Ein Abend, der unter die Haut ging – "Ich wand're durch Theresienstadt"
Was für ein grandioser und zugleich bewegender Abend! Gemeinsam mit Kerstin Bühren durfte ich gestern die musikalische Lesung „Ich wand're durch Theresienstadt“ im Auditorium des Museumsquartiers Hagen besuchen. Gastgeber war das Emil Schumacher Museum.
Im Mittelpunkt standen Verfolgung, Widerstand und Hoffnung – eindrucksvoll erzählt anhand von Texten deportierter Menschen und Erinnerungen von Überlebenden. Es ging um den Alltag im Ghetto, um Angst, Leid und die ständige Bedrohung durch Deportationen.
Und doch gab es mitten in all diesem Grauen etwas, das mich besonders berührt hat: Die Menschen in Theresienstadt schafften es, ein kulturelles Leben aufrechtzuerhalten. Sie schrieben, musizierten, komponierten und führten Theaterstücke auf. Kultur wurde zu einem Stück Menschlichkeit, zu einem Zeichen von Lebenswillen und Hoffnung.
Roman Knizka als Sprecher und das Bläserquintett OPUS 45 gestalteten diesen Abend auf eine ganz außergewöhnliche Weise. Wort und Musik gingen unter die Haut. Es waren erschütternde Momente, die immer wieder die gleichen Fragen aufwarfen: Warum hat man das zugelassen? Wie konnte all das geschehen?
Das Publikum lauschte hoch konzentriert. In vielen Gesichtern spiegelten sich Betroffenheit und Fassungslosigkeit. Zeitweise hätte man im Auditorium eine Stecknadel fallen hören können. Die Stille sagte mehr als viele Worte.
Am Ende gab es minutenlangen Applaus und Standing Ovations – ein mehr als verdienter Ausdruck der Anerkennung für diese großartige Darbietung.
Ein Abend, der nachdenklich macht, berührt und noch lange nachwirkt.
Mein herzlicher Dank gilt allen Organisatoren und Sponsoren, die diese außergewöhnliche Veranstaltung möglich gemacht haben und den Besuchern sogar kostenlosen Eintritt ermöglichten.
Ein Abend, den ich nicht so schnell vergessen werde.


Guten Morgen,
AntwortenLöschendas hört sich nach einem wunderbaren und berührenden Abend an. Solche Veranstaltungen zum Thema sollte es viel öfter geben!
Liebe Grüße
Martina