Spannung, Atmosphäre und starke Figuren im historischen Berlin
Berlin im Jahr 1910: Perdita Menke, angehende Gerichtsmedizinerin und praktisch in der Welt der Obduktionen aufgewachsen, lässt ein Fall nicht los. Vor ihr liegt die Leiche einer jungen Frau, Mutter eines Säuglings – angeblich Selbstmord. Doch Perdita kommen schnell Zweifel. Während ihre männlichen Kollegen den Fall ohne großes Zögern zu den Akten legen wollen, spürt sie, dass etwas nicht stimmt. Als die Leiche plötzlich verschwindet, ist für sie endgültig klar: Hier steckt mehr dahinter.
Unterstützung findet sie unerwartet in dem angehenden Kriminalbeamten Dieter Schultz. Gemeinsam beginnen sie zu ermitteln – und stoßen dabei auch auf den charismatischen Bestatter Charon Czerny. Welche Rolle spielt er in diesem mysteriösen Fall?
Cleo Sternberg entführt ihre Leserinnen und Leser eindrucksvoll in das Berlin der frühen 1910er-Jahre. Besonders lebendig wird die Atmosphäre rund um das „Schwarze Ferkel“, eine zwielichtige Kaschemme, in der sich die unterschiedlichsten Gestalten begegnen. Man spürt die Düsternis der Zeit, aber auch die Verzweiflung, den Lebenshunger und eine gewisse rohe Energie. Selbst die Liebe findet ihren Platz in dieser rauen Welt.
Der Roman ist durchweg spannend und fesselnd – einmal begonnen, fällt es schwer, ihn aus der Hand zu legen. Die Mischung aus historischem Setting, starken Figuren und einem packenden Kriminalfall überzeugt auf ganzer Linie.
Bleibt nur eine Frage, die sich wohl viele Leserinnen und Leser stellen: Wann erscheint der nächste Fall?

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