Dienstag, 31. Dezember 2019

Danke!

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

das Jahr 2019 neigt sich dem Ende zu und ich möchte einfach noch einmal Danke sagen.

Danke, dass es Euch alle gibt! 
Danke für all die wunderbaren Begegnungen und Treffen!
Danke für gemütliche Stunden bei Kuchen und Tee, bei Pizza und Pasta!
Danke für die Momente, die mit Quatschen über Gott und die Welt und mit viel Lachen erfüllt waren!
Danke an meine Eltern, dass Ihr immer noch für uns da seid!
Danke an meine Freunde, im echten wie im virtuellen Leben, einfach, dass wir immer einen tollen Austausch haben. 
Danke an meine Kolleginnen und Kollegen für Euer Vertrauen, die persönlichen Momente und den meist doch sehr netten Alltag mit Euch!
Danke an alle meine Autorinnen und Autoren für Eure Geschichten (und Entschuldigung dafür, dass ich in diesem Jahr nicht alle Bücher lesen konnte)! 
Ein besonderes Dankeschön geht an diejenigen, die sich immer wieder bereit erklären, bei mir im Wohnzimmer zu lesen! Es ist jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis.




2019 war für mich persönlich nicht immer so toll. Schon wieder ein Krankenhausaufenthalt, zum Jahresende noch eine Diagnose meinen linken Fuß betreffend, die nicht so toll ist und einiges mehr. Deshalb steht auf der Wunschliste für 2020 ganz oben und zwischendurch auch immer wieder Gesundheit. Aber es gab auch so viele wunderbare Dinge und Momente, die ich nicht missen möchte und an denen viele von Euch beteiligt waren. 

Ich freue mich auf das neue Jahr und bin gespannt, was es für uns alle bereithalten wird. Ich freue mich auch auf hoffentlich wieder viele tolle Stunden und Begegnungen mit Euch! 

Alles Liebe,

Eure Monika





Samstag, 28. Dezember 2019

"Das Weihnachtslied" von Angelika Schwarzhuber

Eine ganz wunderbare Wohlfühlgeschichte!

Mia ist mit Leib und Seele Musiklehrerin an einem Gymnasium. Mit dem Schulchor studiert sie seit langem die Lieder ein, die auf dem Weihnachtskonzert vorgetragen werden sollen. Mia hat jedoch kein gutes Verhältnis zur Rektorin der Schule. Als sie einem Mädchen, das ihrer Meinung nach nicht gut genug für den Chor ist, die Mitgliedschaft verweigert, reicht es der Rektorin. Mia erhält die Kündigung. Ihren Job erhält stattdessen der junge Musiklehrer Daniel, doch die Kinder weigern sich, mit ihm zu proben. Sie wollen ihre Lehrerin zurück, doch so einfach ist das nicht.

Als dann auch noch Mias geliebter Vater stirbt, ist ihre Welt ein einziger Scherbenhaufen. Sie informiert ihre Zwillingsschwester Valerie, die seit vielen Jahren in New York bei der Mutter lebt. Als Kinder wurden die Zwillinge getrennt. Die Schwestern haben eigentlich nie verstanden, was der Grund dafür war. 

Valerie bucht sofort einen Flug nach Deutschland, um ihrer Schwester beizustehen, doch die Annäherung an Mia fällt schwer. Die Zwillingsschwestern waren einfach zu lange voneinander getrennt. Ihrer beider Leben gestaltete sich so komplett anders. Während Mia Musiklehrerin wurde und sich zudem in letzter Zeit um den demenzkranken Vater gekümmert hat, hat Valerie Karriere in der Firma des Stiefvaters gemacht. Ob Sebastian vielleicht helfen kann, der Freund aus Kinder- und Jugendtagen?

Dann entdeckt Mia in den Unterlagen ihres Vaters Noten. Noten für ein Weihnachtslied, das er seiner Tochter Valerie gewidmet hat. Mia vollendet das Lied. Kann das Lied schaffen, was niemand zu hoffen gewagt hat? Wird das Lied die Schwestern wieder zusammenführen?

"Das Weihnachtslied" - es ist eine dieser Wohlfühlgeschichten, bei denen man sich entspannt zurücklehnen und Seite für Seite genießen kann. Eine Geschichte, in der es um die Trennung eines Ehe- und eines Geschwisterpaares geht. Die Geschichte handelt aber auch von Liebe. Von Liebe zu den Menschen, von Liebe zum Beruf. 

Angelika Schwarzhuber versteht es wieder einmal, den Leser mit ihrer neuen Wintergeschichte zu verzaubern. Ich schreibe extra Wintergeschichte, denn ich finde, man kann diese Geschichte auch wunderbar noch nach Weihnachten lesen und genießen. 




Taschenbuch
416 Seiten
Blanvalet



Liebe Angelika, ganz, ganz herzlichen 
Dank für diese wunderbare Geschichte!




Samstag, 21. Dezember 2019

"Bratapfel am Meer" von Anne Barns

Ein Wohlfühl-Roman, den man einfach lieben muss!

Caro, die als Intensivkrankenschwester arbeitet und von ihrem Mann getrennt lebt, braucht dringend eine Auszeit. Obwohl es in ihrem Beruf zum Alltag gehört von Menschen Abschied zu nehmen, trifft es sie diesmal ganz besonders, als Elfriede Fischermann stirbt. Die alte Dame hinterlässt ihr eine Kette, ein sogenanntes Filigran, mit der Bitte, diese Kette nach Juist zu ihrer großen Liebe zu bringen. Caro möchte der alten Dame unbedingt diesen letzten Wunsch erfüllen. 

So packt sie ihr Auto, schnappt sich ihren Bobtail Einstein und fährt los. Ein paar Tage Urlaub am Meer. Kalte, klare Luft. Den Kopf frei machen, die Stille genießen und vielleicht findet sie ja auch die geheimnisvolle Person, der sie die Kette mit dem Filigran übergeben soll.

Unterwegs nimmt Caro noch einen Anhalter mit. Etwas, das sie sonst nie tun würde, doch sie kennt Max. Er ist ein bekannter Koch. Vor Jahren hat sie sich um seine sterbenskranke Frau gekümmert. 

Auf Juist angekommen, wird Caro sofort herzlich Willkommen geheißen und wie eine gute Freundin aufgenommen. Hier begegnet sie auch Max wieder. Caro verliebt sich in ihn, doch er kann immer noch nicht von seiner verstorbenen Frau los lassen. 

"Bratapfel am Meer" - was für ein schöner Roman! Man bekommt so richtig Lust, die kleine Insel im Winter zu besuchen! Ob man dann auch als Gast Käsekuchen im Glas serviert bekommt? Vielleicht darf man ja auch einen der verführerischen Bratäpfel kosten? Beim Lesen habe ich die Landschaft direkt vor mir gesehen. Ich habe den kalten Wind gespürt und die Pferdekutsche gehört. Anne Barns schreibt so bildhaft, dass man das Gefühl bekommt, man sei direkt vor Ort. 

"Bratapfel am Meer" - ein wunderbarer Wohlfühl-Roman, der einfach von der ersten bis zur letzten Seite gut tut. Am besten eingekuschelt auf der Couch bei einem Stück Käsekuchen und einem Glas Apfelpunsch genießen! 



Taschenbuch
352 Seiten
MIRA


Liebe Andrea Russo, herzlichen Dank für diese wunderschöne 
und wohltuende Geschichte! Schön auch, dass wir uns kürzlich in Iserlohn endlich einmal persönlich gegenüberstanden! 
Die Karamellbonbons sind übrigens der Hammer!
 Ich werde mich in Kürze auch darin versuchen. 

Freitag, 20. Dezember 2019

"Leas Spuren" von Bettina Storks

Lesehighlight 2019!

Die deutsche Historikerin Marie Bergmann und der französische Journalist Nicolas Blanc kennen sich nicht. Sie erben jedoch zu gleichen Teilen eine Wohnung in Paris. Eine Wohnung, die Nicolas Großvater Victor Blanc gehört hat, doch was hat Marie damit zu tun?

 An das Erbe ist die Bedingung geknüpft, das verschollene Gemälde "Mädchen im Jardin du Luxembourg" zu finden. Es ist das Werk eines jüdischen Malers, das einst von den Nazis im Zweiten Weltkrieg geraubt wurde. Marie und Nicolas sollen es den rechtmäßigen Erben übergeben, sofern überhaupt jemand den Krieg damals überlebt hat.

Marie fährt so oft wie möglich aus ihrer Heimatstadt Stuttgart nach Paris, um zusammen mit Nicolas das Bild zu finden. Anhand von Tagebüchern und Postkarten versuchen sie, dem Geheimnis des Bildes auf die Spur zu kommen. Ein Geheimnis, das auch die Familien Bergmann und Blanc zu verbinden scheint.

Marie und Nicolas bekommen heraus, dass Victor und Maries Großtante Charlotte ein Liebespaar waren. Beide haben damals in Paris in der Deutschen Botschaft gearbeitet, aber haben sie tatsächlich mit den Nazis gemeinsame Sache gemacht? 

Eine spannende Spurensuche beginnt, bei der Marie und Nicolas feststellen müssen, dass nicht alle so begeistert sind von der Idee, das Geheimnis nach so langer Zeit zu lüften. Wird es den beiden gelingen, die rechtmäßigen Besitzer des Bildes zu finden? 

"Leas Spuren" - ein sehr beeindruckender und außerordentlich gut gelungener Roman! Nur wenige Autoren verstehen es auf diese Art und Weise, Orte und Begebenheiten dem Leser so nahe zu bringen. Einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr zur Seite legen. Bei jeder Zeile habe ich gespürt. wie intensiv sich Bettina Storks mit der Zeit und dem Thema Kunstraub während der Nazi-Herrschaft auseinandergesetzt hat. Die Autorin nimmt uns Leser wieder einmal mit in die Zeit, in der die Geschichte spielt. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich ab. Schauplätze und Personen werden lebendig. Vor meinem inneren Auge lief stets ein Film ab. 

"Leas Spuren" - definitiv eines der stärksten Bücher meines Lesejahres 2019! Unbedingt lesen!




Taschenbuch
464 Seite
Diana


Liebe Bettina Storks, wieder einmal konntest du mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern! Weiter so! 
Herzlichen Dank für diese Geschichte!

Donnerstag, 12. Dezember 2019

"Das Glück kommt mit der Weihnachtspost" von Mia Jakobsson

Eine ganz bezaubernde Winter-Weihnachts-Geschichte!

Es ist Winter im kleinen schwedischen Ort Orrviken im Jämtland. Die 8jährige Greta, die mit ihrem Vater Anders und den zwei Geschwistern im  Haus des Großvaters lebt, wünscht sich nichts sehnlicher, als dass ihr Vater endlich wieder einmal lacht und glücklich ist. Greta schreibt einen Brief an den Weihnachtsmann, nichts ahnend, dass der Brief auf dem Redaktionstisch der Journalistin Malin landet. Diese ist tief berührt von Gretas Zeilen und möchte nicht, dass die sehr persönlichen Briefe des Mädchens veröffentlicht werden. Malins Chef ist jedoch anderer Meinung. Für ihn zählen nur Verkaufszahlen und er wittert eine tolle Story. Er geht sogar so weit, dass er Malin nach Orrviken schickt. Dort soll sie Anders mit 3 Frauen bekannt machen, die in die Fußstapfen seiner geliebten, aber verstorbenen Ehefrau treten sollen. 

Malin fährt nach Orrviken und zieht dort in das Nachbarhaus, ein Ferienhaus, das Gretas Großvater vermietet. Schnell schließt Malin Anders und die Kinder in ihr Herz, ja, sie verliebt sich sogar in den Familienvater, doch der hat geschworen, seiner verstorbenen Frau auch bis über ihren Tod hinaus treu zu bleiben.

"Das Glück kommt mit der Weihnachtspost" - ich bin noch immer ganz verliebt in diese Geschichte! Eine Familiengeschichte mit ganz viel Liebe und Lebensgefühl geschrieben. Eine Geschichte mit dem  Zauber der Weihnacht. Mia Jakobssons Schreibstil ist angenehm und bildhaft. Die mitspielenden Personen muss man einfach gern haben. Malin, Anders und die Kinder sowieso, aber auch den Großvater und die immer etwas "angeschickerte" Haushälterin Tilda. 

"Das Glück kommt mit der Weihnachtspost" - eine großartige Geschichte über Liebe, Hoffnung und Familie. Eine Geschichte, bei der ich gelacht und geweint habe. Für alle, die Winter-Weihnachts-Geschichten so sehr lieben wie ich!



Hardcover
256 Seiten
Lübbe


Liebe Mia, ganz, ganz herzlichen Dank
 für diesen wunderbaren Roman! 

Sonntag, 8. Dezember 2019

Lesung mit Anne Barns am 5. Dezember 2019 in der Stadtbücherei in Iserlohn

Am vergangenen Donnerstag war ich zusammen mit 
Kerstin Bühren auf einer Lesung von Anne Barns (Andrea Russo). Unser Glück war es, dass die Lesung verschoben worden war, 
denn sonst hätten wir nicht das Vergnügen gehabt, 
an dieser wunderbaren Lesung teilzunehmen. 


Foto: Monika Schulte

Wie immer waren wir viel zu früh am Veranstaltungsort. 
Wir hörten jedoch von einem Weihnachtsmarkt.
 Allerdings war uns nicht bewusst, dass dies wohl der 
kleinste aller Weihnachtsmärkte in Südwestfalen zu sein scheint. Trotzdem war er mit seiner Handvoll Buden sehr heimelig. 
Dazu trug auch die schön beleuchtete Stadtbücherei in Iserlohn bei. Ein Weilchen konnten wir der Band lauschen, 
die direkt vor der Stadtbücherei gespielt hat.


Foto: Monika Schulte

Dann durften wir auch endlich das tolle Gebäude betreten.
 Andrea Russo (das ist der richtige Name der Autorin) und ich haben uns direkt erkannt und natürlich wurde erst einmal gedrückt. 

Foto: Monika Schulte

Bevor Andrea mit der Lesung begonnen hat, hat sie erst
 einmal ihre sündhaft leckeren Karamellbonbons durch die 
Reihen gehen lassen. Ich werde versuchen, sie unbedingt nachzumachen. Sie sind einfach genial! Weitere Köstlichkeiten folgten übrigens im weiteren Verlauf des Abends.


Foto: Monika Schulte

Anne Barns, also Andrea, hat dann aus ihrem neuen 
Roman "Bratapfel am Meer" gelesen. Es wurde immer wieder geschmunzelt, oft gelacht. Ein Roman, den man einfach mögen muss. Ein Wohlfühlroman, ein Glücklichmach-Buch. 


Foto: Monika Schulte

Kerstin und ich haben uns gleich zu Beginn mit 
Büchern vom Büchertisch eingedeckt.
 Nach der Lesung hat Andrea uns die Bücher noch signiert. 


Es war ein ganz, ganz toller Abend mit einer wunderbaren 
und äußerst sympathischen Autorin! Ich würde mal sagen
bis bald in Hagen! Und lasst es Euch nicht entgehen, 
wenn sie einmal in Eurer Nähe lesen sollte!









"Eiskalte Ostsee" von Julia Bruns

Ein beeindruckender und gleichzeitig spannender Krimi!

Julia Bruns entführt den Leser in ihrem neuen Krimi an die Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern. Am Neujahrsmorgen wird ein alter Mann tot unter der Selliner Seebrücke gefunden. Der Täter hat dem Mann zudem die Zunge angeschnitten. Der Pensionsbetreiber und ehemalige Kriminalbeamte Sören Hilgert fühlt sich sofort an einen ähnlichen Fall erinnert, in dem er vor Jahren ermittelt hat. Doch warum wurde der Mann überhaupt ermordet? Er galt im Ort als sehr beliebt. Sein Sohn scheint jedoch anderer Meinung zu sein. 

Die Hauptkommissarin Anne Berber, die gerade erst ihren Mann verlassen hat und nun vorübergehend in der Pension wohnt, nimmt die Ermittlungen auf. Einen Partner zum Austauschen findet sie ausgerechnet in dem Pensionswirt.

Steckt hinter dem Mord mit abgeschnittener Zunge ein Ritual, ist es eher eine Familienangelegenheit oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

"Eiskalte Ostsee" - ein beeindruckender und gleichzeitig unheimlich spannender Krimi. Julia Bruns schreibt fesselnd. Man begegnet sehr unterschiedlichen Menschen. Die einen halten, wie in vergangenen  Zeiten, zusammen und scheinen doch auf Hierarchien zu pochen. Die anderen verheimlichen etwas. Dazu die düster anmutende  winterliche Atmosphäre.

"Eiskalte Ostsee" - das perfekte Lese-Vergnügen für kalte Herbst und Wintertage.




Taschenbuch
272 Seiten
EMONS



Liebe Julia Bruns, herzlichen Dank 
für diesen spannenden Krimi!




Meine November-Bücher

Aus aktuellem Zeitmangel komme ich erst jetzt dazu, 
Euch meine November-Bücher noch einmal zu zeigen.
 Hier sind sie.




Sonntag, 1. Dezember 2019

Wohnzimmerlesung mit Peter Prange am 29. November 2019

Inzwischen ist es längst Tradition geworden. 
Wenn Peter Prange ein neues Buch geschrieben hat
 und auf Lesereise geht, dann macht er auch halt im 
westfälischen Hagen und liest bei mir im Wohnzimmer. 
Gestern war es wieder einmal soweit.


Fotos: Monika Schulte


Seine neueste Geschichte "Eine Familie in Deutschland" ist in zwei Teilen erschienen. Da der überwiegende Teil der Lesezeit-Gäste den ersten Teil noch nicht kannten, hat Peter aus diesem Teil mit dem Untertitel "Zeit zu hoffen, Zeit zu leben" gelesen. 


Foto: Monika Schulte

Peter Pranges Lesungen sind aber so viel mehr als einfach 
nur aus einem Buch zu lesen. Er vermittelt auf unterhaltsame und sehr spannende Weise enormes Hintergrundwissen. 
Auch für diejenigen, die den ersten Teil längst gelesen hatten, 
blieb es wahnsinnig interessant. 


Foto: Monika Schulte


Und hiervon handelt das Buch:

"Die große Familiengeschichte in Zeiten der Entscheidung - berührend, lebensnah, historisch genau. Seit Generationen leben die Isings im Wolfsburger Land, fernab der Welt und doch mittel in Deutschland. Alles verändert sich für die Familie, als auf Hitlers Befehl eine gigantische Automobilfabrik entstehen soll, um den "Volkswagen" zu bauen. 

Text: Scherz-Verlag



Fotos: Monika Schulte

Es war so interessant und spannend, dass alle Gäste erstaunt auf ihre Uhren sahen, als plötzlich schon 2 Stunden vergangen waren.


Fotos: Monika Schulte

Nach der Lesung hatte Peter weiterhin zu tun.
 Jede Menge Bücher wurden gekauft und wollten signiert werden. 


Fotos: Monika Schulte

Während die einen sich ihre neu erworbenen Bücher 
signieren ließen, haben die anderen es sich am 
Kuchenbuffet gut gehen lassen. 


Fotos: Monika Schulte


Foto: Monika Schulte

Es war wieder einmal ein ganz, ganz wunderbarer Nachmittag! 
Ein toller Autor, tolle Gäste!


Fotos: Monika Schulte

Lieber Peter, ganz, ganz herzlichen Dank, dass du auch 
dieses Jahr wieder in Hagen gewesen bist. Wir sehen uns im November 2020! Die Lesung ist schon jetzt ausgebucht!



Mittwoch, 27. November 2019

"Ein Winter voller Träume" von Mia Jakobsson

Eine bezaubernde Weihnachtsgeschichte, die glücklich macht!

Kristin, jung verwitwet und Mutter dreier Kinder, verdient ihren Lebensunterhalt als Briefträgerin in einem kleinen schwedischen Ort. Liebevoll kümmert sie sich nicht nur um ihre Familie, sondern auch um Alma, eine alte Dame aus der Nachbarschaft. 

Alma wird sehr  krank und ihr größter Wunsch ist es, noch einmal ihren inzwischen erwachsenen Enkel Jerik zu sehen, doch zu dem hat sie seit vielen, vielen Jahren keinen Kontakt mehr.

Kristin tut es in der Seele weh, die alte Frau so leiden zu sehen. Da fasst sie den Entschluss, im Namen Jeriks Briefe zu schreiben. Alma ist überglücklich und übersteht sogar die Krankheit, doch nun ist ihr Wunsch noch viel größer, ihren Enkel endlich wieder in die Arme zu schließen. 

Kristins Freundin hat die Idee, einen Schauspieler zu engagieren. Obwohl Kristin von der Idee nicht besonders angetan ist, hat sie keine Wahl. Kurzerhand engagiert sie einen Schauspieler, den niemand weiter kennt.

Bevor dieser jedoch kommt, steht plötzlich der echte Jerik vor der Tür, doch Kristin glaubt ihm nicht und hält ihn für den Schauspieler, der einfach nur ein komisches Spiel spielt. Wer ist nun wer und warum fühlt sie sich zu dem gut aussehenden Mann so hingezogen?

"Ein Winter voller Träume"  von Mia Jakobsson - eine richtig schöne Weihnachts- und zugleich Liebesgeschichte. Charmant, mit ganz viel Wärme geschrieben. Romantisch, aber auch witzig. Eine bezaubernde Geschichte, die glücklich macht. 



eBook
320 Seiten
Weltbild







Montag, 25. November 2019

"Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec" von Aurélie Valognes

Ein ganz bezaubernder und zudem typisch französischer Roman!

Weihnachten steht vor der Tür und Jacques und Martine Le Guennec haben ihre drei Söhne samt Schwiegertöchtern zu sich in die Bretagne eingeladen, doch denen graut eigentlich vor dem Familienfest. Jacques, das Oberhaupt der Familie, ist sehr grantelig, hat permanent schlechte Laune und zeigt dies auch. Er hingegen behauptet das Gegenteil. Seine Schwiegertöchter seien es, die ständig etwas auszusetzen haben. Da ist Laura, die Hardcore-Vegetarierin, die sogar noch an Gemüse etwas auszusetzen hat. Stéphanie, die unter ihrer dritten Schwangerschaft leidet und dann ist da auch noch Jeanne, die raucht und mit Dialekt spricht. Und dann die Geschenke, die Jacques immer aussucht! Immer mit einer versteckten Botschaft, so dass jeder der jungen Leute Angst hat, sein Päckchen zu öffnen. 

Als Martine eines Tages allein zu den Kindern fährt, sieht sie, dass es auch anders geht. Die jungen Leute helfen sich gegenseitig und sie gehen liebevoll miteinander um. Das möchte Martine für sich auch. So stellt sie ihrem Mann ein Ultimatum. Entweder er ändert sein Verhalten bis zum nächsten gemeinsamen Familienurlaub oder sie geht!

"Die Schwiegertöchter des Monsieur Le Guennec" - ein ganz bezaubernder und typisch französischer Roman. Eine gelungene Mischung aus Familienroman und Komödie. Als Leser ist man stiller Zuschauer, sitzt mit den Le Guennecs an einem Tisch. Man streitet, man liebt, man hofft, man bangt, man ist überrascht. Ganz leise, wenn Jacques und Martine alleine sind, laut, bunt und chaotisch, wenn die Familie im Anmarsch ist. So ist Familie, so ist das Leben. Und so schön mitzuerleben, dass es nie zu spät ist für Veränderungen. 




Taschenbuch
240 Seiten
Rowohlt



Herzlichen Dank an das Verlagsteam 
für diesen ganz besonderen Roman!

Sonntag, 24. November 2019

"Die Herberge im Wald - Ein Tante Frieda-Krimi" von Heidi Gebhardt

Absolute Lese-Empfehlung für alle, die es unblutig und doch spannend mögen!

Da Lena immer noch keinen richtigen Job hat, übernimmt sie die Leitung der Herberge im Wald. Diese gehört ihrem früheren Kollegen Frank und seiner Frau. Diese möchte die Wintermonate jedoch lieber auf den Kanaren verbringen. 

Lena ist froh, eine bezahlte Tätigkeit zu haben. Kost und Logis sind zudem frei. Doch kaum übernimmt Lena den Job, wird in der Nähe der Herberge eine Leiche gefunden! Zudem passieren in der Herberge selbst seltsame Dinge. 

Als dann auch noch ein Gast tot aufgefunden wird, eilt Tante Frieda der eh schon mit dem Betrieb der Herberge überforderten Lena zu Hilfe. Wer Tante Frieda kennt, der weiß, dass die alte Dame nichts so einfach auf sich beruhen lässt. Im Dorfladen erfährt sie daher so manches, das weiterhelfen könnte. Obwohl die Kommissare Peter Bruchfeld und Bärbel König dort eigentlich nicht ermitteln, wollen sie Frieda und Lena helfen. 

Was hat es mit den beiden Toten auf sich? Einfach Unglück oder doch Mord? Und wer steckt hinter den mysteriösen Machenschaften in der Herberge? 

"Die Herberge im Wald" - auch dieser vierte Fall, den die alte Dame zusammen mit Lena und den beiden Kommissaren versucht zu lösen, hat mich die Stunden wieder nur so vergessen lassen. Ich fiebere mit, ich bin dabei. Und auch diesmal hatte ich tatsächlich wieder einen anderen im Verdacht. 

Heidi Gebhardt versteht es blendend, Spannung und gute Unterhaltung zu verbinden. Tante Frieda ist mir inzwischen so richtig ans Herz gewachsen, aber auch ihre Nichte Lena, die in der Herberge im Wald nicht nur mysteriöse Dinge erlebt, sondern auch... Nein, nein, das verrate ich hier natürlich nicht. 

Ach, und dann Peter Bruchfeld und Bärbel König. Die beiden sind nicht nur beruflich ein unschlagbares Paar. 

Ich hoffe, dass Heidi Gebhardt die alte Dame und ihren Dackel Amsel sehr, sehr alt werden lässt, damit ich noch viele Fälle mit ihnen zusammen lösen kann. Absolute Lese-Empfehlung für alle, die es unblutig und doch spannend mögen!




Taschenbuch
248 Seiten
Kolonelverlag






Liebe Heidi, ganz, ganz herzlichen Dank für diesen vierten Fall! Ich hoffe, dass es noch viele weitere Fälle geben wird! 

Samstag, 23. November 2019

"Die Zarin und der Philosoph" von Martina Sahler (Sankt-Petersburg-Roman 2)

Ein farbenprächtiger Gesellschaftsroman!

Katharina die Große hat nach einem Putsch die Macht an sich gerissen. Sie krönt sich selbst zur Zarin.  Eine schillernde Person, die Kunst und Bildung fördert und doch die Augen verschließt vor dem Elend eines Großteils der Bevölkerung. 

Europa schaut auf das Zarenreich. Preußens König Friedrich II schickt Stephan Mervier, einen Philosophen, an den Zarenhof, doch ganz so nah, wie erhofft, werden Stephan und seine künstlerisch begabte Frau Johanna, dann doch nicht untergebracht. Anstatt in den berühmten Winterpalast zu ziehen, werden sie in einer nahe gelegenen Villa untergebracht. Während Stephan sich sofort in Land und Leute verliebt und schnell seinen Platz in der Gesellschaft findet, ersucht Johanna, als Künstlerin Fuß zu fassen. Stephan nimmt an philosophischen Zirkeln teil, ist nah bei der Zarin und immer weniger Zuhause bei seiner Frau. 

Sonja, das Ziehkind der Zarin, ist in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Ihr missfallen die Lebensumstände der Leibeigenen. Während sich Stephan und Sonja ineinander verlieben, wächst der Widerstand im Winterpalast. Wie wird Katharina reagieren? Und was wird aus Johanna?

"Die Zarin und der Philosoph", ein historischer Roman, der fesselt und begeistert. Der Leser nimmt Teil am Leben und am Schicksal vielschichtiger und interessanter Persönlichkeiten. Wahre Geschichte und Fiktion werden hervorragend miteinander verwoben. Martina Sahler lässt das einst glänzende Zarenreich wieder aufleben. Ihr Schreibstil ist gewohnt angenehm und bildhaft. Man spürt ihre Liebe zum Land, zu ihren Protagonisten. 

"Die Zarin und der Philosoph" - ein farbenprächtiger Gesellschaftsroman, den man unabhängig vom ersten Teil lesen kann.




Hardcover
496 Seiten
List



Liebe Martina, herzlichen Dank, dass du mich wieder in das faszinierende Sankt Petersburg entführt hast! 

Mittwoch, 20. November 2019

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten
 der vergangenen Woche



Foto: Monika Schulte



1. Geburtstag im Büro gefeiert.

2. Das Überraschungspäckchen von Heidi Gebhardt.
Danke, liebe Heidi! Das war und ist so toll!!!

3. Wenn der DHL-Packstationen-Mann happy ist, endlich einmal die Frau kennenzulernen, die so viele Pakete bekommt.

4. Der Besuch von meinem früheren Chef.

5. Wenn man nachmittags einfach mal
 ein Stündchen schlafen kann.

6. Mit Anja am Donnerstag im Dienste 
des Festausschusses unterwegs gewesen.

7. Der Betriebsausflug am Freitag und Kermit.

8. Der Friseurbesuch.

9. Mich mit der Frage beschäftigt, 
ob wir im Büro die K-Frage lösen können.

10. Buchvorstellungen im Theater an der Volme am Sonntag

Montag, 11. November 2019

Think Pink!

10 positive Dinge und Begebenheiten
 der vergangenen Woche


Foto: Monika Schulte

1. Einen richtig schönen Geburtstag gehabt.


2. Anfang der Woche endlich Kaffee-/Teetrinken mit Heike K.


3. Endlich aus dem Stunden-Minus raus.


4. Wenn einem eine befreundete Autorin
 etwas über ihr neues Buch verrät.


5. Einkaufen mit dem Sohn.


6. Echte Geburtstagskarten erhalten!


7. Wenn man für jünger gehalten wird, 
als man tatsächlich ist! Danke, Stefan F.!


8. Das coole Tannenbäumchen! 
Danke, Ina und Jürgen!


9. Wenn man den Infekt Dank Natron in die Flucht jagen kann. 


10. Die Vögel an den Futterstationen im Garten beobachten. 

Samstag, 9. November 2019

"Herz im Schneegestöber" von Anna Fischer

Ein Liebesroman, eine weihnachtliche Geschichte, ein modernes Märchen!

Weihnachten im Schneegestöber und auf der Straße? Ja, das gibt's, zumindest in der neuen wunderbaren Geschichte von Anna Fischer. Ich habe die Autorin erst dieses Jahr für mich entdeckt und ich liebe ihre Herz-Geschichten! 

Wegen einer Überbuchung muss Josie, die auf dem Weg nach Hause zu ihrer Familie ist, im Flieger in die Businessclass wechseln. Hier trifft die Umweltaktivistin auf den Finanzmanager Adam Harper. Zwei Menschen aus komplett anderen Welten prallen sprichwörtlich aufeinander. Sie findet ihn arrogant, er sie zickig, doch dann legt ein Jahrhundertschneesturm den gesamten Flugverkehr lahm und die beiden sind plötzlich aufeinander angewiesen. Da Adam erst kürzlich seinen Führerschein abgeben musste, bittet er Josie, ihn zu fahren. Er muss einen wichtigen Termin einhalten, sie möchte Weihnachten bei ihrer Familie sein. Also, ins Auto gesetzt und ab geht es Richtung Seattle und hier beginnt das große gemeinsame Abenteuer.

Eigentlich wollten sie so schnell wie möglich mit dem Auto nach Seattle, doch das Auto wird ihnen samt Geld und Papieren gestohlen. Der eisige Schneesturm hat das Land im Griff, doch irgendwie schaffen die beiden es immer, weiter zu kommen, manchmal auch erst im allerletzten Moment. Die beiden so komplett unterschiedlichen Menschen kommen sich langsam näher. Während andere sie längst für ein Paar halten, erleben sie weitere Abenteuer, landen unverhofft anstatt in Seattle in Kanada. Sie treffen auf Menschen, von denen sie nie gedacht hätten, dass sie einmal auf ihre Hilfe angewiesen wären, doch irgendwann, nach langen Irrungen und Wirrungen, erreichen sie ihr Ziel Seattle. Es ist Zeit endlich Abschied voneinander zu nehmen oder doch nicht?

"Herz im Schneegestöber" - ich bin ganz verliebt in diese Geschichte! Es ist einfach nur schön, wie sich beide Protagonisten im Laufe der Geschichte annähern, wie sich ihre Sichtweisen auf die Welt und auf sich selbst ändern, wie die beiden zueinander finden. Die Abenteuer, die sie gemeinsam durchstehen, die Menschen, die sie treffen, sie lassen auch den Leser nicht unberührt. Ganz im Gegenteil! Diese Geschichte regt zum Nachdenken an und bei meinem nächsten Spaziergang durch die Stadt, werde ich viele Dinge mit ganz anderen Augen sehen. 

"Herz im Schneegestöber" - ein Liebesroman, eine weihnachtliche Geschichte, ein modernes Märchen. Eine Geschichte, die ich wärmstens empfehle. Zum Schluss sollte man aber ein paar Taschentücher parat haben - nicht, weil es plötzlich so traurig wird, sondern, weil man einfach vor Glück ein paar Tränen vergießen muss. 




Taschenbuch
347 Seiten
Montlake Romance



Liebe Anna Fischer, ganz, ganz herzlichen Dank 
für diese wunderbare Geschichte, die mich sehr berührt hat! 
Ich hoffe für mich ganz persönlich, das es noch viele
 weitere Herz-Geschichten geben wird.

Dienstag, 5. November 2019

"Der Geschmack unseres Lebens" von Julia Fischer

Klug und bildgewaltig!

Ella und ihr Bruder Danilo wachsen auf der Haselnussplantage ihrer Eltern auf. Die Mutter stirbt früh. Die Familie kann den Verlust nicht verwinden. Viele Jahre später, Ella wollte eigentlich längst verheiratet sein, lebt sie mit ihren beiden Kindern auf der Plantage und pflegt ihren krebskranken Vater. Ihre Beziehung zu ihrem Verlobten ging wegen der Krankheit des Vaters in die Brüche. Ella konnte ihn nicht alleine lassen. Nach dem Tod des Vaters kann Ella die Plantage jedoch nicht mehr halten. Die Plantage wird zwangsversteigert. 

Ella ist wütend auf den neuen Besitzer Michele, doch das Schicksal hat etwas anderes mit ihr vor. Ella verliebt sich, doch Michele ist mit Pippa verheiratet.

Beinahe Tag und Nacht kümmert sich Ella um ihre Chocolaterie im Herzen Albas. Die neu gewonnene Selbständigkeit ist nicht einfach. Ihre Zwillinge Lisa und Laura leiden darunter. Auch sagt man Ella ein Verhältnis mit Mahesh nach. Mahesh, der neben der Chocolaterie ein Restaurant betreibt, das nicht so recht laufen will, weil die Piemonteser ihre eigene Küche vorziehen, was aber auch an der Bäckersfrau liegt, die ständig gegen ihn wettert. Mahesh, für den Ella sein Augenstein ist, der jedoch Andrea liebt, den jungen Mann aus der Bäckerei gegenüber. 

Und dann ist Danilo plötzlich wieder da, Ellas Bruder, der Soldat in Afghanistan war und mit seelischen Ungeheuern zu kämpfen hat, weil der Krieg und die Erinnerung an die Erlebnisse dort ihn noch immer in schrecklicher Umklammerung halten. Danilo, der Ella endlich die Wahrheit über die Mutter sagen möchte.

"Der Geschmack unseres Lebens" - Julia Fischer ist es wieder einmal gelungen, auf ihre ganz bestimmte zarte und leise Art, Orte und Begebenheiten, die Menschen und ihre Geschichten, dem Leser nahe zu bringen. Es ist eine Geschichte, die das Herz nicht los lässt. Julia Fischer schreibt klug, schreibt bildgewaltig. Sie lässt den Leser nachdenklich werden, lässt ihn traurig und glücklich zugleich zurück. Ihre Wortwahl ist ganz sanft, ganz kostbar. Ihre Worte zergehen wie zart schmelzende Schokolade und um die geht es natürlich auch im Roman. Die beschriebenen Aromen meint man zu riechen, zu schmecken. Die Handlung schreitet leicht und unterhaltsam voran und ist dennoch so viel mehr.

"Der Geschmack unsers Lebens" - eine Geschichte, die zu Schokolade verführt. Eine Geschichte, die den Wunsch in einem wachruft, auch ins Piemont zu fahren. Eine Geschichte, der ich ganz, ganz viele Leser wünsche!





Taschenbuch
400 Seiten
KNAUR


Liebe Julia, ganz, ganz herzlichen
 Dank für diese wunderbare Geschichte! 








Sonntag, 3. November 2019

Think Pink!

10 positive Dinge oder Begebenheiten 
der vergangenen Woche


Foto: Monika Schulte


1. Gemütliche Tea-Time mit Anja.

2. Die Entdeckung von Monika Fuchs, 
dass wir gemeinsam am Ende des neuen Romans von Marie Adams genannt werden. Daraufhin musste ich das Buch einfach kaufen. 

3. Es ist kalt, aber schön.

4. Herrlicher Spaß mit Daniela und Snapchat.

5. Es ist Kerzenzeit.

6. Endlich das nächste Fotobuch erstellt.

7. Mit Hendrik lecker im Filos essen gewesen. 

8. Schöne Buchpost bekommen.

9. Das verloren gegangene Rezept des Birnen-Käsekuchens 
mit Baiser im Internet entdeckt.

10. Der Geburtstagsnachmittag (mein Mann) mit Familie. 

Donnerstag, 31. Oktober 2019

"Frieda unter Verdacht - Ein Hohe-Tanne-Krimi" von Heidi Gebhardt

Ein spannender dritter Fall

Ein Bordell im beschaulichen Viertel Hohe Tanne? Kann das denn sein?! Tante Frieda sammelt Unterschriften in der Nachbarschaft. So kann es ja nicht weitergehen. Als der vermeintliche Bordellbesitzer ihr seinen Hausschlüssel da lässt, damit sich Tante Frieda um seinen Hund kümmern kann, während er in seinem Ferienhaus weilt, nutzt die alte Dame die Chance und will sich im Haus umschauen. Doch sie entdeckt etwas ganz anderes, ein totes Mädchen! Plötzlich taucht die Polizei auf und entdeckt Tante Frieda mit der Tatwaffe in der Hand. 

Jetzt kann nur noch ihre immer hungrige Nichte Lena helfen, denn Tante Frieda landet erst einmal im Gefängnis. Als sie unter Auflagen aus der Haft entlassen wird, verschwindet sie plötzlich nach Bayreuth. Lena bittet ihren Schwarm Andreas um Hilfe. Auch Friedas Bekanntschaft, der nette Hans Gruber, steht helfend zur Seite, doch plötzlich wird in Friedas Haus eingebrochen. 

Während Lena versucht, ihre Tante in Bayreuth ausfindig zu machen, versuchen die Kommissare Bärbel König und Peter Bruchfeld die Spannungen zwischen sich zu lösen, denn eigentlich lieben sie sich ja, doch vieles ist unausgesprochen zwischen ihnen. 

"Frieda unter Verdacht" - es ist der dritte Fall mit der munteren alten Dame. Auch diesmal bin ich rundum begeistert. Heidi Gebhardt schafft es auch wieder einmal, mit überraschenden Wendungen die Spannung zu halten. Immer wieder gelingt es ihr, den Leser auf die falsche Spur zu lenken. Die Geschichte ist frisch und lebendig, spannend und unterhaltsam. Die agierenden Personen sind mir inzwischen vertraut. Was habe ich Lena die Daumen gedrückt, doch dann... Tja, was dann passiert ist, das müsst Ihr schon selbst lesen! 






Taschenbuch
206 Seiten
List



Liebe Heidi Gebhardt, herzlichen Dank
 für diesen spannenden dritten Fall!







Dienstag, 29. Oktober 2019

"Kein Mord ohne Tante Frieda - Ein Hohe-Tanne-Krimi" von Heidi Gebhardt

Spannend, originell und leicht zu lesen!

Schon wieder ein Mord im beschaulichen Hanauer Viertel Hohe Tanne! Aus dem Essen für ihre immer hungrige Nichte Lena wird erst einmal nichts. Frieda kann es nämlich nicht lassen. Ein weiteres Mal nimmt sie ihre eigenen Ermittlungen auf. 

Eine Frau wurde auf dem nahe gelegenen Golfplatz erschossen. Da kann man doch nicht in Ruhe zu Hause bleiben und Essen kochen! Die alte Dame schnappt sich ihre alten Golfklamotten, ihren Hund Amsel und schon beginnt das neue Abenteuer. Natürlich wird auch Nichte Lena wieder mit eingespannt, die diesmal Unterstützung bekommt von ihrem Bruder Sven. 

Frieda steckt ihre neugierige Nase gekonnt in Dinge, die sie eigentlich nichts angehen, doch sie begibt sich auch wieder in gefährliche Situationen. Wird sie den Mörder ermitteln können?

"Kein Mord ohne Tante Frieda" - es ist Friedas zweiter Fall und wie der erste hat mich auch dieser wieder komplett begeistern können. Die alte Dame muss man einfach mögen. Heidi Gebhardt versteht es, den Leser zu fesseln und kommt komplett ohne blutige Szenen aus. Ein Krimi, wie ich ihn liebe! Spannend, originell und leicht zu lesen. Allerbeste Unterhaltung! Aber Vorsicht! Die Rezepte im Anhang machen Hunger!




Taschenbuch
249 Seiten
List




Montag, 28. Oktober 2019

"Tanz mit mir, Aurelia" von Titus Müller

Ein kleines Buch ganz großartig!

Wir schreiben das Jahr 1647. Es ist die Zeit des strengen Puritanismus. Vergnügungen aller Art sind untersagt. Malereien in Kirchen wurden weiß übermalt. Sogar das Weihnachtsfest wurde inzwischen verboten. Die Menschen sollen ein einfaches und gottgefälliges Leben führen. 

John ist ein junger Puritaner. Sein Vater hat sich zu Tode getrunken. John wuchs bei Tante und Onkel auf. Er liebt die beiden sehr. Sein Leben besteht aus Disziplin und harter Arbeit. Als er seiner Arbeit als Wasserträger nachgeht, trifft er auf die lebenslustige Aurelia. Sie stammen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Sie dürfen nie zusammen kommen und doch fühlen sie sich auf geheimnisvolle Weise zueinander hingezogen. 

John versucht ihr immer wieder zu erklären, dass es nicht Recht ist, zu feiern und Freude zu empfinden, doch Aurelia kann das nicht hinnehmen. Wieso soll man sich nicht an schönen Dingen erfreuen? Wieso soll man nicht singen dürfen? Gott hat doch auch die schönen Dinge erschaffen! 

Aurelia und John denken intensiv über die jeweilige Sichtweise des anderen nach und sie kommen sich dabei immer näher. Johns größter Wunsch ist es auf einmal, ein Mal mit Aurelia zu tanzen. 

Als Weihnachten naht und die Familie der jungen Frau heimlich das verbotene Weihnachtsfest vorbereitet, geraten sie in Gefahr, denn Johns Ziehvater steht plötzlich vor der Tür der Familie Fox.

"Tanz mit mir, Aurelia" - eine wunderschöne Erzählung, die mit ganz viel Liebe geschrieben wurde. Es ist eine Geschichte, die aus der Masse an Geschichten heraussticht. Eine Geschichte, wie ich sie liebe. Ruhig, ganz leise, zauberhaft. Es ist eines dieser Bücher, die glücklich machen. 

"Tanz mit mir, Aurelia" - ein kleines Buch ganz großartig! 




Gebundene Ausgabe
176 Seiten
adeo

Sonntag, 27. Oktober 2019

Think Pink!

10 positive Dinge und Begebenheiten 
der vergangenen Woche


Endlich habe ich es mal wieder geschafft, 
meine Liste zu schreiben!


Foto: Monika Schulte




1. Endlich ein paar Sonnenstunden!

2. Wenn man aus dem Urlaub kommt 
und einen Adventskalender vorfindet.
Danke Ralph!

3. Wenn einem eine Kollegin einen Weg abnimmt 
und Kalender vom Lions-Club mitbringt.
Danke, Steffi!

4. Kraniche am Himmel beobachtet.

5. Herzlich gelacht über eine merkwürdige Öko-Sekte, 
die noch viel merkwürdigere sehr persönliche Praktiken ausübt.
Danke, Norbert für das Kopfkino, 
dass du Daniela und mir beschert hast!

6. Durch Zufall die leckeren Softkekse einer bestimmten entdeckt.
Dabei werden sie angeblich nicht mehr hergestellt.

7. Fußbäder mit Natron tun richtig gut.

8. Der Freitagabend mit Ina in der Artischocke auf Elbers 
und der Besuch im Theater an der Volme.

9. Die Lesung mit Felicity Whitmore.

10. Lesezeit am Sonntag.





Lesezeit-Spezial mit Brigitte Kanitz alias Brigitte Pasini

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,

endlich gibt es mal wieder ein Spezial! 
Heute werde ich Euch Brigitte Kanitz vorstellen die auch unter den Namen 
Brigitte Pasini und Brigitte Janson schreibt. 
Ich wünsche Euch ganz viel Spaß und Unterhaltung 
bei unserer kleinen Plauderei, die wir aus der Ferne geführt haben.


Foto: Brigitte Kanitz



Dein Roman „Bella Stella“ ist eine meiner persönlichen Entdeckungen 2019. Eine packende Geschichte über 2 Menschen, deren Lebensumstände sie nach Hamburg führen, wo sie sich begegnen. Wie bist du auf diese Geschichte gekommen? Und warum ausgerechnet 1922?

Danke, ich fühle mich geehrt. Die zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts haben mich schon immer besonders interessiert. Meine Großmutter Martha Geilenberg war in jenen Jahren eine junge Frau und hat mir viel erzählt. Sie hatte sogar einen kleinen Laden, allerdings in Bergedorf. Ebenso spannend finde ich die Anfänge des Faschismus in meiner Wahlheimat Italien. Und da ich selbst eine deutsch-italienische Liebesgeschichte erlebt habe, kam eins zum anderen …





Dich hat es also der Liebe wegen nach Italien „verschlagen“?

Aus Liebe zum Land! Hatte schon einige Jahre einer Kindheit in Italien verbracht und wollte zurück. Meinen Mann habe ich zwei Monate nach meiner Auswanderung kennengelernt. Schicksal.

Die Schauplätze des Romans, Hamburg und die Romagna, konnte ich mir gut bildlich vorstellen. Du kennst die Orte persönlich?

Na klar! Habe viele Jahre in Hamburg gewohnt und lebe jetzt in den Marken, an der Grenze zur Romagna. Für den Roman war ich auf St. Pauli, in Holstein und Predappio unterwegs.


Foto: Brigitte Kanitz
Recherche in Holstein

Du bringst einem die damalige Zeit sehr nahe. Wenn du eine Zeitreise unternehmen könntest, in welches Jahr würdest du gerne einmal reisen und wem würdest du dann am liebsten über die Schulter sehen?

Wenn schon Zeitreise, dann in die Zukunft, sagen wir fünfzig Jahre und schauen, wie meine Töchter ihr Leben meistern.

Ganz anders als ich. Ich würde entweder ins Berlin der Zwanziger Jahre reisen wollen und dort den Künstlern über die Schulter schauen. Eine Reise ins alte Rom zu Zeiten Julius Cäsers würde mich allerdings auch sehr reizen.

Kommt drauf an, in welcher Gesellschaftsschicht man sich in solchen Zeiten bewegt.

Natürlich in der Oberschicht! Lach!


Foto: Brigitte Kanitz
Recherche in Rom

Wie schon gesagt, dein Roman spielt in Hamburg und in der Romagna. Was ist dein Sehnsuchtsziel, wenn es um Urlaub geht?

Australien vor drei Jahren war toll. Auch New York letztes Jahr. Gern würde ich mal nach Namibia, aber dafür muss ich noch ein bisschen arbeiten.

Namibia, da wollten mein Mann und ich vor 24 Jahren eigentliche unsere Flitterwochen verbringen. Im Reisebüro mussten wir feststellen, dass es doch etwas zu teuer ist.


Foto: Brigitte Kanitz
Haus des Faschismus in Predappio

Zurück zu deinem Roman „Bella Stella“. Welche deiner Figuren ist deine Lieblingsfigur und welche hat dir das meiste Kopfzerbrechen bereitet?

Stella habe ich gleich geliebt. Dann hat Lorenzo sich beschwert, er würde zu kurz kommen und ich habe ihm mehr Raum gegeben. Die kleine Sophia hat sich auch bald in mein Herz geschlichen. Stellas Vater Olaf war mir anfangs unsympathisch, aber sein schweres Schicksal macht den Charakter begreifbar.

Stella, Lorenzo, Rosario, Luna, Pepita und Sophia – sie alle haben sofort auch mein Herz erobert. So unterschiedlich wie jeder einzelne von ihnen ist, das gemeinsame Schicksal, die Hausgemeinschaft, schweißt alle zusammen. Nicht gemocht habe ich Giuseppina. - Ich hoffe, dass noch viele weitere Leserinnen und Leser deine Geschichte genau lieben werden wie ich!

Giuseppina lässt ausrichten, dass sie schwer beleidigt ist!

Kommen wir zu allgemeinen Dingen. Was war dein bislang spannendstes Projekt?

Mit Abstand dieses, allein vom Umfang her. Aber auch mein erster historischer Roman vor bald zehn Jahren (Brigitte Janson „Die Tortenbäckerin“) war eine Herausforderung.


Foto: Brigitte Kanitz
Anfänge des Radios

Gibt es eine Erfahrung in deiner Laufbahn, die dich besonders geprägt hat?

Oh ja! Nach meinem ersten Buch schrieb ich glücklich das zweite. Kaum abgegeben, bekam ich die Rückmeldung von meinem Agenten: Ihr erstes ist so schlecht gelaufen, dass der Verlag ein zweites nicht mal ansehen will. Das saß. Nachdem ich mich davon erholt hatte, sagte ich mir: Jetzt erst recht!

Und das war auch gut so! Du schreibst ja noch unter anderen Namen. Magst du verraten, welche das sind und unter welchem Genre du dann schreibst?

Unter meinem richtigen Namen Brigitte Kanitz schreibe ich Familienkomödien, als Brigitte Janson Familienromane und auch historische Hamburg-Romane.


Foto: Brigitte Kanitz
Die aktuellen Romane


Woran arbeitest du gerade?

Brigitte Janson schreibt – sorry, darf noch nicht sagen, woran.

Wieviel Familie steckt in deinen Geschichten?

Immer sehr, sehr viel Familie oder meinst du meine eigene?

Deine eigene.

Dann ein bisschen.

Wer sind deine ersten Probeleser?

Habe ich nicht. Die fertigen Manuskripte gehen direkt an den jeweiligen Verlag.

Welche Bücher liest du selbst gerne?

Alles, außer Fantasy. Gute Romane, Thriller (wenn sie nicht zu blutig sind), historische Stoffe, Biografien, Autobiografien...

Was bedeutet dir Zeit?

Zeit ist Luxus. Wenn ich Zeit mit meinen Töchtern verbringe, wenn ich Zeit habe, was für mich zu tun.


Foto: Brigitte Kanitz 
Im letzten Urlaub

Wie definierst du Glück?

Glück ist immer eine Frage des Augenblicks. Kaum ist er da, musst du aufpassen, dass er dir nicht so schnell wieder entwischt.

Als letztes: Beschreibe dich selbst in einem Satz!

Grundsätzlich positiv, manchmal ungeduldig, immer zäh, zeitweise verliebt.

Liebe Brigitte, ganz, ganz herzlichen Dank, dass ich mit dir plaudern durfte! Es hat mir sehr viel Spaß gemacht!