Freitag, 8. Mai 2015

Autoren-Interview mit Tina Wolf

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,
heute stelle ich Euch eine Autorin vor, die als Kind
mit einer privaten Kunstlehrerin langweilige
Holunderbäume abmalen durfte, die 12 Jahre
beim NDR gearbeitet hat und die dieses Jahr
einen Film in Dänemark drehen wird.




Informationen zur Autorin

Name: Tina Wolf
Alter: 41
Wohnort: Hamburg
Familienstand: glücklich verheiratet




Rund ums Schreiben
Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Ich habe mit circa 8 Jahren angefangen ein paar Gedichte zu schreiben, mit 13 Jahren Kurzgeschichten. Allerdings wurde diese Neigung oder die Tatsache, dass es mir leicht fiel und Spaß machte leider nicht so früh erkannt oder gefördert. Ich glaube, sonst hätte ich schon viel früher mein erstes Buch veröffentlicht. Dafür durfte ich mit einer privaten Kunstlehrerin langweilige Holunderbäume mit Kohlestiften abmalen, weil meine Mutter meinte meine Kreativität etwas unterstützen und auch lenken zu müssen. Ich habe nämlich ganz viele tolle Ideen gehabt. Kaum konnte ich z.B. eine Schere halten, habe ich die Blumen aus der gemusterten Bettwäsche ausgeschnitten und an die Wände geklebt...

Was fasziniert dich am Schreiben?
Ich weiß gar nicht, ob ich von Faszination sprechen kann. Erzählen, das habe ich immer schon gerne gemacht. Dass ich es jetzt in dieser Form tun kann, ist ein großes Glück. Denn es ist ja nicht selbstverständlich, dass man seine „Berufung“ findet, leben kann und sich andere auch noch daran freuen. Dafür bin ich sehr dankbar.
 
Wie entstehen deine Geschichten?
Meine ersten drei Bücher („Und ich dachte, ich könnte Dich retten“, „Kein Kind ist auch (k)eine Lösung“ und „Mit zwei Pampelmusen auf den Himalaya“) sind sehr nah an meinem Leben. Das erste ist sogar Teil meines Lebens. Ich hatte das große Bedürfnis es mitzuteilen, weil ich davon überzeugt war und auch immer noch bin, dass es anderen helfen kann. Meine beiden Romane sind auch Teil meines Lebens. Mein neuer Roman „Zum wilden Eck“ ist eine Premiere. Er ist komplett frei erfunden. Und ich muss sagen: Es ist das Buch, das mir von allen Büchern am meisten Spaß gemacht hat. Und ich hoffe, dass es allen anderen auch so viel Spaß macht!
Diese Geschichte kam mir übrigens nachmittags auf der „Hundewiese“ auf die ich regelmäßig mit unserem Sohn gehe, da er Hunde so sehr liebt.





Dein nächstes Projekt?
Ich denke aktuell über einen zweiten Teil des Mops-Krimis nach. Mal schauen was mir da einfällt ... Und ich warte auf eine positive Rückmeldung eines Verlages zu meinem Kinderbuch.

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Das reicht von Tierärztin bis Politikerin und Schauspielerin. Später folgten Pilotin und Heilpädagogin. Ich bin ganz froh, dass es so gekommen ist, wie es kam.

Wie sieht dein Alltag aus?
Nach 12 Jahren beim NDR bin ich aktuell viel zu Hause und schreibe. Ich arbeite aber auch mit einer TV-Produktionsfirma hier aus Hamburg zusammen an einem Sendekonzept und drehe im Sommer einen Film in Dänemark. Es wird ein spannendes Jahr!

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Frühling! Ganz klar, meine absolute Lieblingslieblingsjahreszeit. Ich LIEBE den Frühling und ich kann es kaum abwarten die ersten kleine Blumen und Blüten sprießen zu sehen!

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Die Welt. Da, wo die Sonne scheint und es nette Menschen gibt. Und davon gibt es ja allerhand. Ich habe mal 6 Monate auf Maui gelebt. Das wäre nochmal ein Ziel. Aber erst, wenn mein Sohn etwas größer ist, denn ich möchte, dass er sich an diese Reise sein Leben lang erinnert. Ich selbst habe in meiner Kindheit viel Zeit in Schweden verbracht und werde diese Bilder, Eindrücke, Düfte nie vergessen. Das trage ich immer in mir.

Was bedeutet Dir Zeit?
Sie ist neben der Gesundheit meiner Meinung nach das Wichtigste. Ich gehöre zu den von Natur aus „getriebenen“ Menschen. Egal, ob ich nun Zeit habe oder nicht. Ich will immer viel schaffen, viel bewegen. Zu viel Zeit kann da auch schon mal zu einer richtigen Herausforderung werden ;-)

Wie definierst du Glück?
Alle sind gesund, allen geht es gut, alle sind glücklich, zufrieden.
Und wenn mein kleiner Sohn mir sagt, dass er mich lieb hat. Dann ist das das größte Glück.

Wenn du 5 Millionen € im Lotto gewinnen würdest, was würdest du damit tun?
Ich würde einige Projekte, die ich auch jetzt schon unterstütze, so unterstützen, dass auf lange Sicht etwas bewegt werden kann. Ich würde selbst über ein eigenes Projekt nachdenken. Und ich würde mir Haus am Meer kaufen. Irgendwo. Auf alle Fälle direkt am Strand. Das Problem ist nur: Ich spiele kein Lotto.

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Es mag abgedroschen klingen, aber ich wünsche mir vor allem eines: Gesundheit. Für mich und natürlich alle, die ich liebe. Ich habe gesehen was passiert, wenn die Gesundheit nicht mehr da ist, sich leise verabschiedet, obwohl man noch nicht alt ist. Man Abschied nehmen muss. Seitdem weiß ich wie wichtig es ist gesund zu sein und Zeit zu haben.

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
(Was für eine Herausforderung!)

Humorvolles, selbstkritisches und latent unruhiges Wesen mit großem Herzen und langer Antenne.

(Klingt wie „Sie sucht ihn“)



Liebe Tina, herzlichen Dank für dieses wunderbare Interview!

Donnerstag, 7. Mai 2015

Angelika Lauriel liest!

Angelika Lauriel liest! Sei dabei!

Am 13. Juni 2015, einem Samstag, wird Angelika Lauriel 
Gast bei mir Zuhause sein. Ich freue mich schon ganz 
schön doll auf diese Lesung! 

Ihr wollt wissen, was Angelika lesen wird? Das will ich Euch verraten. Sie liest aus ihren neuesten Romanen:


Schüssel mit Sprung

Meine Schwiegermutter, das Chaos und die Liebe

Phantanimal: Die Suche nach dem Magischen Buch








Ihr wollt dabei sein? Nichts leichter als das!

Schreibt mir einfach kurz eine Mail unter: Monika_Schulte@ymail.com
oder schreibt mir eine PN via Facebook.

Alles weitere erfahrt Ihr dann per Mail. 

Herzliche Grüße!

Monika

Sonntag, 3. Mai 2015

Rezension zu "Apfelblütenzauber" von Gabriella Engelmann

Sehnsucht nach dem Alten Land!

Irgendwie ist auf einmal alles im Umbruch. Leonie verliert nicht nur ihren geliebten Job im La Lune. Ihre Freundin Stella erwartet das zweite Kind und überlegt, mit Mann und Kindern nach Husum zu ziehen. Und auch bei Nina ist Bewegung. Soll sie mit Alexander zusammen ziehen und ihn eventuell auch auf seine Kochbuchreisen begleiten? Die vor Jahren so wunderbar begonnene Frauen-WG in der Villa zum Verlieben scheint sich aufzulösen. Als sich dann Leonies Mutter auch noch eine Auszeit von ihrem Mann nimmt und für einige Zeit in die Provence fährt, bleibt Leonie nichts anderes übrig, als ihr Leben neu zu überdenken. Sie packt ihre Sachen und fährt ins Alte Land zu ihrem Vater, um ihn bei den Feriengästen und im Hofladen unter die Arme zu greifen. Dabei merkt sie, wie sehr sie ihre alte Heimat vermisst hat. Und dann ist da auch noch der sympathische Markus, der ihr Herz ganz schön höher schlagen lässt.

"Apfeflblütenzauber" - wunderbare 400 Seiten Seiten Lesegenuss vom Allerfeinsten! Gabriella Engelmann schafft es mit ihren Romanen immer wieder, den Leser zu verzaubern. Nicht nur mit den liebenswerten Figuren, die man sofort ins Herz schließt, sondern auch mit den von ihr beschriebenen Landschaften. Die Apfelplantagen, der Duft der Blüten - man möchte sofort seine Koffer packen und hinfahren ins Alte Land. 

"Apfelblütenzauber" - es ist die Geschichte dreier Frauen, die einst in einer Villa eine Art Wohngemeinschaft gebildet hatten, deren Lebensplanungen jetzt aber langsam auseinander gehen. Es ist ein Buch über die Freundschaft und ja, auch über die Liebe. Es gehört für mich in die Kategorie "Glücklichmachbuch". Ein ganz betörendes Lesevergnügen mit ganz viel Wärme und Charme. 




Broschiert
400 Seiten 
Verlag Knaur



Herzlichen Dank an Patricia Keßler vom Verlag Knaur, 
dass ich den neuen Romn von Gabriella Engelmann 
lesen und besprechen durfte!

Freitag, 1. Mai 2015

Wanderbuchaktion "Wir schicken Gloria um die Welt"

(c) Monika Schulte - Gloria im Garten des Hohenhofs

Gloria, die Protagonistin aus dem Roman "Gloria und die Liebenden von Verona" geht mit uns Lesern auf Weltreise. Ihre Reise hat am 16. April 2015 in Peine (Niedersachsen) begonnen. Momentan verweilt Gloria noch in Hagen (NRW), wartet aber ungeduldig auf ihre Weiterreise.

 
(c) Monika Schulte - Eingangsportal Hohenhof

In Hagen hat Gloria den Hohenhof besucht, eine Jugendstilvilla, erbaut von dem Kunstmäzen Karl Ernst Osthaus, entworfen von Henry van de Velde. Das Gebäude bezeichnet man auch als Gesamtkunstwerk des Jugendstils und jeder, der einmal ein bisschen Zeit in Hagen verbringt, sollte den Hohenhof in Verbindung mit einer spannenden Führung besuchen. 
 

(c) Monika Schulte - Eingangsbereich Hohenhof

Wie könnt Ihr mitmachen? Mitmachen kann im Prinzip jeder. Nehmt das Buch mit in Euren Urlaub, macht ein Foto (mit oder ohne Euch, aber auf alle Fälle von dem Buch), vorzugsweise mit einer Sehenswürdigkeit, postet das Bild auf Eurer Facebookseite mit dem Hashtag #gloriareise.
 
 
(c) Monika Schulte - Hohenhof

Dann schreibt Eure Meinung zum Buch und auch Eure Urlaubserinnerungen (gerne mit Fotos, Eintrittskarten usw) in die Kladde, die Ihr mit dem Buch zugeschickt bekommt. Wenn Ihr aus dem Urlaub zurück seid, schickt Ihr das Buch zum nächsten Teilnehmer. Die Adresse bekommt Ihr von Kathrin Bolte vom Verlag Dryas. 
 
 
(c) Monika Schulte - Garten Hohenhof

Mitmachen können auch alle, die nicht großartig in Urlaub fahren, aber an ihrem Wohnort eine Sehenswürdigkeiten haben, die unbedingt gezeigt werden muss. 
 
 
(c) Monika Schulte
 
 
Nach dem Besuch des Hohenhofs musste Gloria unbedingt noch eine leckere Waffel in einem Hagener Café probieren.
 
 
(c) Monika Schulte - Hohenhof
 

Wie Kathrin Bolte bin auch ich sehr gespannt, welche Reisen noch auf Gloria warten und was sie unterwegs alles erleben wird. 

Hier könnt Ihr Euch für die Aktion anmelden:
 
 
(c) Meine Blüte der Woche

Gebt bitte Euren Namen und das Urlaubsziel sowie den
Zeitraum an, damit Kathrin Bolte den Einsatz des Buches
besser planen kann.

Viel Spaß!

Rezension "Gloria und die Liebenden von Verona - Ein viktorianischer Krimi" von Marlene Klaus

Lesevergnügen

Gloria begibt sich mit ihrer Großtante auf Reisen. Noch bevor sie Verona erreichen, wird ihre Kutsche aufgehalten. Vor ihnen steht eine in Tränen aufgelöste junge Italienerin, doch was ist passiert? Mehr schlecht als recht können sie sich mit der jungen Frau verständigen, doch eines steht fest. Ein Duell hat stattgefunden. Es gibt einen Toten und der zweite Duellant, der Verlobte der jungen Frau, ist spurlos verschwunden. Schnell fällt der Verdacht auf ihn, doch war es wirklich so? Obwohl Gloria immer wieder dazu angehalten wird sich nicht einzumischen, ist sie einfach nicht aufzuhalten. Sie will unbedingt helfen. Zur Seite steht ihr dabei ihr Landsmann Lord Alexander Lyndon, den sie anfangs so gar nicht leiden mag. 

"Gloria und die Liebenden von Verona" - ein Roman, der einen in eine andere Zeit versetzt. Eine Zeit, in der man sehr gestelzt und förmlich miteinander umgeht. Sogar ich, die eigentlich Krimis so gar nicht mag, konnte mich einer gewissen Begeisterung für die Geschichte nicht entziehen. Marlene Klaus lässt ihre Protagonisten ihrer Zeit gemäß sprechen. Bei mir waren sämtliche Personen sehr lebendig und es hat einfach Spaß gemacht zu lesen, wie sich die Geschichte entwickelt. Orte, Menschen, Begebenheiten, die Autorin schafft es hervorragend, das Flair wiederzugeben und die viktorianische Zeit lebendig werden zu lassen. 

Wer diese Art von Krimis liebt, ist hier bestens aufgehoben. Dieser Roman bereitet einen einfach großes Lesevergnügen.




Taschenbuch
220 Seiten
Verlag Dryas



Herzlichen Dank an den Dryas Verlag, dass ich den Roman lesen und besprechen durfte und dass ich auch vor allen Dingen an der tollen Wanderbuch-Aktion mitmachen durfte!

Rezension zu "Das Glück wächst nicht auf Bäumen" von Wendy Wunder

Ein Buch über die Freundschaft

Hannah und Zoe, zwei beste Freundinnen und doch so unterschiedlich. Hannah ist schüchtern, zurückhaltend, traut sich nicht viel zu. Zoe dagegen ist wild, macht gerne verrückte Sachen und fällt auf. So unterschiedlich sie auch sind, so unzertrennlich sind die beiden jungen Frauen auch. Hannah ist ihren Eltern irgendwie egal. Die Mutter lebt so vor sich hin, der Vater ist Alkoholiker. Zoes Mutter dagegen kümmert sich sehr um ihre Tochter - zu sehr. So empfindet es zumindest Zoe selbst, doch Zoe ist krank. Als Zoe sich zunehmend eingeengt fühlt, schnappt sie sich einen Beutel voller Münzgeld, den sie im Kleiderschrank versteckt hat und geht auf große Tour. Hannah überlegt nicht lange. Der Junge, in den sie verliebt ist, hat eine andere. Ihr Vater hat das Geld genommen, dass sie sich mühsam fürs College zusammen gespart hat. Und so machen sich die beiden Mädchen auf, die Welt zu erkunden. 

"Das Glück wächst nicht auf Bäumen" - es ist mal wieder einer dieser leisen Romane, die ich so sehr mag. Ich muss jedoch zugeben, dass ich mit dem ersten Drittel des Romanes meine Probleme hatte. Etwas langatmig, etwas zäh, doch der Roman entwickelt sich und ich bin froh, ihm doch noch eine Chance gegeben zu haben. Mir fehlte anfangs etwas der Zauber aus "Flamingos im Schnee", dem ersten Roman der Autorin, doch dieser Roman hier ist anders. Es ist die bezaubernde Geschichte zweier junger Frauen, die beide mit ihren eigenen Problemen fertig werden müssen. Da sind Hannahs Eltern, die sich nicht um sie kümmern und bei Zoe ist es ihre Krankheit. Eine Krankheit, die erst etwas geheimnisvoll bleibt und über die man von Seite zu Seite dann immer mehr erfährt. Als die beiden sich Hannahs Auto nehmen und auf Roadtour gehen, nimmt der Roman richtig Fahrt auf. Zoe ist für jedes verrückte Abenteuer zu haben und Hannah lernt ganz nebenbei, dass Verrücktheit auch Spaß machen kann. 

"Das Glück wächst nicht auf Bäumen" - ein Roman, der den Leser zum Schmunzeln bringt, ihn aber zum Schluss auch sehr nachdenklich machen kann. Ein Buch über die Freundschaft und über den Sinn des Lebens. 




Broschiert
320 Seiten
Verlag Goldmann



Herzlichen Dank an das Team des Goldmann-Verlages, 
dass ich diesen Roman lesen und besprechen durfte!

Meine April-Bücher





Beatriz Williams
Das geheime Leben der Violet Grant

Marjan Kamali
Tausendundein Granaapfelkern

Charlotte Roth
Als der Himmel uns gehörte

Birgit Schlieper
Zum Wünschen ist es nie zu spät

Anna Romer
Das Rosenholzzimmer

Joanna Rakoff
Lieber Mr. Salinger

Teresa Simon
Die Frauen der Rosenvilla