Donnerstag, 4. Juni 2015

Das Autoren-Interview mit Angelika Lauriel

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,
 
heute stelle ich Euch eine Autorin vor, auf die mich ganz besonders freue. Warum? Weil sie in wenigen Tagen mein Gast sein wird bei der nächsten Wohnzimmerlesung!
 
 
(c) Stefanie Cernko
 

Informationen zur Autorin

Name: Angelika Lauriel
Alter: vierzigundnochwas
Wohnort: Saarland
Familienstand: verheiratet, drei Kinder



Rund ums Schreiben:
Wann hast du angefangen mit dem Schreiben?
Das begann bei mir überraschend spät: erst 2006. Ich hatte immer wieder zwei Szenen im Kopf, die ich erst loswurde, nachdem ich mich an den PC setzte und sie aufschrieb. Daraus entstand ein Fantasy-Roman (unveröffentlicht). Und von da an war ich süchtig, ich kann nicht mehr ohne das Zeug leben. Inzwischen sind es mehrere Genres. Und bald zehn veröffentlichte Bücher.

Was fasziniert dich am Schreiben?
Ob ich es will oder nicht, ich könnte nicht damit aufhören. Sucht ist das richtige Wort. Warum genau? Ich kann es nicht sagen.
Fiktionales Schreiben (im Gegensatz zum Texten etwa) ist für mich wie Atmen. Die faszinierendsten Momente erlebe ich, wenn sich die Geschichte trotz sorgfältigen Plottens verselbständigt und mir zeigt, dass ich noch lange nicht alles gesehen hatte. Oder wenn ich zitternd vor Freude, Angst oder Glück an der Tastatur sitze, das Herz wummert, Tränen die Wangen hinunterlaufen. Vielleicht ist es die Intensität dieser Momente.
Außerdem ist es faszinierend, wie sehr man sich als Autorin immer noch weiter entwickeln kann. Es gibt so vieles zu entdecken. Und zu lernen.

Wie entstehen deine Geschichten?
Es gibt einen Anstoß dazu (ein Traum, ein Bild, eine Äußerung, ein Geruch, was auch immer), und dann geht es los. In der Regel zuerst mit einem Umreißen der Idee. Dann entwickle ich meine Charaktere, danach kommt erst der Plot an die Reihe. Und dann irgendwann beginne ich mit dem Schreiben. Ich fiebere dem nächsten Neuanfang schon entgegen. Ich bin so aufgeregt wie ein Rennpferd, das vor dem Rennen mit den Hufen scharrt.


(c) Angelika Lauriel


Dein nächstes Projekt?
Wird ein proppevoller Liebesroman sein mit faszinierenden Personen (ich kenne sie alle schon – aber das heißt nicht, dass sie real wären. Ich habe sie mir ausgedacht!), einer traumhaften Verortung, gutem Essen und … aber mehr will ich nicht verraten.

Welchen Berufswunsch hattest du als Kind?
Tierärztin

Wie sieht dein Alltag aus?
Voll gestopft bis zum Anschlag. Manchmal sehr chaotisch.

Welche Jahreszeit ist die Deine?
Herbst, schätze ich. Bevor es anfängt, dunkel zu werden.

Hast du ein Lieblingsreiseziel?
Mehrere. Darunter London, die Toskana, Rom …

Was bedeutet Dir Zeit?
Sehr viel. Ich bin im Umgang mit Zeit momentan nicht sehr geschickt. Sie ist immer aufgebraucht.


(c) Winfried Hoffmann


Wie definierst du Glück?
Glück ist zum Glück nichts Permanentes. Momente, in denen man lacht oder still zufrieden ist. Das sind Glücksmomente. Und Autorenglück ist, wenn eine Leserin auf dich zukommt und dir sagt, wie sehr sie ein Buch/eine Lesung/einen deiner Protagonisten mag.

Wenn du plötzlich 5 Millionen Euro zur Verfügung hättest, was würdest du damit tun?
Eine Haushaltshilfe einstellen, damit ich in der wenigen Zeit, die „frei“ bleibt, mit der Familie und dem Hund raus könnte. In die Natur, in die Welt.

Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Mein größter persönlicher Wunsch ist derzeit, dass immer mehr Menschen meine Bücher lesen und dann immer mehr von mir lesen wollen. Ich möchte als Autorin vom Schreiben leben können.

Beschreibe dich in einem Satz selbst!
Tut mir leid, aber das kann ich nicht. Kannst du es?

Mhmm, ob ich das kann? Mal sehen. Also, ich bin chronisch buchverrückt, gelte als Gute-Laune-Frau, sehe immer irgendwas Positives und bin für fast jeden Blödsinn zu haben!



Liebe Angelika, ganz herzlichen Dank für das schöne Interview!

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