Der Roman „All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer erzählt die berührende Geschichte der Schwestern Juna und Martha, die gemeinsam mit ihrem verwitweten Vater in einer kleinen, beengten Wohnung leben. Obwohl sie sich ein Zimmer teilen, könnten ihre inneren Welten kaum unterschiedlicher sein.
Juna ist 17 Jahre alt und lebt mit der Usher-Krankheit – einer fortschreitenden Einschränkung von Gehör und Sehvermögen. Ihr größter Traum ist es, Malerin zu werden, doch dieser scheint mit jeder Verschlechterung ihrer Sinne unerreichbarer. Martha hingegen steht oft im Schatten ihrer Schwester. Sie fühlt sich übersehen, als würde sich alles nur um Juna drehen.
Als Juna den Wunsch äußert, nach Malmö zu reisen, um das Werk ihrer Lieblingskünstlerin ein einziges Mal mit eigenen Augen zu sehen, fasst Martha einen mutigen Entschluss: Sie will ihrer Schwester diesen Traum erfüllen. Es beginnt eine ungewöhnliche Reise – voller Herausforderungen, Abenteuer und emotionaler Momente. Vor allem aber wird es eine Reise, die die beiden Schwestern einander näherbringt.
Cora Wucherer gelingt eine einfühlsame Geschichte über Geschwisterliebe, Ängste, Hoffnung und das Bedürfnis, gesehen zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Figuren sind authentisch und nahbar, sodass man ihre Gefühle intensiv miterlebt.
Ein bewegender Roman für Leserinnen und Leser jeden Alters, der lange nachhallt.
Herzlichen Dank an das Team von Klett-Cotta und NetGalley,
dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!


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