200 handbeschriebene Seiten fabriziert zu haben. Dieses Manuskript habe ich - neben vielen anderen wild bekrakelten Blättern von früher - immer noch.
Sehr viel später, als ich eigene Kinder hatte, habe ich mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Irgendwann wurde es mir mit Vollzeitjob und Familie allerdings etwas zu viel, und ich habe eine längere Pause gemacht. Erst vor ein paar Jahren, als meine Kinder aus dem Gröbsten raus waren, stellte ich plötzlich fest, dass ich wieder Zeit hatte zum Schreiben. Und da habe ich sofort wieder angefangen. Mangels geeigneter Leser in der Familie ist es jetzt keine Kinderliteratur mehr, sondern unterhaltsame Erwachsenenkost.

Was fasziniert dich am Schreiben?

Es macht unglaublich Spaß Phantasiewelten entstehen zu lassen, für ein Happy End sorgen zu können! (In meinem anderen Beruf als Journalistin ist das leider selten der Fall: Als Nachrichtenredakteurin beschäftige ich mich den ganzen Tag lang mit Krisen und Katastrophen, denn "Nachrichten" heißt ja meist "schlechte Nachrichten". Um so mehr genieße ich es, zum Ausgleich zuhause Liebeskomödien zu schreiben!)
Das fasziniert mich am meisten: Erst ist es eine kleine Idee in meinem Kopf, die wächst und entwickelt sich. Dann wird ein langer Text daraus, der schließlich als Buch im Laden liegt - von dort wandert meine Geschichte in die Köpfe der Leser und begleitet sie für ein paar Stunden oder Tage. Vielleicht amüsieren sie sich über meine Geschichte, sind gespannt wie es weitergeht, leiden womöglich ein bisschen mit meinen Figuren mit, denken über das Buch nach, reden vielleicht mit jemandem darüber. Das ist ein wunderschönes Gefühl, zu wissen, dass meine eigenen Gedanken auf diese Weise auf Reisen gehen.




Wie entstehen deine Geschichten?

Das ist schwer zu sagen. Da ploppt plötzlich ein Stichwort, ein Satz oder eine Szene in meinem Gehirn auf, und dann kann ich nicht anders, als diesen Gedanken weiterzuspinnen. Das kann eine Schlagzeile in der Zeitung sein, ein Gesprächsfetzen, den ich irgendwo aufgeschnappt habe oder sonst was. Etwas, das mich weiterfragen lässt: Was wäre eigentlich, wenn...? Wie von selbst wächst da eine Geschichte heran. Ich habe immer einen kleinen Notizblock dabei oder tippe schnell etwas in mein Handy, wenn mir eine neue Idee kommt. Zuhause sammele und sortiere ich alles in einer dicken Mappe. Wenn mir klar ist, wo es lang gehen soll, schreibe ich eine Miniform des Romans auf etwa fünf Seiten. Ich skizziere außerdem die Personen, die Handlungsorte etc, dazu gehören z.B. auch Fotos, Zeitungsausschnitte, manchmal Karten oder Stadtpläne, damit ich beim Schreiben immer ein ganz konkretes Bild vor Augen habe. Ich bin aber keine dieser Autorinnen, die ihre Bücher bis ins letzte Detail vorausplant. Dazu bin ich dann doch zu ungeduldig. Sobald ich einen groben Plan habe, muss ich losschreiben. Natürlich weiß ich schon beim ersten Satz ganz genau, wie das Buch ausgehen wird. Aber die 300 bis 400 Seiten dazwischen sind ein Abenteuer. Da macht die Geschichte zwischendurch einen Schlenker, den ich anfangs noch gar nicht eingeplant hatte. Da tauchen plötzlich Personen auf, die zunächst gar nicht vorgesehen waren. Manchmal streiche ich auch eine Figur, weil ich zwischendurch feststelle, dass sie irgendwie nicht hineinpasst. Ein Buch zu schreiben, das ist für mich so ähnlich wie eine große Reise: Man hat einen Hin- und einen Rückflug in ein fernes Land gebucht - aber man weiß nicht genau, was man in der Zeit dazwischen erleben und wem man wo begegnen wird.

Dein nächstes Projekt?

Das ist schon fertig und erscheint Mitte Februar: In "Glück ist nichts für schwache Nerven" geht es um Valentina, die bei einer Hippiemutter aufgewachsen ist, und ihren Vater nicht kennt. Als sie eines Tages einen Hinweis auf ihn bekommt, macht sie sich auf die Suche, und es gelingt ihr, sich inkognito in sein Haus zu schmuggeln, wo sie dann... Aber mehr will ich hier noch nicht verraten :-) Gerade schreibe ich an meinem dritten Roman, der 2016 erscheinen soll, ebenfalls im Blanvalet Verlag. Soviel dazu schon mal: In diesem Buch werden verirrte Liebesbriefe eine zentrale Rolle spielen!




Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?

Siehe oben! Eindeutig: Schriftstellerin. Seit ich fünf war. Ich habe dann aber sicherheitshalber erst einmal etwa "Vernünftiges" gelernt und bin Journalistin geworden. Ein Beruf, der nicht mit Sprache und Schreiben zu tun hat, kam für mich nie in Frage.


Wie sieht dein Alltag aus?

Bei mir verläuft jeder Tag anders. Neben meiner Autorentätigkeit bin ich ja als Redakteurin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk beschäftigt, wo ich im Schichtdienst arbeite. Da klingelt mein Wecker vor der Frühsendung schon um 03:30, ein anderes Mal geht es erst am späten Nachmittag los - ab und zu habe ich sogar auch Nachtschicht. Zum Glück komme ich mit relativ wenig Schlaf aus, so dass ich mir zwischendurch immer mal Zeit zum Schreiben nehmen kann. Ich versuche, jeden freien Tag für die Arbeit am Manuskript zu nutzen, aber es gibt auch Phasen, in denen ich wochenlang nicht dazu komme. Deshalb brauche ich relativ lang, um ein Buch zu verfassen. Unter einem Jahr geht da gar nichts.

Welche Jahreszeit ist die Deine?

Ganz klar der Sommer. Ich liebe Licht, Sonne und Wärme, Draußensein. Andererseits: An einem kristallklaren Herbsttag durch bunte Blätter zu wandern, das hat auch was. Und natürlich: Ein tief verschneites, sonniges Winterwunderland - herrlich! Nicht zu vergessen: Der Frühling! Die ersten bunten Blümchen, die aus der kahlen Erde kommen, blühende Obstbäume, löwenzahnblütengesprenkelte Wiesen - ein Traum! Ach, ich mag jede Jahreszeit. Gerade der Wechsel der Jahreszeiten ist doch großartig. So kann man sich ständig auf etwas Neues freuen.

Hast du ein Lieblingsreiseziel?

Ich bin schon ein bisschen herumgekommen in der Welt und in den vier Kontinenten, die ich bereist habe, gibt es fantastische Orte, die ich gerne wieder sehen würde. Wie oft habe ich nach einer Reise schon gedacht, das war jetzt toll, da fahre ich bald wieder hin. Aber ich bin viel zu neugierig. Wenn ein neuer Urlaub ansteht, suche ich mir meist wieder ein Ziel aus, das ich noch nicht kenne. Es gibt doch so vieles zu entdecken.

Wie definierst du Glück?

Mein größtes Glück: Dass ich die liebsten Menschen der Welt um mich habe! Abgesehen davon: Wenn man unter dicken Wolken nach Hause radelt und es fängt erst genau in dem Moment an zu regnen, in dem man die Haustür aufmacht - was für ein Glück! Wenn einem ein Glas aus der Hand fällt, und es geht NICHT kaputt. Wenn man an der Supermarktkasse ansteht, und es ist tatsächlich die Schlange, bei der es am Schnellsten geht... Jeden Tag erlebt man solche klitzekleinen Glücksmomente. Ich versuche, mir jeden einzelnen ganz bewusst zu machen. In der Summe ergibt das dann ein ziemlich zufriedenes Leben und lässt einen die gelegentlichen Tiefschläge, die sich leider nicht vermeiden lassen, hoffentlich etwas gelassener nehmen.

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?

Das ist sehr unwahrscheinlich, weil ich kein Lotto spiele! Aber im Falle eines solchen Geldsegens würde ich mir vielleicht ein wunderschönes Haus in Südfrankreich kaufen, mit Blick über die Lavendelfelder bis hin zum Mittelmeer. Da würde ich dann auf der Terrasse sitzen und einen Roman nach dem anderen schreiben. (Also, wie es ungefähr jeder zweite Autor gern täte!)

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?

Dass ich noch viele Ideen für viele neue Romane habe und genug Zeit und Energie, um sie alle zu schreiben. Und natürlich, dass ich einen phänomenalen Bestseller inclusive internationaler Kinoverfilmung lande... Oder so ähnlich... Damit das mit dem Haus in Südfrankreich auch mal klappt



Liebe Theresia, vielen, vielen Dank für das tolle Interview!
Und wenn wir uns das nächste Mal im Literaturhotel treffen, quatschen wir auch eine Runde!

Freitag, 23. Januar 2015

Mittwoch, 21. Januar 2015

Dienstag, 20. Januar 2015

Das Autoren-Interview mit Brigitte Riebe

Liebe Lesezeit-Leserinnen- und -Leser,

heute stelle ich Euch eine Autorin vor,
die von sich selbst sagt, dass sie wohl als
Geschichtenerzählerin zur Welt gekommen ist
und die am liebsten mit ihrem Mann den
Sonnenuntergang auf Santorini erlebt.



Informationen zur Autorin

Name: Brigitte Riebe
Alter: 40 +
Wohnort: München
Familienstand: sehr glücklich verheiratet


(c) Schelke Umbach



Rund ums Schreiben:
Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Mit 8 Jahren, seitdem ich schreiben konnte, habe ich immer geschrieben ...

Was fasziniert dich am Schreiben?
Ich bin wohl schon als Geschichtenerzählerin zur Welt gekommen ....

Wie entstehen deine Geschichten?
Jede ganz anders ... Manche durch einen Blitzeinfall, andere trage ich jahrzehntelang mit mir herum ...




Dein nächstes Projekt?
BLAUES BLUT (als Felicitas Gruber), zusammen mit Gesine Hirsch.

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Schriftstellerin

Wie sieht dein Alltag aus?
Aufstehen, frühstücken, Kater streicheln, schreiben, Kater streicheln, schreiben, Kater streicheln ....

Welche Jahreszeit ist die Deine?
SOMMER!!!!

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Santorini

Was bedeutet Dir Zeit?
Sehr viel und leider hab ich so wenig davon ...

Wie definierst du Glück?
Mit meinem Mann beim Sonnenuntergang auf Santorini sitzen ...

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
2 Jahre um die Welt reisen ....

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Gesundheit, Zufriedenheit, glückliche Leser ...

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
Neugierige Forscherin, die sehr hartnäckig sein kann ...


Liebe Brigitte, herzlichen Dank für das schöne Interview!



Montag, 19. Januar 2015

Zitat

Lesen ist ein großes Wunder.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach
(1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Rezension zu "Das Liebesleben der Suppenschildkröte" von Theresia Graw

Herrlich unterhaltsame Komödie!

Sophie Freitag, Anfang 40, Single und Mutter zweier Kindergartenkinder sehnt sich nach einem Traummann. Immer, wenn es gerade so richtig schön romantisch wird, machen die Männer einen Rückzieher. Was nützt die ganze Romantik, wenn jedes Mal eines der Kinder im Zimmer steht. Das eine Kind hat Durst, das andere möchte noch eine Geschichte hören. Der ganz normale Alltagswahnsinn mit Kindern eben. Als Sophie, wieder einmal in Eile, weil sie erst die Kinder in den Kindergarten bringen musste und wie immer zu spät auf dem Weg in ihre Lokalredaktion, in der sie Teilzeit arbeitet, einen Unfall baut, lernt sie den smarten Roland kennen. Gut sieht er aus, nett ist er auch und wie sie später herausfindet, ist er auch noch Single. Sophie ergreift die Gelegenheit beim Schopf, doch ganz nach Suppenschildkrötenmarnier verschweigt sie diesmal ihre Kinder.  Immer, wenn sie es Roland endlich beibringen möchte, kommt etwas anderes dazwischen. Kann das auf Dauer gut gehen? Ob Roland wirklich ihr Mann fürs Familienleben ist und was es eigentlich mit den Suppenschildkröten auf sich hat, das müsst Ihr schon selbst lesen!

"Das Liebesleben der Suppenschildkröte" ist eine frische und äußerst lebendige Geschichte. Wer Kinder hat oder welche kennt, der weiß, wie chaotisch es manchmal zugehen kann. Einfach herrlich zu lesen auch "Katis Kolumne", der Part in der Zeitung, den Sophie vertretungsweise übernimmt. Obwohl ihr Leben mit ihren Kindern völlig anders verläuft, hat sie mit ihrer Seite aus der Sicht von Kati großen Erfolg. Sie schreibt, was das Zeug hält und was die Leute lesen wollen und kann selbst kaum glauben, dass die Menschen da draußen das alles zu glauben scheinen. 

"Das Liebesleben der Suppenschildkröte" - eine herrlich unterhaltsame Komödie und doch auch rettungslos romantisch. Theresia Graws Schreibstil ist absolut angenehm und sehr bildhaft. Es ist eine temporeiche Geschichte und es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen!



Taschenbuch
320 Seiten
Verlag Blanvalet



Liebe Theresia, herzlichen Dank, dass ich dein 
Buch lesen und besprechen durfte! Es hat mir 
wahnsinnig viel Spaß gemacht!

Sonntag, 18. Januar 2015

Rezension zu "Im Hause Longbourn" von Jo Baker

Wunderbarer Schmöker mit überraschenden Wendungen

Sarah, eine junge Frau und Hausmädchen bei den Bennets, hat es nicht immer leicht im Leben. Ganz im Gegenteil. Ihr Leben ist geprägt von harter Arbeit. Die Waschtage gehören mit zu den schlimmsten Tagen. Die Wäsche der Herrschaft und auch der Bediensteten muss gewaschen werden. Es wird gewaschen und geschrubbt. Die Hände haben in der Lauge stark zu leiden. Eine kleine Pause zwischendurch? Oh, nein, die Küche ruft. Das Essen muss vorbereitet oder der Tee muss serviert werden. Sarah und die noch jüngere Polly sind immer im Einsatz, oft bis am Rande ihrer Kräfte. Zu Bett gehen, wenn die Herrschaften ausgehen? Nein, wer würde den Herrschaften denn die Jacken abnehmen, wenn sie mitten in der Nacht nach Hause kommen? Das Leben auf Longbourn ist hart und doch hat Sarah Träume. Sarah hat lesen gelernt und sie darf die Bücher der Bennet-Mädchen lesen. Sie träumt von einem anderen Leben. Sie träumt von einem Mann an ihrer Seite, mit dem alles anders sein würde. Dann erscheint James auf Longbourn und Sarah fühlt sich von ihm magisch angezogen. Ist er die Antwort auf ihre Träume? Doch welches Geheimnis umgibt ihn? 

Wer kennt sie nicht oder hat wenigstens von ihnen gehört, von der Familie Bennet aus "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen? "Im Hause Longbourn" spielt jedoch die Dienerschaft die Hauptrolle. Jo Baker schafft es hervorragend, dem Leser das Flair von Longbourn nahe zu bringen. Das Leben der Dienerschaft, wie wir es uns heute kaum noch vorstellen können. Ein hartes Leben und doch in fester Anstellung, für die alle dankbar sind. Wunderbar beschrieben auch das Haushälter-Ehepaar Hill. Mrs. Hill, die mit strenger und doch gerechter Hand über das Personal herrscht und die die Hausmädchen im Grunde ihres Herzens wie ihre eigenen Kinder liebt. Der Leser lernt vielschichtige und interessante Persönlichkeiten kennen, nimmt am Leben des Personals teil und wünscht der jungen Sarah nichts sehnlicher, als dass ihre Träume in Erfüllung gehen. 

"Im Hause Longbourn" - ein eher leiser Roman, jedoch ein wunderbarer Schmöker mit überraschenden Wendungen. 



Gebundene Ausgabe
448 Seiten
Verlag Knaus

Herzlichen Dank dem Team vom Verlag Knaus, dass ich diesen wunderbaren Roman lesen und besprechen durfte!

Das Autoren-Interview mit Jasmin De

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

es ist Zeit für ein neues Interview.
Heute stelle ich Euch Jasmin De vor,
eine junge Autorin, deren Wochenenden
wie eine Wundertüte sind und bei der es in der Küche
auch schon mal knallt. Ihr dürft gespannt sein!
Viel Spaß beim Lesen!


Informationen zur Autorin

Name: Jasmin De
Alter: 20, aber im Herzen immer fünf ;)
Wohnort: In einem Kaff, irgendwo im Nirgendwo
Familienstand: glücklicher Single – ich bin mit meinem Kater, Schokolade und Büchern verheiratet :D





Rund ums Schreiben:
Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Die ersten, eigenen Zeilen schrieb ich in der Grundschule. Schon dort hatte ich kleine Texte über Elfen geschrieben, aber meistens nach zwei Seiten aufgehört.
Bis ich 15 war, verfasste ich immer wieder Gedichte und zu der Zeit entstand mein erster, richtiger Roman. Das Exposé schickte ich, unwissend wie ich damals war, einfach an große Verlage und erhielt eine Absage nach der anderen. Das hatte mich sehr verletzt, weswegen ich fürs erste mit dem Schreiben aufhörte, bis es unter meinen Fingern zu jucken begann.
Mit 19 marschierte eine Frau in meine Gedanken und nahm mich mit auf eine Reise, dessen Ergebnis Rache wird kalt serviert wurde. Bei dieser Geschichte wusste ich, dass ich von Verlagen wieder Absagen erhalten würde, doch wie meinen ersten Roman wollte ich dieses nicht in der Schublade verstauben lassen.
Was sollte ich tun?
Obwohl ich mich vor diesem Schritt gewaltig fürchtete, veröffentlichte ich Rache wird kalt serviert als Selfpublisher, als Eigenverlägerin. Es war eine riesige Überwindung und ich habe Blut geleckt :D Ich werde immer schreiben und Selfpublishing bietet mir eine grandiose Möglichkeit, genau das zu tun, denn jeder Künstler hat das geheime Verlangen, seine Gedanken, Ideen und Werke zu teilen.

Was fasziniert dich am Schreiben?
Die Reise. Wenn mich eine Geschichte nicht mehr los lässt, nehmen mich die Protagonisten auf eine unglaubliche und unvergessliche Reise mit. Viele Überraschungen warten auf mich und es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue.

Wie entstehen deine Geschichten?
Die Figuren kommen zu mir, wenn sie bereit sind, mich solange und hartnäckig zu zeigen und zu beweisen, dass ich ihre Geschichte aufschreiben soll. Es ist nicht immer leicht, dass sich meine Figuren an keine Termine halten und meistens immer dann in meinen Kopf platzen, wenn es am ungünstigsten ist. Oft kommen mehrere und veranstalten ein Schreikonzeret, da jeder seine individuelle und intensive Zuwendung verlangt. Bis mich eine Geschichte so sehr umgehaut hat, sodass ich jegliche weitere Kopfschmerzen und Zeit auf mich nehme, kann man es wie ein Kleinkrieg zwischen Kindern beschreiben. Die Figuren versuchen sich nebenbei untereinander auszuspielen, während sie schreien, lachen und mich volltexten, sodass ich manchmal am liebsten den Kopf gegen die Wand hauen möchte.
Wenn sich eine Geschichte in mir eingebrannt hat, baue ich ihr Grundgerüst und rede mit den Figuren, bis die Bilder und Filme in meinem Kopf, die sich mir zeigen, klarer werden. Steht das Ende fest, beginne ich mit dem Schreiben.
Bei jedem Roman ist es immer etwas anders, aber so ungefähr läuft es immer in meinem Kopf ab, von dem ganzen anderen Wahnsinn mal abgesehen ;)

Dein nächstes Projekt?
Mein nächstes Projekt ist der zweite Teil von Rache wird kalt serviert. Eigentlich ist der erste Teil als eine abgeschlossene Geschichte gedacht gewesen, doch viele Leser kamen auf mich zu und verbündeten sich mit den Protagonisten Luna und Leo. So begann ich eine Novelle zu planen und mit jeder Überlegung kamen weitere Ideen, die mich selbst so sehr begeisterten, sodass aus der Novelle ein Roman wird.
Manchmal kommt doch alles anders als geplant.
Danach wird ein Fantasyroman folgen, dass es so nie richtig gab, der schon seit einiger Zeit in meinem Kopf herum spukt. Anschließend ist ein knallharter und düsterer Westernroman geplant – falls natürlich nichts dazwischen kommt ;)


 
Covergestaltung: Vivian Ai Tu

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Prinzessin sein *lach*, damit ich einen Stall voller Pferde hatte, um sie reiten zu können. Ja, um Prinzessin zu sein, muss man hinein geboren werden, aber damals dachte ich immer, dass alle Prinzessinnen auf eine Benimmschule gehen müssen und dort wollte ich mich hineinschmuggeln. Den Plan habe ich, Gott sei Dank, schnell wieder verworfen.

Wie sieht dein Alltag aus?
Völlig chaotisch. In der Woche bin ich bis fast in den Abend hinein in der Schule, danach stehen die Familie, Hausaufgaben, Arbeit, Freunde und spontane Dinge (mein Kater ist für eine Überraschung immer gut) an. Dazwischen, wie zum Beispiel bei der Zugfahrt zwischen der Schule und zu Hause, schreibe ich meine Texte. Wenn der ganze Wahnsinn dann durch ist, setzte ich mich an den Laptop und schreibe weiter, recherchiere oder bearbeite meine Geschichte.
Jedes Wochenende ist bei mir immer wie eine Wundertüte. Ich weiß nie, was alles passieren wird.
So sieht ein ganz normaler Alltag bei mir aus.

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Frühling. Ich liebe es, wenn die Blumen aus ihrem Winterschlaf erwachen und die Erde zu blühen beginnt. Auch den Herbst liebe ich, wie die letzten Blätter verwelken und die Natur sich langsam der Kälte hingibt.

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Ich reise für mein Leben gern! Am liebsten zu Orten, wo man wundervoll tauchen kann, wie zum Beispiel die Malediven, eine fantastische Aussicht beim Wandern hat oder es umwerfende Küchen gibt, wie zum Beispiel die Türkei oder Ägypten. Mein nächstes Ziel soll Bali sein.

Was bedeutet Dir Zeit?
Das höchste Gut in unserem Leben, was sich heimlich an uns vorbei schleicht. Zeit ist kostbar und kann nicht festgehalten werden.

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
Das wäre schön *lach*
Hmm. Ich würde das meiste Geld davon spenden, wenn ich meine Eltern unterstützt, mein Studium finanziert und mir ein weiteres Regal gekauft habe. Mehr brauche ich nicht, andere Menschen haben es dringender nötig als ich :)

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Irgendwann mal möchte ich gut genug kochen, ohne dass es jedesmal in der Küche knallt oder das Essen ungenießbar ist, kein Scherz.

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
Wahnsinnig, witzig, liebevoll und lebensfroh.


Liebe Jasmin, herzlichen Dank für dieses schöne Interview!


Ihr wollt Jasmins Buch lesen? Ihr könnt es persönlich bei ihr bestellen! Setzt Euch einfach via Facebook mit ihr in Verbindung.



Rezension zu "Omas Insel - Eine Liebe in Masuren" von Michael Kramp

Balsam für die Seele

Einst reiste Isabelle Wessinghage mit ihrer Oma nach Malschewen, einem kleinen Dorf in Masuren direkt an einem See gelegen. Dort entdeckte die junge Isa nicht nur die Insel ihrer Oma, um die sich ein kleines Geheimnis rankt, das sie unbedingt lüften möchte. Isa verliebt sich in Stefan, dem jungen Polen, der auf dem Hof seines Großvaters lebt, der früher einmal der Familie von Isas Oma gehört hat, bis sie vertrieben wurden. Isa und Stefan versprachen sich, sich so schnell wie irgend möglich wiederzusehen, doch schließlich wird es ganze 20 Jahre dauern, bis Isa es schafft, endlich wieder nach Masuren zu reisen. Sie besteht darauf, dass ihr Sohn Steffen sie begleite, der mit seinen 17 Jahren eine ganz andere Vorstellung von Urlaub hat. Schnell stellt er jedoch fest, dass auch seine Wurzeln in Masuren liegen. Und seine Mutter sieht er plötzlich in einem ganz anderen Licht, doch wird Isas größter Wunsch in Erfüllung gehen können nach all den Jahren?

"Omas Insel" - was für eine wunderschöne Geschichte! Ein Buch, das den Leser ganz leise verzaubert. Voller Wärme erzählt Michael Kramp die Geschichte seiner Protagonistin Isabelle. Wie einst die junge Isabelle wird auch der Leser verzaubert von dem Land, der Landschaft und seiner Menschen. Es ist ein leiser Roman und trotzdem ein Roman, bei dem man nicht mehr aufhören möchte zu lesen. "Omas Insel" ist Balsam für die Seele, regt aber auch zum Nachdenken an, wo denn die eigene Familie ihre Wurzeln hat. Unbedingt lesen!



Taschenbuch
Verlag Odigor
234 Seiten


Liebe Andrea Reichart, herzlichen Dank 
für dieses wunderbare Buch!


Samstag, 17. Januar 2015

Zitat


Von allen Welten, die der Mensch erschaffen 


hat, ist die der Bücher die Gewaltigste.

(Heinrich Heine)





Dienstag, 13. Januar 2015

Das Autoren-Interview mit Anneke Mohn

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

heute stelle ich Euch Anneke Mohn vor, die über
die Faszination des Schreibens erzählt und wahnsinnig
gerne einmal das Polarlicht sehen würde. Viel Spaß!

Informationen zur Autorin:

Name: Anneke Mohn
Alter: 42
Wohnort: Hamburg
Familienstand: ein Kind, ein Mann




Rund ums Schreiben:

Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Ich habe als Kind schon Geschichten geschrieben, dann aber Jahre - oder vielmehr Jahrzehnte - nichts Fiktives mehr geschrieben. Erst als ich meinen Job im Verlag an den Nagel gehängt habe, um als Lektorin und Übersetzerin frei zu arbeiten, kam der Wunsch wieder hoch. Mit "Kirschsommer", meinem ersten Roman, habe ich 2011 begonnen.

Was fasziniert dich am Schreiben?
Immer diese Parallelwelt im Kopf zu haben und an ihr weiterzuspinnen. Dann zu sehen, wie aus ersten Ideen Geschichten werden, Figuren sich selbständig machen. Das ist wohl das Faszinierendste am Schreiben: Dieses Eigenleben der Figuren, über die man ja eigentlich die Kontrolle hat.

Wie entstehen deine Geschichten?
Am Anfang steht meist eine Figur und ihre Lebenssituation, und daraus entwickelt sich dann nach und nach alles andere. Bei "Apfelrosenzeit" war es Sanne, deren Leben in geregelten Bahnen zu verlaufen scheint, obwohl bei genauerem Hinsehen einiges im Argen liegt. Was sie daraus  macht, wer ihr im Weg steht und von wem sie sich auf diesem Weg verabschieden muss - das war der Ausgangspunkt.




Dein nächsten Projekt?
Vom nächsten Roman kenne ich selbst bisher nur die drei Protagonistinnen (und das auch nur flüchtig) sowie die Umstände, die sie verbinden. Die eigentliche Geschichte ist noch kaum zu erkennen, aber darauf, mir die auszudenken und diesen Roman zu schreiben, freue ich mich schon sehr.

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
In der Grundschulzeit habe ich es mir schön vorgestellt, in einer Boutique Kleider zu verkaufen, etwas später wollte ich Innenarchitektin werden, aber dann wusste ich sehr bald, dass es etwas mit Büchern sein muss und ich am liebsten in einem Verlag arbeiten würde.

Wie sieht dein Alltag aus?
Wenn meine Tochter zur Schule geht, setze ich mich sofort an den Schreibtisch, um die Stunden voll auszunutzen, in denen ich ungestört arbeiten kann. Dummerweise klappt das mit dem "voll ausnutzen" selten, denn der Vormittag ist überhaupt nicht meine kreative Zeit. Die Nachmittage sind aufgeteilt: Kind, Arbeit, Erledigungen, Verabredungen - der ganz normale Alltag einer frei arbeitenden Mutter.

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Ganz eindeutig Spätsommer und der erste, schöne Teil des Herbstes.

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Ich liebe New York, wo ich viel zu lange nicht mehr war, und ich möchte unbedingt mal nach Island. Die Landschaft muss spektakulär sein und ich würde wahnsinnig gern mal das Polarlicht sehen.




Wie definierst du Glück?
Wenn alles stimmt, alles im Gleichgewicht ist, für mich allein oder mit meinen Liebsten.

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
Das kann mir zum Glück nicht passieren, denn ich spiele nicht Lotto ;-) Im Ernst: Ich wüsste nicht, was ich mit so viel Geld sollte, und reiße mich nicht um die Verantwortung, herauszufinden, wo es am besten aufgehoben wäre. Mein größter materieller Wunsch ist ein kleines Haus am Meer.

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
Kurzsichtig, aber mit Weitblick



Liebe Anneke, herzlichen Dank für das schöne Interview!

Montag, 12. Januar 2015

Rezension zu "Lavendelstürme" von Margot S. Baumann

Saskia, Journalistin und gerade arbeitslos geworden, hat es satt, sich von ihrem Freund ständig herumkommandieren und machomäßig behandeln zu lassen. Sie packt ihre Sachen und zieht vorübergehend zu ihrer besten Freundin. Diese stammt ursprünglich aus Südfrankreich. Mehr zum Zeitvertreib guckt sich Saskia den Ort und das Weingut im Internet an, von dem ihre Freundin ihr erzählt hat. Die Journalistin entdeckt, dass dort gerade eine Saisonkraft gesucht wird. Kurzerhand bewirbt sich Saskia - und wird genommen! Als sie in Beaumes-de-Venise ankommt, löst sie verschiedene Reaktionen aus: Erschrecken, Überraschung, Hoffnung. Was hat es zu bedeuten, dass einige Leute dort sie eher zurückhaltend behandeln, während andere sie direkt in die Arme schließen? Von ihrem Chef Jean-Luc fühlt sie sich direkt angezogen, doch ist er überhaupt frei? In welcher Beziehung steht er zu der schönen Géraldine?

"Lavendelstürme" - eine wunderschöne Liebesgeschichte, die in traumhafter Kulisse der Provence spielt. Ein Roman, der Lust macht, die Koffer zu packen. Man möchte, wie Saskia auch, durch die Weinberge streifen. Sonne, der Duft der wilden Kräuter, der Duft des Lavendels. Ein charmantes Buch mit einem angenehmen und bildhaften Schreibstil. "Lavendelstürme" - ein absolutes Wohlfühlbuch mit überraschenden Wendungen. Bitte mehr davon!




Kindle-Edition
ca. 328 Seiten
Amazon Publishing

Rezension zu "Glückliche Menschen küssen auch im Regen" von Agnés Martin-Lugand

Wunderschön romantisch!

Diane hat alles verloren. Ihr Mann Colin und ihre Tochter Clara starben bei einem Verkehrsunfall. Diana zieht sich vollkommen vom Leben zurück. Seit einem Jahr hat sie ihre Wohnung nicht mehr verlassen. Einzig ihr Freund Félix darf sie besuchen. Mit ihm zusammen betreibt sie eigentlich ein Literaturcafé, doch davon will sie jetzt nichts mehr wissen. Félix lässt nichts unversucht, Diane wieder in den Alltag zurückzuholen. Und dann fasst sie einen Entschluss, doch der sieht ganz anders aus, als Félix es sich ausgemalt hatte. Diane besucht keine Partys, sie will auch nicht wieder im Literaturcafé arbeiten. Sie packt ihre Sachen, verlässt Paris und zieht nach Irland in das kleine Dörfchen Mulranny. Hier wird sie in einem Cottage wohnen, ganz alleine, nur umgeben vom Meer, dem Wind und der Einsamkeit. Colins Traum ist es immer gewesen, einmal nach Irland zu reisen. Diana versucht, aus der Einsamkeit Kraft zu tanken, doch es gelingt ihr nur mäßig. Sie hat allerdings nicht mit den gutmütigen Iren gerechnet. Herzlich wie sie sind, versuchen die Dorfbewohner, sie in ihr Leben mit einzubeziehen und ganz langsam scheint Diane zurückzufinden in dieses Leben. Eine große Hilfe ist da auch ihr Nachbar Edward, der sich erst äußerst arrogant und zurückhaltend ihr gegenüber verhält. 

"Glückliche Menschen küssen auch im Regen" ist ein wunderschöner, romantischer Roman. Nicht tiefsinnig, einfach nur charmant und wunderbar unterhaltsam. Es ist eine Geschichte, mit der man es sich an kalten Wintertagen auf der Couch gemütlich machen kann. Man liest dieses Buch einfach so weg. Man kann mit diesem Buch lachen und weinen. Es ist eine eher leise Geschichte, doch gerade diese Geschichten mag ich ganz besonders.
Einen Kritikpunkt gibt es allerdings. Die Raucherei fast sämtlicher Personen im Buch. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, als würden die Protagonisten ständig im Nebel ihres Zigarettenqualms stehen. Daher einen Punkt Abzug.




Verlag Blanvalet
Broschiert
208 Seiten

Sonntag, 11. Januar 2015

Die Schnulze der Woche

Wenn Ihr gerne mal eine Schnulze lest, 
dann aboniert doch hier den Newsletter. 
Die Seite habe ich gerade entdeckt.


Freitag, 9. Januar 2015

Rezension zu "Meine wundervolle Buchhandlung" von Petra Hartlieb

Ein Traum wird wahr 

Mehr oder weniger aus Spaß geben Petra Hartlieb und ihr Mann ein Angebot ab. Ersteigert werden kann eine Buchhandlung. Eine Buchhandlung in Wien. Und dann - die Zusage! Sie können es kaum fassen, doch eines ist klar. Die Buchhandlung wird nicht gleich wieder verkauft. Sie wird übernommen. Die Jobs werden gekündigt. Die Koffer werden gepackt und auf geht es nach Wien. Viel Arbeit liegt vor den beiden. Das bücherbegeisterte Ehepaar hat jetzt nicht nur eine Buchhandlung, sie leben auch direkt dort. Nur eine Wendeltreppe trennt den privaten von dem beruflichen Teil. Umbauten müssen in Angriff genommen werden. Personal muss eingestellt werden. Bei der Personalauswahl geht Petra Hartlieb eher ungewöhnliche Wege, doch ihr Konzept geht auf. Während die kleine Tochter in Wien in den Kindergarten geht, geht der ältere Sohn weiterhin in Hamburg zur Schule. Schnell wird die kleine Buchhandlung zum Treffpunkt für Stammkunden und Menschen aus der Nachbarschaft. Das erste Weihnachtsgeschäft steht an. Sie arbeiten praktisch rund um die Uhr, oft am Limit und doch leben sie ihren Traum, den Traum von der eigenen Buchhandlung. 

"Meine wundervolle Buchhandlung" - es ist die biografische Erzählung eines Traumes, eines Lebenstraumes, der plötzlich kein Traum mehr war. Petra Hartlieb hat einen mitreißenden erzählerischen Stil. Man fiebert mit, man drückt ihnen die Daumen. Werden sie es schaffen? Und wie sie es schaffen! Reichtum können sie mit ihrer liebevoll geführten Buchhandlung wohl nicht erlangen, aber sie haben viele gute Freunde gefunden. Überall und immer wieder sind Helfer vor Ort, packen mit an, obwohl sie eigentlich etwas anderes vor hatten. 

Voller Wärme erzählt Petra Hartlieb von ihrem Lebenstraum, von ihrer wundervollen Buchhandlung. Und sollte ich jemals nach Wien kommen, dürfte eines klar sein: Ich werde diese Buchhandlung aufsuchen!





Gelesen als eBook
208 Seiten
Verlag DUMONT
 
 
 
 
Liebe Katharina Waltermann vom DUMONT-Team,
herzlichen Dank, dass ich diesen
wunderbaren Lebenstraum lesen und besprechen durfte!

Wie ein paar Nadeln mich wieder zum glücklichen Menschen machen


Es war am vergangenen Dienstag. Ich war gerade im Gespräch mit einer Kollegin, da merke ich es. Plötzlich aufkommende Sehstörungen. Sprachstörungen. Kribbeln in der rechten Hand. Migräne. Ein ganzes Jahr hatte ich Ruhe. Schnell eine Tablette eingeworfen, dann noch eine. Nach Hause fahren konnte ich nicht. Die Sehstörungen, das Flimmern waren einfach zu stark. Zum Glück war es im Büro relativ ruhig. Nach ungefähr einer Stunde ging es dann wieder. Ich habe weiter gearbeitet.
 
 
 

Nur einen Tag später – wieder war ich im Gespräch mit einer Kollegin – wieder Sehstörungen, wieder Sprachstörungen. Migräne vom Allerfeinsten. Diesmal ging es mit dem Flimmern noch. Ich habe abgebrochen und bin vorsichtig nach Hause gefahren. Bevor ich mich im abedunkelten Schlafzimmer hingelegt habe, konnte ich noch meinen Neurochirurgen anrufen. Er ist DER Mann hier in meiner Stadt, was Akupunktur angeht. Meine Hausärztin hat ihn mir empfohlen. Sie würden selbst zwar auch Akupunktur anbieten, aber sie wären teurer und längst nicht so gut wie er.

Gestern Vormittag dann die erste von 10 Akupunktur-Sitzungen. Mit ungefähr 15 Nadeln schafft dieser Mann es, aus mir wieder einen Menschen zu machen, einen glücklichen Menschen. Er behandelt aber nicht nur meine Migräne, sondern gleichzeitig meinen Heuschnupfen. Ich bin jetzt im dritten Jahr dort und ich muss sagen, die Akupunktur wirkt sofort. Ich liege da und merke, wie es ganz leicht wird in meinem Kopf. Kein neuer Migräneanfall mehr. Diese Anfälle würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen. Und ich werde den nächsten Sommer auch wieder draußen verbringen können. Viele Jahre habe ich mich im Sommer immer nur quälen müssen. Jetzt nicht mehr. Endlich kann ich mich wieder auf wunderbare Stunden draußen freuen.

Jetzt habe ich so viel gequatscht. Dabei wollte ich Euch eigentlich nur sagen, was so ein paar Nadeln doch bewirken können. Ich wünsche Euch einen schönen Tag – trotz Sturm und Regen!

 

Das Autoren-Interview mit Sabine Zett

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

heute stelle ich Euch eine Autorin vor, die den
Sommer liebt und auch schon mal auf Parkplätzen
vor Musikschulen und Sportvereinen schreibt.
Viel Spaß mit Sabine Zett!
 


Informationen zur Autorin


Name: Sabine Zett
Alter: thirty something (Ist es nicht super, dass es quasi „auf Lebenszeit“ gilt? Hi hi hi!)
Wohnort: Niederrhein
Familienstand: verheiratet, zwei Kinder (Sohn und Tochter)


Foto (c) privat


Rund ums Schreiben:

Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Ich habe schon als Schülerin für eine Tageszeitung Artikel geschrieben und bin dann Journalistin geworden. Seit 2006 schreibe ich Bücher, zuerst für Kinder und Jugendliche – und nun auch Frauenromane. Manche Witze wollen eben keine Altersbeschränkung haben.

Was fasziniert dich am Schreiben?
Dass alle Buchfiguren nach meiner Pfeife tanzen müssen (was sie dann aber eigenartigerweise nicht immer tun)

Wie entstehen deine Geschichten?
Ich habe eine Idee, setze mich hin und fange an. Dann läuft es irgendwie von alleine – also, wenn ich mein Notebook zur Hand habe. Und mich niemand stört. Und kein Telefon klingelt. Und kein Elternabend ansteht. Und niemand erwartet, dass ich etwas koche oder wasche.



Dein nächstes Projekt?
Ich habe einige Kinderbücher in der Pipeline, dann kommt der nächste Frauenroman

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Journalistin oder Schauspielerin/Regisseurin

Wie sieht dein Alltag aus?
Meistens ziemlich chaotisch. Das Notebook steht öfter mal neben dem Küchenherd oder begleitet mich, wenn ich meine Kinder durch die Gegend kutschiere. Ich habe schon viele schöne Szenen auf diversen Parkplätzen vor Musikschulen und Sportvereinen geschrieben

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Sommer, Sommer, Sommer

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Wo dauerhaft mindestens 26 Grad herrschen




Was bedeutet Dir Zeit?
Fassungslos zu realisieren, wie schnell meine Kinder groß werden und bei mir aus „twenty something“ „thirty something auf Lebenszeit“ wurde

Wie definierst du Glück?
Privat: Familie
Beruflich: Wenn die LeserInnen mir sagen, dass sie sich durch meine Bücher oder Lesungen bestens unterhalten fühlen

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
Keine Ahnung, vielleicht öfter in die Sonne fliegen?

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Vor allem Gesundheit (die 5 Millionen wären allerdings auch nicht schlecht, vielleicht sollte ich anfangen, Lotto zu spielen)

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
Es heißt, dass ich andere hin und wieder zum Lachen bringen kann



Liebe Sabine, herzlichen Dank für das Interview!

Ihr wollt noch mehr über die Autorin erfahren?
Dann schaut hier: