Samstag, 7. Februar 2026

Bücher, die ich noch einmal lesen würde

Es gibt Bücher, die begleiten uns ein Leben lang. Man trägt sie nicht ständig mit sich, aber sie sind da – irgendwo im Inneren. Und manchmal genügt ein Gedanke, ein Satz, ein Gefühl, um sie wieder hervorzuholen.

Mein erstes "richtiges" Buch als Jugendliche war "Suchkind 312" von Hans-Ulrich Horster. Damals wusste ich noch nicht, dass dieses Buch sich so tief in mir festsetzen würde. Es erzählt das dramatische Schicksal einer jungen Mutter im Nachkriegsdeutschland, die ihr im Krieg verlorenes Kind sucht. Eine Geschichte voller Hoffnung, Verzweiflung und unerschütterlicher Liebe.

Was mich bis heute nicht loslässt, ist diese Mischung aus persönlichem Leid und historischer Realität. Der Roman macht spürbar, was der Krieg für einzelne Menschen bedeutete – nicht abstrakt, sondern ganz nah. Besonders eindrücklich fand ich die Einblicke in die Arbeit des Roten Kreuzes nach 1945, diese mühsame, oft verzweifelte Suche nach Vermissten, nach Namen, nach Spuren von Leben.


(Bild wurde durch KI generiert.)


Ich war noch jung, als ich das Buch las, und doch hat es mich tief berührt. Vielleicht gerade deshalb. Ich konnte es nie vergessen. Und auch wenn ich es seitdem nicht noch einmal gelesen habe, weiß ich: Dieses Buch würde ich jederzeit wieder zur Hand nehmen. Nicht aus Nostalgie, sondern weil es zu den Geschichten gehört, die etwas in einem geöffnet haben.

Heute frage ich mich:

Habt ihr auch so ein Buch?

Einen Roman, den ihr nie vergessen konntet? Vielleicht euer erstes richtiges Buch. Oder eine Geschichte, die euch in einer bestimmten Lebensphase geprägt hat. Ein Buch, das ihr jederzeit noch einmal lesen würdet – weil es mehr ist als nur eine Geschichte.

Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten.



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