Mittwoch, 2. September 2026

"Wildboden" von Constantin Lieb

Zwischen Kunst, Abhängigkeit und Liebe

Der Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling führen in den Schweizer Bergen ein einfaches, zurückgezogenes Leben. Im kleinen Ort Frauenkirch sind sie nie wirklich bei den Menschen angekommen. Die Bewohner begegnen ihnen eher misstrauisch und zurückhaltend. Während Kirchner die Abgeschiedenheit und die Ruhe schätzt, leidet Erna darunter. Ihr fehlt die Großstadt, ihr fehlt Berlin.

Auch psychisch geht es Erna zunehmend schlechter. Ihre Depressionen verschlimmern sich, doch sie steht bis zum Schluss zu Kirchner und ist immer für ihn da. Dabei ist auch sein eigenes Leben von schweren Dämonen geprägt. Seit dem Ersten Weltkrieg traumatisiert, medikamentenabhängig und später sogar morphinabhängig, geht es Kirchner zunehmend schlechter. Er kann charmant und zuvorkommend sein, gleichzeitig aber auch herablassend und verletzend. Seine Kunst gilt in Deutschland inzwischen als "entartet", und auch persönlich gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen.

Zwischen Ernst Ludwig und Erna besteht eine zutiefst toxische Beziehung. Sie können nicht wirklich miteinander – und doch können sie auch nicht ohne einander sein. Erna hält zu ihm, versucht, ihn aufzufangen und mit seinen Stimmungsschwankungen und Abhängigkeiten zu leben. Trotz aller Belastungen bleibt sie bis zu seinem Tod an seiner Seite. Doch Kirchners Dämonen gewinnen schließlich die Oberhand: Er nimmt sich das Leben.

"Wildboden" ist trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Düsternis, die über dem Leben der beiden Protagonisten liegt, ein unglaublich mitreißender Roman. Constantin Lieb erzählt fesselnd und sprachgewaltig. Besonders beeindruckend fand ich, wie unmittelbar man in Kirchners Welt eintaucht und miterlebt, wie in seinem Kopf ein neues Bild entsteht – unabhängig davon, unter welchen Lebensumständen er sich gerade befindet.

Die Atmosphäre der Schweizer Berge, Kirchners innere Zerrissenheit und die schwierige Beziehung zu Erna werden so eindringlich beschrieben, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann. Die Spannung bleibt bis zum Finale erhalten, und das Ende ist zugleich erschütternd und sehr berührend.

Ein intensiver, sprachgewaltiger Roman über einen großen Künstler, seine Dämonen und eine Frau, die trotz aller Schwierigkeiten bis zum Schluss an seiner Seite bleibt.

Nicht nur für Kunstbegeisterte eine Empfehlung!





Herzlichen Dank an den INSEL-Verlag, 

dass ich den Roman lesen und vorstellen durfte!


Sonntag, 30. August 2026

"Der Betrachter" von Judith Fanto

Sechs Freunde und eine Zeit, die alles verändert


1916 wird Manno jäh aus seinem bisherigen Leben gerissen. Nach dem Tod seiner Mutter – einem Unfall mit Todesfolge – wird er zu seiner Tante Edmonda nach Wien geschickt. Dort verdient sie ihren Lebensunterhalt auf eine zunächst wenig rühmliche Art und Weise. Was genau dahintersteckt, wird Manno allerdings erst viele Jahre später erfahren.

Ein Privatlehrer erkennt Mannos künstlerisches Talent und fördert ihn. Schließlich besucht er eine Sommerschule – und dieser Aufenthalt wird zu einem entscheidenden Glücksfall in seinem Leben. Denn dort lernt er Béla, Franzi, Max, Bertl und Lotte kennen. Zwischen den sechs Jugendlichen entsteht sofort eine enge, eingeschworene Freundschaft, die sie über viele Jahre hinweg verbindet. Immer wieder verbringen sie gemeinsam ihre Ferien am Altaussee. Doch kann diese Freundschaft wirklich allen Widrigkeiten standhalten?

Wien verändert sich. Die politische Lage wird zunehmend bedrohlicher, Hitler marschiert in Österreich ein und die Spannungen innerhalb der Gesellschaft nehmen zu. Zwei der Freunde sind jüdisch, einer fühlt sich zu Männern hingezogen. Und plötzlich gerät auch die Freundschaft selbst in Gefahr: Béla wird von Bertl erpresst.

Die politische Situation verschärft sich immer weiter. Manno kehrt schließlich nach Haarlem zurück, doch auch dort übernehmen die Nationalsozialisten die Macht. Um der Zwangsarbeit zu entgehen, muss Manno sich verstecken. Erst später kommt es wieder zu Begegnungen mit seinen ehemaligen Freunden. Doch kann nach den Jahren des Krieges und all dem Erlebten jemals wieder das entstehen, was sie einst miteinander verbunden hat?

Manno ist der Betrachter und zugleich der Erzähler dieser Geschichte. Durch seine Augen erlebt man die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen, die immer stärker in das Leben der Freunde eingreifen.

Judith Fanto erzählt sehr eindringlich, intensiv und berührend. Der Roman entwickelt einen regelrechten Sog, dem man sich kaum entziehen kann. Die politischen Unwälzungen dieser Zeit sind beim Lesen beinahe spürbar. Gleichzeitig fiebert man mit den sechs Freunden mit und fragt sich immer wieder, ob ihre Freundschaft tatsächlich Bestand haben kann.

Die Geschichte hält einige unerwartete Wendungen und Ereignisse bereit und hat mich immer wieder überrascht. Besonders beeindruckend fand ich, wie eng die persönliche Geschichte der Figuren mit den politischen Entwicklungen dieser Zeit verwoben ist.

Eine eindringliche, bewegende und zugleich spannende Geschichte über Freundschaft, Verrat, Liebe, Verfolgung und die Auswirkungen politischer Gewalt auf das Leben einzelner Menschen.

Ein absolutes Lese-Highlight!






Herzlichen Dank an die Teams von NetGalley und Kein & Aber, 
dass ich dieses Buch lesen und vorstellen durfte!



#DerBetrachter #NetGalleyDE!


Sonntag, 16. August 2026

"Mademoiselle Coco und der Mord im kleinen Schwarzen" von Michelle Marly

Coco Chanel zwischen Glamour und Mord

Eine tote Reinigungsfrau, in ihrer Handtasche Entwürfe von Cocos neuester Kreation – dem heute weltberühmten "kleinen Schwarzen". Was hatte die junge Frau damit vor? Schnell steht fest: Sie wurde ermordet. Und ausgerechnet Coco Chanel selbst gerät unter Verdacht, die Tat begangen zu haben.

Natürlich kann Coco das nicht auf sich sitzen lassen. Gemeinsam mit ihrer Freundin Misia Sert macht sie sich auf die Suche nach dem wahren Mörder. Doch wieder einmal begeben sich die beiden Frauen dabei in große Gefahr.

Michelle Marly nimmt uns erneut mit in die faszinierende Modewelt der 1920er-Jahre, in eine Welt der Reichen und Schönen, der Künstler und Intellektuellen. Wir begegnen nicht nur Misias Ehemann, dem Künstler José María Sert, der von den eigenmächtigen Ermittlungen der beiden Frauen wenig begeistert ist, sondern auch dem gemeinsamen Freund Jean Cocteau.

Doch neben Glanz, Glamour und Haute Couture zeigt der Roman auch die andere Seite dieser Zeit. Wir erhalten Einblicke in die Lebensumstände der Menschen, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat. Gerade für Coco sind diese Begegnungen besonders berührend, denn sie selbst stammt ursprünglich aus einfachen Verhältnissen.

Auch dieser Krimi von Michelle Marly hat mir wieder unheimlich viel Spaß gemacht. Das Eintauchen in die faszinierende Welt der Mode, die Begegnungen mit historischen Persönlichkeiten und natürlich der spannende Mordfall ergeben eine wunderbare Kombination.

Ein atmosphärischer und unterhaltsamer Krimi, der Geschichte, Mode und Spannung miteinander verbindet. Ich hoffe sehr, dass Coco Chanel und Misia Sert noch in viele weitere Fälle verwickelt werden!






Mein allerherzlichster Dank geht an Michelle Marly! 
Danke, dass ich diesen tollen Krimi lesen und vorstellen durfte!


Dienstag, 11. August 2026

"Die Schönheit der Distanz" von Nao-Cola Yamazaki

Eine leise Geschichte über Liebe und Abschied

Ein Mann fährt jeden Tag zu seiner todkranken Frau ins Krankenhaus. Er hilft ihr beim Waschen, wäscht und kämmt ihre Haare. Sie begrüßen sich immer mit "Hallo" und "Selber Hallo". Eine ganz einfache, alltägliche Begrüßung – und doch steckt darin so viel Nähe.

Beide wissen, dass sie sterben wird. Und trotzdem versucht er, seiner Frau eine Art Alltag zu ermöglichen. Einen neuen Alltag, der nun eben im Krankenhaus stattfindet. Beide wagen es zunächst nicht, bestimmte, selbst auferlegte Grenzen zu überschreiten. Und wenn sie es dann doch einmal tun, merken sie, wie leicht es eigentlich sein kann.

Während im Krankenhaus die Zeit scheinbar stillsteht, dreht sich die Welt außerhalb weiter – schnell und unerbittlich. Der Mann nimmt eine Art Pflegezeit in Anspruch, um so viel Zeit wie möglich bei seiner Frau verbringen zu können. Auch seine Schwiegereltern stehen stets an seiner und an der Seite ihrer Tochter. Das Verhältnis zwischen ihnen wirkt dabei etwas distanziert. Aber genau diese Distanz, die Nähe und die Grenzen zwischen Menschen sind ein wichtiger Teil dieses Romans.

"Die Schönheit der Distanz" ist eine sehr leise und ehrliche Geschichte. Von Anfang an steht der bevorstehende Tod der Frau im Raum. Und trotzdem hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, dass der Roman nur traurig ist. Im Gegenteil: Ich habe selten eine Geschichte gelesen, die ein so trauriges Thema so ehrlich, behutsam und gleichzeitig mit so viel Herz erzählt.

Ja, diese Geschichte ist traurig. Aber sie nimmt einem auch ein Stück weit die Angst vor dem Tod. Sie zeigt, dass selbst in einer solchen Situation Nähe, Alltag, Liebe und sogar Leichtigkeit möglich sind.

Eine sehr außergewöhnliche, berührende Geschichte, die mich nach dem Lesen nicht mit Traurigkeit, sondern mit einem erstaunlich guten Gefühl zurückgelassen hat.




Ganz herzlichen Dank an das Team des 
DUMONT-Verlages, dass ich dieses Buch 
lesen und vorstellen durfte! 

#Dumont

Freitag, 7. August 2026

"Sommerhaus" von Rachel Joyce

Enttäuschung statt Sommerlektüre

Bin ich mit falschen Erwartungen an dieses Buch herangegangen? Vielleicht. Immerhin habe ich "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" von Rachel Joyce geliebt und deshalb vermutlich auch an  "Sommerhaus" andere Erwartungen gehabt.

Dabei fängt der Roman zunächst gar nicht schlecht an. Doch leider wird die Geschichte für mich zunehmend zäh – so zäh, dass ich irgendwann einfach nicht mehr weiterlesen wollte.

Auf den Inhalt möchte ich gar nicht näher eingehen, denn den kann jeder dem Klappentext entnehmen. Für mich waren die Geschichte und vor allem die Protagonisten einfach zu blass. Vieles zog sich, ohne dass ich wirklich einen Zugang zu den Figuren gefunden hätte.

Nach etwa einem Drittel habe ich deshalb schweren Herzens beschlossen, das Buch abzubrechen. Und auch wenn ich Bücher nur ungern aufgebe: Meine Lesezeit ist mir inzwischen zu kostbar, um mich durch eine langatmige Geschichte zu quälen.

Schade, denn nach meinem Begeisterung für "Harold Fry" hatte ich mir von Rachel Joyce deutlich mehr versprochen.



Auch wenn diese Geschichte nicht meine Geschichte war, so möchte ich doch dem Team von NetGalley und Thiele danken, dass ich das Buch lesen durfte.


#Sommerhaus

#NetGalleyDE

#Thiele











Montag, 3. August 2026

"Ein Fall für Fuchs & Haas: Das Mädchen in den Dünen" von Ivo Pala

Spannung und Ostsee-Flair bis zur letzten Seite

Zwischen den Dünen von Prerow und Zingst wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Da sie ohne Unterwäsche entdeckt wird, liegt zunächst der Verdacht eines sexuellen Missbrauchs nahe. Doch die Ermittlungen nehmen schon bald eine andere Richtung.

Die Kommissare stoßen darauf, dass die Gymnasiastin von einem Mitschüler gestalkt wurde. Damit scheint der Fall zunächst klar – doch diese Lösung wäre viel zu einfach. Nach und nach geraten weitere Personen in den Fokus, und die Geschichte hält einige überraschende Wendungen bereit.

Wie gewohnt überzeugt Ivo Pala mit einem spannenden Ostsee-Krimi, der bis zum Schluss fesselt. Besonders gefallen haben mir wieder die stimmungsvollen Beschreibungen der Landschaft rund um Prerow und Zingst. Sie wecken die Sehnsucht nach der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern und verleihen dem Krimi eine ganz besondere Atmosphäre.







Donnerstag, 30. Juli 2026

"Dem Meer entgegen" von Lidija Hilje

Wenn der Klappentext Erwartungen weckt, die der Roman nicht erfüllt 

Der Klappentext verspricht einen poetischen Sommerroman voller mediterraner Atmosphäre – mit dem Duft von Kräutern und sonnendurchfluteten Olivenhainen. Ehrlich gesagt hatte ich jedoch den Eindruck, als hätte der Verfasser des Klappentextes ein anderes Buch gelesen.

Im Mittelpunkt steht Ivona, die nach Zadar an der kroatischen Küste zurückkehrt. Sie lebt im Elternhaus, pflegt ihren Vater und arbeitet – obwohl sie eigentlich Biologin ist – in einem Schreibwarengeschäft.

Immer wieder begegnet sie ihrem Ex-Mann Vlaho, den sie trotz der Scheidung nie aufgehört hat zu lieben. Inzwischen ist er mit ihrer Freundin Marina verheiratet, hat mit ihr eine Familie gegründet, und Ivona ist sogar Patin eines ihrer Kinder. Anders als der Klappentext vermuten lässt, treffen Ivona und Vlaho also nicht plötzlich wieder aufeinander, sondern sehen sich regelmäßig.

Als Ivona Asier kennenlernt, der sie beim Verkauf des elterlichen Hotels unterstützt, stellt sich die Frage, ob sie bereit ist, sich auf eine neue Beziehung einzulassen.

Für mich ist "Dem Meer entgegen" weder ein sommerlicher noch ein poetischer Roman. Die versprochene Leichtigkeit habe ich vermisst. Stattdessen begleitet man eine Frau, die von ihren Gefühlen zerrissen ist, nie wirklich auf eigenen Beinen gestanden hat und ihre Vergangenheit nicht loslassen kann. Ivonas Sehnsucht nach ihrer verlorenen Liebe bestimmt ihr Leben über weite Strecken.

Auch einige Handlungselemente wirkten auf mich wenig glaubwürdig. Vor allem die Konstellation zwischen Ivona, Vlaho und Marina fiel mir schwer nachzuvollziehen. Als schließlich auch Asier dazukommt, entsteht stellenweise der Eindruck einer fast schon harmonischen Viererrunde – das wirkte auf mich eher konstruiert.

Sprachlich ist der Roman gut geschrieben, daran gibt es für mich nichts auszusetzen. Hätte der Klappentext die Geschichte treffender beschrieben, wäre ich vermutlich mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen. So fühlte ich mich jedoch in die falsche Richtung gelenkt und blieb am Ende enttäuscht zurück.






Herzlichen Dank an @NetGalleyDE und @hanserblau für das Rezensionsexemplar! 

#DemMeerentgegen #NetGalleyDE






Sonntag, 26. Juli 2026

"Im Sommer der Wildbienen" von Nina Mayen

Wenn die Natur zum sicheren Hafen wird

Die junge Flora ist Autistin. Nach einer schweren Panikattacke in einem Einkaufszentrum verlässt sie Köln und ihre Familie, um in das leerstehende Haus ihrer verstorbenen Großmutter in der Eifel zu ziehen. Dort findet sie endlich die Ruhe, die sie so dringend braucht. Zum ersten Mal kann sie ganz sie selbst sein, ohne sich verstellen oder den Erwartungen anderer anpassen zu müssen.

In der Eifel lernt sie Eden kennen und lieben. Außerdem unterstützt sie Eden und deren Mutter in ihrem Café. Eine besondere Rolle spielen die Wildbienen in Floras Garten: Sie geben ihr Halt, helfen ihr, ihre Gedanken zu ordnen, und schenken ihr in schwierigen Momenten innere Ruhe. Doch als ein Wasserschaden ihr neues Zuhause bedroht, gerät ihre mühsam aufgebaute Sicherheit ins Wanken. Flora muss sich fragen, ob ihr neuer Lebensweg wirklich der richtige ist.

Nina Mayen erzählt Floras Geschichte mit viel Feingefühl und großer Authentizität. Der Roman vermittelt auf einfühlsame Weise, wie ein autistischer Mensch die Welt wahrnimmt, und regt dazu an, Verständnis und Empathie zu entwickeln. Eine berührende Geschichte über Neuanfänge, Selbstfindung, Liebe und den Mut, den eigenen Weg zu gehen – absolut lesenswert und für Leserinnen und Leser jeden Alters zu empfehlen.






Herzlichen Dank an das Ullstein-TEam und das Team von Netgalley, dass ich diesen Roman lesen und vorstellen durfte!




Sonntag, 19. Juli 2026

"Die Austernfischerin" von Celine Edinger

Ungewöhnlich erzählt, aber ohne mich zu fesseln

Lydia und Hendrick verbringen ihren Urlaub im Haus von Hendricks Mutter an der dänischen Nordsee. Elna lebt zurückgezogen und hat sich ganz der Austernfischerei verschrieben. Das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn ist angespannt. Hendrick, der gerade durch eine wichtige Prüfung gefallen ist, sehnt sich nach ihrer Zuneigung, doch diese bleibt ihm verwehrt. Während er lernt, entwickelt sich zwischen Lydia und Elna eine immer stärkere Anziehung.

Die Austernfischerin ist ein ungewöhnlicher, ruhiger Roman mit einer besonderen Atmosphäre. Das Ende empfand ich allerdings als merkwürdig und etwas unbefriedigend. Insgesamt bin ich mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden.

Gestört hat mich außerdem die Entscheidung, in der wörtlichen Rede auf Ausrufezeichen zu verzichten. Für mich hat das den Lesefluss erschwert und die Dialoge stellenweise ungewohnt wirken lassen.




Herzlichen Dank an die Teams von Klein und Aber und Netgalley, dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!



#NetGalleyDEChallenge


Freitag, 17. Juli 2026

"Ein Fall für Fuchs & Haas: Leichenschmaus im Räucherhaus" von Ivo Pala

Mord im Räucherhaus – Spannung bis zum Schluss

Rupert Sauer, Restaurantchef des Räucherhauses in Prerow, kommt auf grausame Weise ums Leben. In der Räucherkammer stirbt er einen qualvollen Tod – quasi selbst geräuchert. Schnell ist klar: Das war Mord. Doch wer steckt dahinter und welches Motiv hatte der Täter?

Bei der Beerdigung versammeln sich nicht nur die trauernden Freunde des Opfers, sondern auch zahlreiche Personen, die schon bald zum Kreis der Verdächtigen gehören. Verdächtige gibt es viele – und ebenso viele mögliche Motive.

In gewohnt unterhaltsamer Manier nehmen Fuchs & Haas die Ermittlungen auf. Doch dieser Fall stellt die beiden vor eine besonders knifflige Herausforderung.

Auch dieser Band hat mich wieder von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten. Die Spannung ist durchgehend hoch und die zahlreichen Verdächtigen sorgen dafür, dass man bis zum Schluss miträtselt. 

Gleichzeitig hat mich die atmosphärische Kulisse erneut an meine geliebte Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern versetzt. Für mich wieder ein gelungener Küstenkrimi mit einer gelungenen Mischung aus Spannung, Lokalkolorit und sympathischen Ermittlern.






Donnerstag, 16. Juli 2026

"Das Geheimnis der Frauen" von Sonja Roos

Wenn die Vergangenheit ihre Geheimnisse preisgibt

Nachdem sich die Köchin Lulu von ihrem Chef und Lebensgefährten trennt, kehrt sie in ihr Heimatdorf im Westerwald zurück – und damit auch zu ihren Eltern und ihrer Schwester. Die Eltern möchten die Dorfkneipe aufgeben und sich zur Ruhe setzen. Für Lulu ist das die Chance, ihren Traum zu verwirklichen: Sie möchte die Gaststätte übernehmen und ihr neues Leben einhauchen.

Als Lulu und ihre Schwester ihrem Großvater beim Aufräumen helfen, da er eine Dorfchronik erstellen soll, entdecken sie alte Briefe aus der Zeit kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Was hat es mit diesen Briefen auf sich? Und warum reagiert ihr Großvater so ungehalten auf den Fund?

Die beiden Schwestern können nicht ahnen, auf welches lange gehütete Geheimnis sie gestoßen sind: das Geheimnis der Frauen, die einem abgeschossenen britischen Piloten das Leben retteten.

Der Roman erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen und verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf spannende Weise. Zu Beginn hatte ich zwar ein wenig Mühe, in die Handlung hineinzufinden, doch mit jeder Seite wurde die Geschichte fesselnder.

Das Geheimnis der Frauen führt die Leser zurück in die Zeit des Krieges und zeigt eindrucksvoll, unter welch brutalen Bedingungen die Menschen ums Überleben kämpften. Gleichzeitig macht der Roman deutlich, warum viele ihre Erlebnisse jahrzehntelang verschwiegen – weil die Erinnerungen zu schmerzhaft waren. Darüber hinaus ist es eine Geschichte über große Gefühle, Mut und eine außergewöhnliche Liebe.

Ein bewegender und spannender Roman, der Vergangenheit und Gegenwart gelungen miteinander verbindet.




Herzlichen Dank an das Bloggerportal und das Team von Goldmann, dass ich diesen schönen Roman lesen und vorstellen durfte!

Samstag, 11. Juli 2026

"All die Farben, all das Licht" von Cora Wucherer

Eine einfühlsame Geschichte über Geschwisterliebe, Ängste, Hoffnung und das Bedürfnis, gesehen zu werden 

Der Roman „All die Farben, all das Licht“ von Cora Wucherer erzählt die berührende Geschichte der Schwestern Juna und Martha, die gemeinsam mit ihrem verwitweten Vater in einer kleinen, beengten Wohnung leben. Obwohl sie sich ein Zimmer teilen, könnten ihre inneren Welten kaum unterschiedlicher sein.

Juna ist 17 Jahre alt und lebt mit der Usher-Krankheit – einer fortschreitenden Einschränkung von Gehör und Sehvermögen. Ihr größter Traum ist es, Malerin zu werden, doch dieser scheint mit jeder Verschlechterung ihrer Sinne unerreichbarer. Martha hingegen steht oft im Schatten ihrer Schwester. Sie fühlt sich übersehen, als würde sich alles nur um Juna drehen.

Als Juna den Wunsch äußert, nach Malmö zu reisen, um das Werk ihrer Lieblingskünstlerin ein einziges Mal mit eigenen Augen zu sehen, fasst Martha einen mutigen Entschluss: Sie will ihrer Schwester diesen Traum erfüllen. Es beginnt eine ungewöhnliche Reise – voller Herausforderungen, Abenteuer und emotionaler Momente. Vor allem aber wird es eine Reise, die die beiden Schwestern einander näherbringt.

Cora Wucherer gelingt eine einfühlsame Geschichte über Geschwisterliebe, Ängste, Hoffnung und das Bedürfnis, gesehen zu werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Die Figuren sind authentisch und nahbar, sodass man ihre Gefühle intensiv miterlebt.

Ein bewegender Roman für Leserinnen und Leser jeden Alters, der lange nachhallt.




Herzlichen Dank an das Team von Klett-Cotta und NetGalley, 
dass ich das Buch lesen und vorstellen durfte!





Donnerstag, 9. Juli 2026

"Tage am Fluss" von Jochen Mariss

Eine Fähre, zwei Seelen und die Kraft der Natur

Sarah Harmsen führt als Fährfrau ein bescheidenes Leben. In ihrem abgelegenen Haus am Fluss lebt sie zusammen mit ihrer Hündin Luna, drei Schafen und sieben Hühnern – im Einklang mit der Natur und fernab vom hektischen Alltag.

Doch Sarah ist den Anfeindungen des Dorfes ausgesetzt. Eine Fähre sei nicht mehr zeitgemäß, stattdessen soll eine Brücke gebaut werden. Dafür benötigt man allerdings ihr Grundstück, den "Grünen Mond".

Bei einer ihrer letzten Tagesüberfahrten, steigt ein junger Mann zu ihr auf die Fähre: Leon, Umweltschützer und Baumbesetzer, der eine Kopfverletzung hat. Sarah nimmt ihn mit zu sich und versorgt ihn. Eigentlich soll er am nächsten Tag wieder verschwinden, doch Leon bleibt. Und Sarah lässt es zu. Schon bald hilft er bereitwillig bei der täglichen Arbeit mit.

Zwei besondere Menschen, die sich um die Natur sorgen und sich für ihren Schutz einsetzen.

"Tage am Fluss" ist eine Geschichte, die leise daherkommt und dennoch eine große Intensität entfaltet. Der Roman stellt das Thema Umwelt in den Mittelpunkt, ohne jemals belehrend zu wirken. Gleichzeitig erzählt er von zwei Menschen, die ihre eigenen Geschichten und Geheimnisse mit sich tragen, sich langsam öffnen und schließlich einen neuen Platz im Leben finden.

Wunderbar geschrieben, leise und berührend – eine Geschichte, die lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.





„Danke an @NetGalleyDE und @KIWI für das Rezensionsexemplar!“

#TageamFluss #NetGalleyDE

Sonntag, 28. Juni 2026

"Der Einsiedlersommer" von Anne Sverdrup-Thygeson

Heilung zwischen uralten Eichen

Die 33-jährige Biologin Eva hat einen schweren persönlichen Verlust erlitten, den sie nicht verarbeiten kann. Kurzerhand nimmt sie einen Job weit weg von ihrem bisherigen Leben an – und auch fern von ihrem Lebensgefährten Eirik. Ohne vorher mit ihm zu sprechen, fährt sie einfach los.

In den tiefen Eichenwäldern Norwegens soll Eva ein bestimmtes Gebiet kartieren und dabei möglichst den seltenen und gefährdeten Eremitenkäfer nachweisen.

Dort begegnet sie ihrer zunächst etwas schrullig und abweisend wirkenden Nachbarin Olga. Nach und nach kommen sich die beiden Frauen näher und entwickeln eine enge Freundschaft. So unterschiedlich sie auch sind – sie verbindet derselbe schmerzliche Verlust. Außerdem trägt Olgas Familie ein lange gehütetes Geheimnis mit sich.

Mit der Zeit wird die Verbindung zwischen den beiden Frauen immer stärker. Auch die Kraft der Natur hilft Eva dabei, langsam wieder ins Leben zurückzufinden. Sie schöpft neue Hoffnung und wünscht sich, dass Eirik ihr den plötzlichen Weggang verzeihen kann.

Der Einsiedlersommer ist ein sehr leiser, tiefgründiger und naturverbundener Roman. Anne Sverdrup-Thygeson schreibt einfühlsam und schafft eine besondere Atmosphäre. Für meinen persönlichen Geschmack waren die Naturbeschreibungen stellenweise jedoch etwas zu ausführlich, wodurch sich die Handlung gelegentlich etwas gezogen hat. Insgesamt ist es dennoch ein berührendes Buch über Verlust, Freundschaft, Heilung und die Kraft der Natur.






Herzlichen Dank an die Teams von Vorablesen.de und dtv, dass ich dieses Buch lesen und vorstellen durfte!

Sonntag, 7. Juni 2026

"Willkommen im kleinen Ostseehotel - Frühlingsgefühle" von Evelyn Kühne

Frühlingsgefühle an der Ostsee – Ein zauberhafter Wohlfühlroman

Elsa arbeitet als Rezeptionistin in einem Hotel in Stuttgart. Doch ihre Asthmaerkrankung macht ihr das Leben in der Großstadt zunehmend schwer. Da kommt das Stellenangebot als Hotelleiterin in Ahrenshoop an der Ostsee wie gerufen. Allerdings gibt es Konkurrenz: Manuel scheint mit seinen Qualifikationen der perfekte Kandidat für die Stelle zu sein. Beide werden schließlich zu einer Probearbeit eingeladen.

Schon bei ihrer Ankunft verliebt sich Elsa in das Hotel Godewind, den idyllischen Ort Ahrenshoop und nicht zuletzt in Fiete. Doch im Hotel geschehen seltsame Dinge – und die Frage ist: Wer steckt dahinter?

Mit „Willkommen im kleinen Ostseehotel – Frühlingsgefühle“ entführt Evelyn Kühne ihre Leserinnen und Leser erneut an die wunderschöne Ostsee Mecklenburg-Vorpommerns. Wer die Region bereits kennt, wird sich sofort heimisch fühlen. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, gemeinsam mit den Protagonisten durch die malerischen Straßen von Ahrenshoop zu spazieren.

Der Roman überzeugt mit sympathischen Figuren, einer spannenden Handlung und einem wunderbaren Wohlfühl-Ambiente. Ein gelungener zweiter Band, der Lust auf mehr macht und perfekte Lesestunden für alle Fans von Ostseeromanen bietet.




Donnerstag, 4. Juni 2026

"Mirabellentage" von Martina Bogdan


"Mirabellentage" – leider nicht mein Buch

Dorfpfarrer Josef stirbt plötzlich und unerwartet. Seine Haushälterin Anna macht sich große Sorgen, was nun aus ihr werden soll. Da steht auch schon sein Nachfolger vor der Tür: ein junger Pfarrer, der aus Friesland stammt und direkt aus Rom kommt.

Anna hat noch einen letzten Wunsch von Josef zu erfüllen. Er möchte nicht neben seiner Mutter begraben werden. Stattdessen soll seine Asche ins Meer gestreut werden. Doch Blumfeld, der fiktive Handlungsort, liegt in Franken und Anna ist seit ihrer Führerscheinprüfung nie wieder Auto gefahren.

Die Beschreibung des Buches hat mich neugierig gemacht, doch die Geschichte konnte mich leider nicht abholen. Flirrende Hitze, heiße Sommertage sowie der Geschmack und Duft von Mirabellen werden zwar in der Werbung hervorgehoben, spielen im Roman jedoch nur eine Nebenrolle.

Haushälterin Anna ist erst 54 Jahre alt. Beim Lesen hatte ich jedoch stets das Bild einer deutlich älteren Frau vor Augen. Welche 54-Jährige agiert im Jahr 2010 so wie Anna? Auf mich wirkte sie altbacken und wenig lebendig.

Zudem erzählt Anna bei nahezu jeder Begegnung im Dorf eine Geschichte über die betreffende Person. Diese zahlreichen Abschweifungen nehmen meiner Meinung nach zu viel Raum ein.

Auch die Figur des friesischen Pfarrers konnte mich nicht überzeugen. Dass er offensichtlich nur Friesisch spricht und ihn niemand versteht, erscheint mir für das Jahr 2010 wenig glaubwürdig. Ebenso wirkt es befremdlich, dass er statt einer echten Predigt ein italienisches Rezept vorträgt. Für mich passt das nicht zu den Themen Abschied, Loslassen und Neuanfang, die der Roman eigentlich behandeln möchte.

Den vielen positiven Rezensionen nach zu urteilen, hat das Buch dennoch zahlreiche Leserinnen und Leser begeistert. Auch wenn mich die Geschichte aufgrund der vielen Ungereimtheiten nicht überzeugen konnte, wünsche ich dem Roman weiterhin viel Erfolg und seinen Fans schöne Lesestunden.




Mittwoch, 3. Juni 2026

"Atlas Obscura" von Joshua Foer, Dylan Thuras und Ella Morton

Eine Welt voller Wunder - zum Staunen, Blättern und Entdecken

Atlas Obscura ist kein Atlas im klassischen Sinne – und genau das macht seinen Reiz aus. Dieses außergewöhnliche Buch lädt nicht dazu ein, es in einem Rutsch durchzulesen. Vielmehr ist es ein Werk, das man immer wieder zur Hand nimmt, um darin zu stöbern, zu staunen und Neues zu entdecken.

Auf jeder Seite begegnet man Orten, Geschichten und Fakten, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Manche sind skurril, manche geheimnisvoll, andere einfach nur wunderschön oder überraschend. Die Mischung aus faszinierenden Texten und eindrucksvollen Bildern macht das Blättern zu einem Erlebnis, das immer wieder Lust auf mehr weckt.

Besonders gefällt mir, dass das Buch nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch die Neugier entfacht. Man merkt schnell, wie groß und wunderbar eigenartig die Welt ist – und wie viel es jenseits der bekannten Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt.

Durch seine hochwertige Gestaltung und die Fülle an ungewöhnlichen Inhalten eignet sich Atlas Obscura außerdem hervorragend als Geschenk. Es ist eines dieser Bücher, das man gern auf dem Wohnzimmertisch liegen lässt, weil jeder, der es aufschlägt, sofort darin versinkt.

Ein inspirierender, außergewöhnlicher Atlas, der den Blick auf die Welt erweitert und zum Träumen einlädt.







"Fit und schlank mit Hula Hoop" von Corinna Loroff

Bewegung, die Spaß macht

"Fit und schlank mit Hula Hoop" zeigt, dass man den Reifen nicht zwingend um die Körpermitte kreisen lassen muss, um effektiv zu trainieren. Die zahlreichen Übungen sprechen den ganzen Körper an, sind abwechslungsreich und lassen sich problemlos zu Hause nachmachen. Besonders gefällt mir, dass viele Workouts ohne rotierenden Reifen funktionieren – ideal für alle, die körperliche Einschränkungen haben oder sich langsam herantasten möchten.

Die Übungen machen Spaß, sind leicht verständlich erklärt und überraschend wirkungsvoll. Für mich war das Buch ein echter Motivationsschub und eine wunderbare Möglichkeit, trotz Rückenproblemen weiter mit dem Hula Hoop zu trainieren.

Ein empfehlenswertes Buch für alle, die Freude an Bewegung haben – egal ob Anfänger, Wiedereinsteiger oder Menschen mit körperlichen Einschränkungen.




"Sauerteig. Gutes Brot backen" von Casper André Lugg und Martin Ivar Hveem Fjeld

Perfekter Einstieg in die Welt des Sauerteigs

Wer sein Brot gerne selbst backen möchte, findet in diesem Buch einen gelungenen Einstieg in die Welt des Sauerteigs. Schon beim ersten selbst gebackenen Brot merkt man den Unterschied zu industriell hergestellten Backwaren deutlich - Geschmack, Aroma und Kruste überzeugen auf ganzer Linie.

Die Autoren erklären verständlich und Schritt für Schritt, wie man einen eigenen Sauerteig ansetzt und pflegt. Auch Anfänger werden dabei sicher durch den Prozess geführt. Ist der Sauerteig erst einmal gelungen, eröffnet das Buch eine Vielzahl an Möglichkeiten für köstliche Brote und andere Backwaren.

Besonders hervorzuheben sind die hochwertigen Fotos, die nicht nur die Rezepte anschaulich begleiten, sondern auch sofort Lust aufs Nachbacken machen. Die klar strukturierten Anleitungen und die große Auswahl an abwechslungsreichen Rezepten runden das Gesamtbild ab.

Ein empfehlenswertes Backbuch für alle, die die Kunst des Sauerteigbackens erlernen oder ihre Kenntnisse erweitern wollen. 




Donnerstag, 28. Mai 2026

"Au revoir und tschüss" von Gudrun Lochte

Wenn das Leben plötzlich nach Frankreich ruft

Die 46-jährige Caro ist gefrustet. Ihre Ehe mit Holger ist festgefahren, Liebe spürt sie schon lange nicht mehr. Die beiden Söhne sind inzwischen erwachsen – Zeit für einen Neuanfang? Zumindest Zeit für Veränderungen.

Caro liebt Südfrankreich und bucht kurzerhand einen vierwöchigen Sprachkurs in Uzès. Dort trifft eine bunt zusammengewürfelte Gruppe aufeinander, die sich sofort sympathisch ist. Und dann ist da auch noch Sprachlehrer Armand, der für einiges Kribbeln in Caros Bauch sorgt.

Für die wirkliche Veränderung in Caros Leben sorgt jedoch das ältere Ehepaar Gustave und Camille, die gemeinsam eine kleine Gewürzmühle betreiben.

Als Leser begleitet man Caro dabei, wie sie Schritt für Schritt aus ihrer inzwischen lieblosen Ehe ausbricht. Südfrankreich lässt nicht nur sie aufblühen, sondern verzaubert auch die Leserinnen und Leser.

Wer kann schon dem Duft frischer Croissants, Pain au chocolat und Lavendel widerstehen? Dazu die Farben und Gerüche des Sommers, französische Musik sowie gemütliche Abende mit gutem Essen und Wein auf dem Dorfplatz – da werden Sehnsüchte geweckt.

Ein wunderbarer Sommerroman, der einen am liebsten sofort die Koffer packen und nach Südfrankreich reisen lassen möchte. Sommerliche Leichtigkeit mit Tiefgang – eine absolute Leseempfehlung!





Herzlichen Dank an das Team von Vorablesen, 
dass ich dieses wunderbare Buch lesen und vorstellen durfte!