Sonntag, 13. Januar 2019

Think Pink!

10 positive Dinge und Begebenheiten
 der vergangenen Woche



Foto: Monika Schulte




1. Den ersten Bürotag nach dem 
Weihnachtsurlaub gut überstanden.

2. Der nächste Fünfer in der Challenge-Kiste!

3. Ergebnis Kontrolluntersuchung Lungenfachärztin: 
alles in Ordnung.

4. Erste Stunde Faszienkurs "Bewegte Mittagspause"
 hat richtig Spaß gemacht!

5. Erste neue Planungen zum Schreibdiensttreffen. 
Herzlich gelacht mit Tanja R.!

6. Viel Spaß gemacht mit einer Kollegin beim Post holen!
Wir und die Schlüssel.

7. Einen richtig leckeren und zugleich gesunden
 Keks gegessen mit den Büro-Mädels.

8. Die nächste Generation Stadtverwaltung.
 Ich freue mich wie verrückt!

9. Der echt nette Plausch mit dem DHL-Mann
 an meiner Packstation.

10. Eine Autoren-Entdeckung gemacht!

"Die Stimme des Schöpfers - Erzählungen aus dem Alten Testament" von Titus Müller

Geschichten aus dem Alten Testament - 
neu erzählt!

Wer schon einmal im Alten Testament gelesen hat, der weiß, wie spannend die dort niedergeschriebenen Ereignisse und Geschichten sein können. Personen und Geschichten sind faszinierend, sie sind spannend, mitunter sind sie sogar sehr brutal. 

Titus Müller hat in seinem Buch einige der niedergeschriebenen Ereignisse aufgegriffen. Er hat eine Geschichte drumherum geschrieben. Da ist die Schöpfung, der Sündenfall. Da sind Kain und Abel, die Flut, Abraham und Mose, David und Batseba. All diese Personen bekommen in den Geschichten von Titus Müller ein Gesicht, sie werden lebendig. 

Titus Müller kann es einfach: Allerbeste Erzählkunst! Er schreibt einfach großartig. Er fesselt mit seinen Worten, entwickelt einen unheimlichen Sog.

"Die Stimme des Schöpfers" - wahnsinnig spannend. Man liest, ist begeistert und es wächst das Verlangen, dass aus den kurzen Erzählungen ganze Geschichten werden, spannende historische Romane. 

Ein wunderbares Buch, auch für alle, die sich sonst nicht für das Alte Testament interessieren!





Gebundene Ausgabe
175 Seiten
Gerth-Medien








"Sommer in Super 8" von Anne Müller

Zeitreise in die 70er-Jahre

Schallerup, ein fiktiver Ort in den 70er-Jahren an der Ostsee. Hier wohnt Clara mit ihren Eltern und ihren vier Geschwistern. Eine typische Landarztfamilie, wie man sie vielleicht auch aus dem Fernsehen kennt. Eine Familie, die Ausflüge ans Meer macht. Eine Familie, die Zuhause gemeinsam musiziert. Der Vater, der Landarzt, der jede Bewegung der gemeinsamen Freizeit auf Super 8-Filmen zu bannen scheint, aber auch der Vater, der immer wieder mit anderen Frauen anbandelt. Clara liebt ihren Vater sehr, sie sorgt sich aber auch um ihn, weil er immer mehr dem Alkohol zuzusprechen scheint. Ihre Sorgen sind begründet, doch dann spitzt sich die Lage dramatisch zu.

"Sommer in Super 8" - wer in den 70er-Jahren aufgewachsen ist, wird sich beim Lesen auf eine Zeitreise begeben. Seien es Lieder, seien es typische Produkte der damaligen Zeit. Man erkennt alles und auch sich selbst ein bisschen wieder. 

Die Geschichte ist unterhaltsam, doch richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Als Leser schaut  man hinter die Kulissen der scheinbar perfekten Landarztfamilie, doch da sind auf einmal die finanziellen Probleme, die Konkurrenz, mit der Claras Vater nicht zurechtkommt und die ihn in die Alkoholsucht zu treiben scheint. Ein gutes Thema, ein wichtiges Thema und sicherlich auch manchmal sehr bewegend im Buch beschrieben, doch mir persönlich fehlte das gewisse Etwas. Claras Mutter, ihre zahlreichen Geschwister, sie blieben eher farblos. Das Ganze dann eher geschrieben wie ein Jugendbuch. 

Es ist eine Geschichte, von denen viele schon begeistert berichtet haben, doch es ist nicht mein Buch. 





Gebundene Ausgabe
317 Seiten
PENGUIN-Verlag





Auch, wenn es nicht meine Geschichte ist, so möchte ich 
doch dem Verlagsteam dafür danken, dass sie mir
 das Buch zur Verfügung gestellt haben!







Sonntag, 6. Januar 2019

"Think Pink"

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche



(c) Foto: Monika Schulte



1. Einen schönen Silvesterabend mit Ina und Jürgen verbracht. Mein Mann war natürlich auch dabei.

2. Ein richtig tolles 70er-Jahre-Buffet gehabt.

3. Einen köstlichen Weinbrand aus dem Rheingau testen dürfen.

4. Der erste Fünfer in der Challenge-Kiste
 (Anja-Monika-Challenge 2019).

5. Den Urlaub genießen. 

6. Das absolut spannende und geniale Buch 
von Felicity Whitmore gelesen. 

7. Sonntagmorgen, wenn alle anderen noch schlafen, 
sind die Straßen so schön leer. 

8. Urlaubsplanung, nächste Runde.

9. Die erste Tasche für den Umsonst-Laden Hagen gepackt. 

10. Pläne für dieses und jenes. 

Freitag, 4. Januar 2019

"Das Herrenhaus im Moor" von Felicity Whitmore

Eine unglaublich spannende Geschichte!

Laura Milton ist fest davon überzeugt, dass ihr Mann Frank nicht einfach bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Er ist ermordet worden, doch niemand will ihr Glauben schenken. Wer war die Gestalt, die sie an seinem Auto gesehen hatte an ihrem letzten gemeinsamen Abend, der jedoch mit einem Streit endete? Laura gibt sich seitdem eine Mitschuld am Tod ihres Mannes. Hätten sie nicht gestritten, wäre er sicher noch am leben.

Als sie in seinen Unterlagen einen anonymen Brief an ihn mit einer Warnung entdeckt, packt sie ihre Sachen und fährt nach England - Franks Heimat, von der er ihr nie erzählt hat. Angekommen im englischen Exmoor, begibt sich Laura auf  Spurensuche, doch dort stößt sie nicht nur auf Geheimnisse ihres Ehemannes, sondern auch auf die unglaubliche Geschichte der Lady Victoria Milton. 

"Das Herrenhaus im Moor" - eine Geschichte mit einer ungewöhnlichen Anziehungskraft! Dieses Buch fesselt und begeistert. Es ist so spannend, das man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung  pur! 

Mitreißend und authentisch erzählt die Autorin die Geschichte der Lady Victoria Milton, die kurz, bevor sie ihr Erbe antreten konnte, von ihrem Vormund in ein Irrenhaus für Frauen gesteckt wurde - Lynebrook Hall. Ein Haus, in das unschuldige und gesunde Frauen eingewiesen wurden, weil sie ihren Familien im Weg standen. 

Keine der Frauen, die unerträgliche Qualen und Folter über sich ergehen lassen mussten, haben das Haus lebend verlassen. Nur eine schafft es, Victoria. Doch, als sie sich nach Jahren dazu entschließt, wieder ein normales Leben unter Menschen zu führen, holt die Vergangenheit sie ein, eine Vergangenheit, die ihre Spuren bis in die Gegenwart hinterlässt. 

"Das Herrenhaus im Moor" - eine großartige Geschichte, die durch ihre überraschenden Wendungen nie an Spannung verliert. Der Schreibstil ist bildgewaltig, frisch und lebendig. Ein großartiges Lesevergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte!




Taschenbuch
414 Seiten
Verlag: dtv




Liebe Felictiy (Indra), herzlichen Dank 
für diese wahnsinnig spannende Geschichte! 
Nun freue ich mich ganz, ganz doll auf 
unsere Wohnzimmerlesung! 

Herzlichen Dank auch an das Verlagsteam, 
dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!







Mittwoch, 2. Januar 2019

"Mich hat man vergessen" von Eva Erben

Gegen das Vergessen

Von einem Tag auf den anderen ist es vorbei mit dem beschaulichen Leben. Die elfjährige Eva wird zusammen mit ihren Eltern nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert. Ihre Eltern werden ermordet. Eva überlebt, weil sie sich in einem Heuhaufen schlafen gelegt hat, der stark nach Kuhdung gerochen hat. So war sie für die Suchhunde nicht aufspürbar. Eva überlebt als Einzige ihrer Familie. Tschechische Bauern finden sie und kümmern sich liebevoll um das völlig abgemagerte Mädchen. 1949 wandert Eva nach Israel aus, um dort mit ihrem Mann ein neues Leben zu beginnen. 

Eva Erben hatte eigentlich nie vor, ihre Geschichte zu erzählen, bis ihr Sohn von der Schule nach Hause kommt mit der Bitte der Lehrerin, von den damaligen Ereignissen vor der Klasse zu erzählen. 

Entstanden ist ein Buch der Erinnerung. Erinnerungen eines einst jungen Mädchens, das alles verloren hat und nur durch einen Zufall überlebt hat. Ihren Mann Peter kennt sie noch aus dem KZ Theresienstadt. Sie treffen sich zufälligerweise wieder, verlieben sich und heiraten. Ihre Kinder wissen lange Zeit nichts von Peters und Evas furchtbarer Vergangenheit. Wie so viele Überlebende des Holocaust, wollen Eva und Peter einfach nur ein neues Leben beginnen und aufbauen. Zu schrecklich sind auch die Erfahrungen, die sie gemacht haben. So wie Eva, die zu ihrer Tante ziehen musste, als diese sie gesucht und bei den Bauern gefunden hat. Evas Tante konnte oder wollte nicht glauben, was das Mädchen durchgemacht hat. Die Tante unterstellt ihr, alles nur erfunden zu haben. 

"Mich hat man vergessen" - es ist ein sehr ergreifendes kleines Buch und doch so wichtig in einer Zeit, in der immer mehr vergessen wird. Eine wahre Geschichte, geschrieben für Schüler, doch auch für Erwachsene äußerst empfehlenswert. 

Im hinteren Teil des Buches befinden sich Fotos und ein sehr interessantes Interview mit Eva Erben. 






Taschenbuch
108 Seiten
Verlag: GULLIVER



Meine Dezember-Bücher

Wunderbare 4 Romane 
habe ich im Dezember gelesen!

Danke für all die tollen Geschichten!






"Die Schokoladenvilla" von Maria Nikolai

Ein ganz wunderbarer Familienroman!

Judiths Vater ist Schokoladenfabrikant in Stuttgart. Schokolade, das ist auch die große Leidenschaft der jungen Frau. So oft sie es einrichten kann, verbringt sie ihre Zeit in der Fabrik und tüftelt an neuen Schokoladensorten. Nur zu gerne würde sie später die Fabrik ihres Vaters übernehmen, doch der hat ganz andere Pläne mit seiner Tochter. Um das vorübergehend finanzschwache Unternehmen zu retten, erhofft er sich für sie eine vorteilhafte Heirat mit einem Bankierssohn. Judith ist mit dessen Schwester befreundet, doch den jungen Mann kann und will sie nicht heiraten. Sie denkt da viel eher an den charmanten Max, der sie bisher kaum beachtet hat. Hingezogen fühlt sie sich auch zu dem jungen Victor, der wegen einer Ehrensache inhaftiert war, doch niemals würde ihr Vater so eine Verbindung zulassen! Wird es der jungen Frau dennoch gelingen, ihr Glück zu finden? Diese junge Frau, die ihre Mutter so schmerzlich vermisst, die aber seit Monaten in einem Sanatorium in Riva am wunderschönen Gardasee verweilt.

"Die Schokoladenvilla" - eine Geschichte, in die man sich einfach verlieben muss! Eine Geschichte, bei der man unbedingt das eine oder andere Stückchen seiner Lieblingsschokolade verzehren sollte. Maria Nikolai versteht es mit scheinbar spielerischer Leichtigkeit, den Leser zu verführen. Man liest, ist gefesselt und begeistert. Sie lässt viel Lebensgefühl mit in ihren Roman einfließen. Man fühlt sich in die Zeit versetzt, in der der Roman spielt. Die Geschichte ist mitreißend und atmosphärisch. Diese wunderbare Geschichte lässt einen die Stunden nur so vergessen. 

Wie normal ist es heute, sich einfach etwas aus einem Automaten zu ziehen? Sei es ein Stück Schokolade oder etwas anderes. Damals war das noch eine Sensation und die Begeisterung der tüftelnden Menschen kommt sehr gut herüber. Auch wird dem Leser sehr eindeutig gezeigt, wie die Stellung der Frau zu dieser Zeit war. Was haben wir es doch heute gut!

"Die Schokoladenvilla" - ein wunderbarer Familienroman, der mich restlos begeistert hat. Nun warte ich sehnsüchtig auf Band II!




Taschenbuch
653 Seiten
Verlag: PENGUIN





Liebe Maria, ganz, ganz herzlichen Dank 
für diese wunderbare Geschichte! 

Und wie schön war es, dass wir uns im September in München persönlich kennengelernt haben!

 Und nun darf ich mich ja nicht nur auf Band II
 der Schokoladenvilla freuen, 
sondern auch auf unsere gemeinsame Wohnzimmerlesung!