Sonntag, 12. Oktober 2014

Das Montags-Interview mit Tania Krätschmar

Liebe Lesezeit-Leserinnen und -Leser,
es ist wieder Montag und wieder darf ich Euch eine Autorin vorstellen. Freut Euch mit mir auf Tania Krätschmar!



Informationen zur Autorin

Name: Tania Krätschmar (Tania mit i, für viele nicht selbstverständlich)
Alter: 53
Wohnort: Berlin
Familienstand: glücklich



Foto (c) Ingrid Gorr


Wann hast du angefangen zu schreiben?
Artikel für die Schülerzeitung, glaube ich, als Teenager.


Und wolltest du schon immer schreiben?
Ich erinnere mich daran, dass ich mir als Kind bullerbüartige Geschichten ausgedacht habe. Aber sie aufschreiben - daran dachte ich nicht.


Was wolltest du als Kind werden?
Lehrerin.


Gibt es ein Leben vor dem Autorendasein?
Aber ja! Buchhändlerin, Germanistikstudium, Bookscout in New York, Verlagsarbeit in den Niederlanden, Klappentexterin seit vielen Jahren, Besitzerin einer Second Hand-Boutique, Aufbau des Fleischvertriebs auf einem Biobauernhof in der Märk Brandenburg. Irgendwas habe ich bestimmt vergessen!


Was inspiriert dich zu deinen Geschichten?
Das kann eine besonders schöne Landschaft sein. Eine Erinnerung. Ein Gespräch. Ein Gegenstand. Ein Gefühl. Plötzlich ist die Idee da, und dann weiß ich: Darüber will ich schreiben.


Wie entstehen sie?
Erst ist da die Idee, dann fange ich an, darüber nachzudenken, und dann ist es, als ob ein Weg vor mir in kleinen Abschnitten erleuchtet wird, bis ich das Ende sehe.


Wie kam Dir die Idee zu deinem letzten Buch?
Nach Eva und den Apfelfrauen wollte ich ein weiteres Buch über Freundinnen im besten Alter schreiben, diesmal aber in Berlin verortet und nicht auf dem Lande. Dann stieß ich auf Granny Nannys und fand das spannend, ältere Frauen, die auf Zeit in fremde Familien gehen. Au pairs haben ja auch  Treffen in der Stadt, in der sie sind, warum sollten sich Granny Nannys nicht auch regelmässig treffen? So entstanden Clara und die Granny-Nannys, die am 20.10. rauskommen.




Gibt es auch schon mal biografische Elemente?
Auf jeden Fall. In Eva und den Apfelfrauen ist viel aus meiner Biobauernhof-Zeit eingeflossen, und wenn ich die Handlung in Berlin spielen lasse, schreibe ich über die Stadt, die ich liebe.


Wo schreibst du und hast du feste Schreibzeiten?
Ich bin ein Early Bird, schreibe ab 7:00, am besten und liebsten Zuhause in Strickjacke und mit viel Kaffee in Greifnähe.


Was macht dir am meisten Spaß beim Schreiben?
Die Momente, wenn man weiß, wie es weitergeht, das Finden schöner Wörter und Sätze und wenn ich selbst über das Geschriebene lachen oder weinen muss.


Kennst du Schreibblockaden und wenn ja,
wie gehst du damit um?
Direkt Schreibblockaden habe ich nicht, aber ich schreibe auch nicht mehr als ein Buch im Jahr, manchmal auch nur alle zwei Jahre eins, damit sich meine kreativen Batterien aufladen können.


Wer sind deine ersten Probeleser?
Ich lese meiner Mutter gern am Telefon einzelne Passagen vor, dann gebe ich das Manuskript natürlich meiner Agentin Petra Hermanns. Aber ich bin vorsichtig damit, meine Schreibbabies unbeaufsichtigt in die Welt zu senden.


Wie wichtig sind Dir Rezensionen und Rankinglisten?
Ich kenne keinen Autor, keine Autorin, die nicht gern auf der Bestsellerliste wäre! Gute Rezensionen freuen mich, schlechte machen mich nachdenklich, über fiese Rezensionen ärgere ich mich.


Hast du selbst ein Lieblingsbuch, einen bevorzugten Autor?
Ach, so viele .... JK Rowling, Neil Gaiman, Terry Pratchett, Peter Aaronovitch, um nur ein paar zu nennen.


Welche Bücher liest du selbst?
Romane, Krimis, Fantasy, viele Kinder- und Jugendbücher, weil ich bei der Ajum mitmache (Arbeitskreis Jugend und Medien der GEW).


Welches Genre bevorzugst du?
Alles, was (emotional) spannend und intelligent ist.




Welches wird dein nächstes Prokjekt sein oder ist es noch geheim?
Geheim, da noch nicht entschieden.


Wird man dich auf der nächsten Buchmesse antreffen?
Bin gerade in Frankfurt, sicher werde ich auch in Leipzig sein!


Viele Autorinnen besitzen ein Haustier.
Gibt es da dafür eine Erklärung?
Ein Hund ist vermutlich einfach gesund für eine Autorin, weil sie sich dann bewegen muss. Eine Katze macht es einem wunderbar leicht, sich mit einem Buch auf die Couch zu lümmeln. Ich habe kein Haustier.


Wie sieht dein Alltag aus?
Schreiben, sowohl meine eigenen Sachen als auch Auftragsarbeiten, Manuskripte für den Verlag prüfen, für den ich arbeite, gelegentlich nach Hamburg zum Verlag fahren, Literaturagenten anrufen, dann wieder meine eigenen Sachen weiterschreiben. Abends mit Freunden treffen. Weiterschreiben.


Nenn uns dein Lieblingsreiseziel!
Alles am Wasser.


Und welche Ecke dieses Erdballs möchtest du unbedingt einmal kennenlernen?
Meine Freundin in Bali besuchen. Norwegische Fjorde und Island würde ich gern sehen. Neuseeland wäre auch toll.


Dein Lieblingsgericht?
NICHT Schokolade.


Welche Jahreszeit ist deine?
Alle. Aber als Novemberkind mag ich den stürmischen Herbst besonders gern.


Hast du Wünsche für die Zukunft? Welche?
Gesund sein, mit meiner Familie und meinen Freunden viel zusammensein, Erfolg beim Schreiben und bei den vielen anderen Projekten haben, die ich beruflich vorantreibe, soviel wie möglich segeln gehen.


Wenn es irgendwie machbar wäre, würdest du auch mal nach Hagen kommen und Gast sein bei einer meiner Wohnzimmerlesungen?
Klar! Gern!


Wie würdest du dich in einem Satz selbst beschreiben?
Da reichen zwei Worte: Entnervend optimistisch.



Liebe Tania, ganz herzlichen Dank für das Interview! Schade, dass du bei meinem
Monika-Schulte-Berlin-Spezial-Treffen im Sommer nicht dabei sein konntest!

Wenn Ihr noch mehr von Tania Krätschmar erfahren möchtet,
 dann schaut doch mal hier:




























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